Drastischer Wandel der Modebranche: Size Zero wird vom Catwalk verbannt

Die Models auf den Laufstegen werden immer dünner – damit soll jetzt Schluss sein. (Bild: ddp Images)

Size Zero ist kleiner als Größe 34 – und für viele Models ein magischer Richtwert. Doch damit dürfte jetzt Schluss sein. Um sogenannte „Magermodels“ nicht länger zum Vorbild für junge Frauen zu machen, haben die Luxuskonzerne LVMH und Kering ein Regelwerk formuliert, nach dem Size-Zero-Models künftig nicht mehr über die Laufstege flanieren dürfen.

Zu den beiden Unternehmen gehören Modehäuser wie Dior, Gucci und Louis Vuitton. Während sie sonst eher als Konkurrenten agieren, haben sie sich jetzt zusammengetan, um gemeinsam den Size-Zero-Trend zu bekämpfen. Auf den Webseiten von LVMH und Kering kann man die zweiseitige Erklärung jetzt nachlesen. Demnach müssen die Models der zugehörigen Labels künftig mindestens Kleidergröße 34 haben. Außerdem sollen sie über 16 Jahre alt sein, wenn sie Mode für Erwachsene präsentieren. Models im Alter zwischen 16 und 18 müssen künftig von einem Erwachsenen begleitet werden.

Obendrein werden die Models in Zukunft dazu angehalten, ein ärztliches Zertifikat vorzulegen, bevor sie auf den Laufsteg gehen. Darin soll bestätigt werden, dass das Model gesund ist und beispielsweise nicht unter einer Essstörung leidet. Das Schriftstück dürfe nicht älter als sechs Monate sein.

Models bei Gucci und Co. tragen ab sofort mindestens Größe 34 – Size Zero entspricht Größe 32. (Bild: ddp Images/Capital Pictures)

Die Initiative für die Erklärung hat laut Branchenportal „Women’s Wear Daily“ Kering-Chef François-Henri Pinault ergriffen. „Im März wusste ich: genug ist genug“, erklärte er seine Beweggründe. „Wir wollten Maßnahmen, die schon für die nächste Fashion Week gelten.“

Im Video: Gigi Hadid schwebt wieder als Engel über den Laufsteg


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