Diese Angewohnheiten können der Herzgesundheit schaden

·Freie Autorin

Oft sind es die kleinen Verhaltensweisen, die auf Dauer eine große Wirkung haben können. So verhält es sich auch beim Thema Herzgesundheit. Fünf Dinge, auf die man achten sollte.

Kleine Dinge des Alltags können sich auf die Herzgesundheit auswirken (Bild: Getty Images)
Kleine Dinge des Alltags können sich auf die Herzgesundheit auswirken (Bild: Getty Images)

Nicht rauchen, in Maßen trinken, ausreichend Bewegung, wenig Stress und genügend Schlaf - die meisten meinen zu wissen, was man für ein gesundes Herz tun muss. Doch so wichtig jene gewichtigen Faktoren auch sind, gibt es eine Menge kleinerer Angewohnheiten, die das Herz auf Dauer belasten können.

Was wir machen, essen und trinken kann sich erheblich auf Blutdruck, Cholesterinspiegel und Herzgesundheit auswirken - und damit ist nicht allein der tägliche Genuss von Fast Food oder mehreren Packungen Zigaretten gemeint.

Folgende Dinge sind Experten zufolge schlechter fürs Herz als vielen bewusst ist:

Crash- oder Null-Diäten

Oft denken die Menschen beispielweise, dass sie sich gesund ernähren, lassen dabei aber unwissentlich wichtige Nährstoffe aus. Wer beispielsweise Cholesterin vollständig aus seiner Ernährung verbannen will, lässt dabei meist auch gesunde Fette und damit für den Körper wichtige Stoffe aus, wie Kardiologe Dr. Daniel Edmundowicz im Gespräch mit "HuffPost" erklärt.

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Ebenso warnt er vor radikalen Crash-Diäten, um überschüssiges Gewicht zu verlieren. Studien hätten gezeigt, dass dies nicht nur den Stoffwechsel aus der Bahn wirft, sondern auch dem Herz-Kreislauf-System schaden kann. "Von einem Extrem zum nächsten zu gehen ist nicht gesund", so Edmundowicz.

Soziale Isolation

Einsamkeit wird zum zunehmenden Problem in der Gesellschaft - und sie schlägt auch buchstäblich aufs Herz. "Soziale Isolation ist keine Bagatelle, und sie trägt zu schlechter Herzgesundheit bei", betont Edmundowicz. Sie führt häufig zu Depressionen, was wiederum oft zu Bewegungsmangel, schlechter Ernährung und Bluthochdruck führt - allesamt Risikofaktoren für Herzkrankheiten. Nun ist dies in der Regel kein Faktor im Leben, den man leicht ändern kann, doch ein erster Weg kann beispielsweise zu einem Therapeuten oder eine Selbsthilfegruppe führen.

Zu viel Koffein

Es gibt widersprüchliche Studien dazu, wie gesund Kaffee tatsächlich ist. Tadwalkar ist vor allem die Dosis entscheidend. So sollen zwei Tassen Kaffee täglich die beste Wirkung auf die Herzgesundheit haben. Zu viel Koffein kann jedoch den gegenteiligen Effekt haben, da dies den Herzschlag beschleunigt und die Gefäße verengt. "Vor allem bei Menschen Herzrhythmusstörungen sind diese Effekte ausgeprägt", so Tadwalkar.

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Bei gesunden Menschen gilt eine Dosis von 300 bis 400 Milligramm Koffein - rund drei bis vier Tassen - als sicher. Alles darüber sollte auf Dauer vermieden werden.

Schlechte Zahngesundheit

Täglich mindestens zweimal die Zähne zu putzen und Zahnseide zu benutzen ist nicht nur für die Zahngesundheit wichtig, sondern auch fürs Herz. Bakterien von einer Zahnfleischentzündung oder Karies gelangen sehr leicht ins Blut und können von dort aus zum Herz wandern, wie Kardiologe Dr. Rigved Tadwalkar gegenüber "HuffPost" warnt. Damit steigt das Risiko, lang- oder kurzfristig an Herzkrankheiten zu leiden, deutlich an.

Bestimmte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel

Einige Arzneimittel können das Herz-Kreislauf-System belasten, darunter bestimmte Psychopharmaka. Auch Nahrungsergänzungsmittel können aufs Herz gehen - insbesondere dann, wenn Menschen Vitamine oder andere Mittel einnehmen, die sie gar nicht brauchen. Zudem können diese mit anderen Arzneimitteln wechselwirken. Nahrungsergänzungsmittel sollten deswegen nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden.

Tadwalkar betont, dass deswegen sich nicht jeder Sorgen um die Einnahme seiner Medikamente machen soll. Wer jedoch in Sachen Herzgesundheit vorbelastet ist - beispielsweise durch hohen Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen - sollte sich während der Einnahme regelmäßig ärztlich untersuchen lassen, um Auswirkungen schnell zu bemerken und gegebenenfalls die Dosis anpassen zu können.

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