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Melancholia, (Lars von Trier, 2011)

Ein gigantischer Planet rast auf die Erde zu. Zunächst gibt es Hoffnung, dass er sie verfehlt. Doch bald herrscht Gewissheit: Erde und alles Lebewesen darauf werden für immer vernichtet werden. Was tun? Nichts, man muss sich mit dem Unvermeidlichen abfinden. Lars von Trier hat mit "Melancholia" den konsequentesten Katastrophenfilm überhaupt gedreht. Hier gibt es weder einen herausragenden Helden, der die Auswirkungen einer Katastrophe dank Wissen, Können und Mut zu minimieren hilft, noch irgendeinen Überlebenden. Außerdem ist "Melancholia" ein radikaler Film über Depression. Die von Kirsten Dunst gespielte Frau leidet an der Krankheit. Während die Mitglieder ihrer Familie jeder auf seine Weise angesichts der drohenden Vernichtung verzweifelt, sehnt sie den Planeten geradezu herbei. Eines Nachts legt sie sich nackt ans Ufer eines Bachs und blickt lüstern den Zerstörung bringenden Himmelskörper an. Ein schöneres Bild für die Einheit von Tod und Erotik wird man in der Geschichte des Kinos wohl kaum finden. (Bild: ddp/interTOPICS/LMK Media)

Die besten Filme des Jahrzehnts

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Am 31. Dezember geht nicht nur ein Jahr zu Ende, mit dem 1. Januar beginnt auch ein neues Jahrzehnt. Grund genug für die Frage nach den besten Filmen der letzten zehn Jahre.