Deutschlandweites Karten-Chaos in Supermärkten und Drogerien: In welchen Filialen ihr beim Einkaufen jetzt nicht mehr mit Karte zahlen könnt

Zahlen mit Karte sorgt derzeit in vielen Geschäften für Probleme. Bei dem Foto handelt es sich um ein Symbolbild.
Zahlen mit Karte sorgt derzeit in vielen Geschäften für Probleme. Bei dem Foto handelt es sich um ein Symbolbild.

Schnell im Supermarkt oder in der Drogerie noch etwas einkaufen – das kann derzeit mehr Nerven kosten als sonst. Bereits seit Dienstag können Kunden in vielen Filialen nicht mehr mit der Karte zahlen, sondern müssen auf Bargeld ausweichen.

Grund ist ein Fehler in der Software des Kartenlesegeräts H5000, hergestellt von dem US-amerikanischen Unternehmen Verifone. Es ist offenbar das meistverkaufte Kartenlesegerät in Deutschland, wie „SR Aktuell“ berichtet.

Nun gibt es ein Softwareupdate für betroffene Zahlungsgeräte – aber es ist nicht überall einsetzbar

Das Unternehmen teilt auf Nachfrage von Business Insider mit, ihm sei bewusst, dass es bei einem bestimmten Anteil der Terminals des Typs H5000 ein Problem „mit der Nutzbarkeit für die Abwicklung von Kartenzahlungen“ gebe. Zwar gebe es inzwischen ein Update für das betroffene Zahlungsgerät des US-Herstellers Verifone, teilte der Frankfurter Dienstleister Payone am Samstag mit. Die Version sei aber nicht stabil genug, um sie flächendeckend einzusetzen. Wann es so weit ist? Dazu macht das Unternehmen keine Angaben.

Aldi Nord, Edeka, Rossmann, DM betroffen

Betroffen von dem Fehler sind nach Informationen von Business Insider unter anderem Aldi Nord, Edeka und die Drogeriemärkte Rossmann und DM. Alle teilen mit, dass in einigen Filialen die Kartenzahlung derzeit nicht funktioniere. Laut „BR24“ sind außerdem die Ketten Netto und Norma betroffen.

Martin Dallmeier, Mitglied der DM-Geschäftsführung und zuständig für das Ressort Finanzen und Controlling, sagt zu Business Insider: „Aufgrund eines übergreifenden, nationalen technischen Problems bei der Abwicklung von Kartenzahlungen, können diese derzeit gar nicht oder nur vereinzelt – je nach Kartenterminal im Markt – durchgeführt werden“. Auch bei Aldi Nord sei in einigen Filialen keine Kartenzahlung möglich. Mancherorts aber sei nur eine einzelne Kasse betroffen. Heißt: Es kommt darauf an, wie viele der H5000-Geräte im Einsatz sind.

Rewe, Aldi Süd und Lidl ohne Probleme

Auf der anderen Seite des Aldi-Kosmos dürften sich die Kunden derweil freuen. Wie Aldi Süd auf unsere Nachfrage mitteilt, sei das Unternehmen nicht von dem Fehler betroffen, weil die H5000-Terminals bei der Kette nicht zum Einsatz kommen würden. Auch die Rewe-Gruppe gibt Entwarnung. Weder die Rewe-Märkte, noch die des Discounters Penny oder die von Toom Baumarkt, die alle drei zur Gruppe gehören, seien betroffen. Auch hier kämen die Geräte nicht zum Einsatz. Außerdem verschont sind laut „BR24“ Lidl und Kaufland, die beide zur Schwarz-Gruppe gehören und die größten Tankstellenbetreiber wie Aral, Shell, Total, Jet und Avia. Nur vom Tankstellenbetreiber Esso gab es bislang keine Rückmeldung dazu.

Wer also doch noch schnell etwas einkaufen muss, sollte besser genug Bargeld dabei haben oder vorher noch einen Abstecher zu einem Geldautomaten machen. Sonst könnte es an der Kasse Probleme geben.

*"Upday" gehört wie Business Insider zu dem Medien- und Technologieunternehmen Axel Springer.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.