Earth Day 2022: So macht jeder die Welt ein bisschen besser

·Lesedauer: 4 Min.

Am 22. April ist Earth Day. Ein guter Anlass, durch kleine Veränderungen im Alltag die Welt ein bisschen besser zu machen. Diese Tipps können dabei helfen.

<strong>Im Jahr 1970 entstand Earth Day als spontane Studentenbewegung in den USA. (Bild: Getty)</strong>
Im Jahr 1970 entstand Earth Day als spontane Studentenbewegung in den USA. (Bild: Getty)

Was hat es mit dem Earth Day auf sich?

Der Earth Day wurde 1070 ins Leben gerufen, um an diesem Tag die Aufmerksamkeit auf die Bedrohungen der Erde zu richten, die Umweltverschmutzung etwa, den Raubbau an den Regenwäldern und Ressourcenverschwendung.

Der Earth Day ist dabei der größte nicht-religiöse Feiertag der Welt: Mittlerweile engagieren sich an diesem Tag weltweit rund 200 Millionen Menschen in mehr als 175 Ländern.

Der Tag soll alle Menschen daran erinnern, dass wir durch unser Handeln die Erde bedrohen und daher verantwortungsvoller mit ihr umgehen sollten.

Der Aktionstag hat dabei jedes Jahr ein anderes Motto. International soll der Fokus 2022 darauf liegen, in unseren Planeten "zu investieren". Denn um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, müssen wir bis Mitte des Jahrhunderts Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreichen - und laut Weltklimarat noch in diesem Jahrzehnt erhebliche Maßnahmen umsetzen.

Earth Day 2022: Die eigenen Gewohnheiten hinterfragen

In Deutschland steht der Tag dieses Jahr unter dem Motto "Deine Kleider machen Leute" - und ist ein guter Anlass, das eigene Handeln in Bezug auf Kleidung, Waschen, Wiederverwenden und Entsorgen einmal mehr zu hinterfragen.

Denn unsere Kleidung hat weitreichende Auswirkungen auf unser Klima und die Umwelt: Bis zu 200 Jahre brauchen einige Stücke, bis sie von der Natur abgebaut werden.

Der Tag ist deshalb ein guter Anlass, das eigene Handeln zu hinterfragen - und es ist so einfach, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.

Auch kleine Schritte im Alltag helfen auf dem Weg zu einem besseren Planeten. Mit den folgenden Ideen kannst du anfangen, dein Leben nachhaltiger zu gestalten:

  • Kleidung: Warum beim nächsten Shoppingtrip nicht Second-Hand-Mode ins Auge fassen? Wenn du neue Kleidung kaufst, kannst du dich an nachhaltigen Siegeln orientieren und auf Billig-Mode verzichten.

  • Waschen: Auch beim Wäschewaschen kannst du viele Ressourcen einsparen, allein schon durch die Nutzung einer Waschmaschine der besten Energieeffizienzklasse. Die ist zwar oft teurer in der Anschaffung, langfristig rechnet sie sich aber in der Regel durch die Einsparung von Energiekosten, wie der Naturschutzbund Deutschland betont.

  • Beim Waschen selbst reicht eine Temperatur von 30 Grad oft aus, damit die Wäsche sauber wird. Das kann gegenüber 60-Grad-Wäschen mehr als 50 Prozent der Stromkosten. Alle zwei bis drei Wochen sollte trotzdem eine 60-Grad-Wäsche laufen, damit sich in der Maschine keine Keime bilden.

  • Putzen: Weniger aggressive Reinigungsmittel im Haushalt wie etwa ein neutraler Allzweckreiniger, Scheuerpulver sowie Essigreiniger oder Zitronensäure reichen vollkommen aus, um jeglichen Schmutz zu entfernen - und schonen die Umwelt.

  • Trinkwasser sparen: Gerade einmal 3 Prozent des weltweiten Wassers ist Trinkwasser. Kürzer duschen, den Geschirrspüler nur voll anstellen und das Wasser nicht unnötig laufen lassen sind nur kleine Änderungen, die viel bewirken, wenn es viele beherzigen.

  • Energie sparen: Eine Sache, zu der wir sicherlich alle beitragen können, ist das Senken des Stromverbrauchs. Selbst beim Streaming deiner Lieblingsserie kannst du Energie sparen. Filme, Serien und Musik sollten nicht immer wieder neu gestreamt, sondern einmal auf das Endgerät heruntergeladen und von dort abgespielt werden. Denn die Server-Farmen, die es für die Bereitstellung der Inhalte braucht, benötigen jede Menge Energie.

  • Regional einkaufen: Warum handelsübliche Bio-Produkte im Supermarkt kaufen, wenn saisonales Obst und Gemüse direkt vor der Haustür angebaut werden? Lebensmittel müssen häufig viele Hunderte oder sogar Tausende Kilometer zurücklegen, bevor sie im heimischen Kühlschrank landen. Es lohnt sich darauf zu achten, saisonales Obst und Gemüse zu kaufen, das Umweltbelastungen durch lange Transportwege und beheizte Treibhäuser vermeidet. Der Saisonkalender der Verbraucherzentralen hilft bei der Auswahl.

  • Müll trennen: Achtlos weggeworfener Müll belastet die Umwelt und vor allem die Tierwelt. Wenn alle vor ihrer eigenen Haustür beginnen würden und Müll aufsammeln, ist das ein guter Start. Müll richtig trennen ist außerdem etwas, was viele immer noch nicht beherzigen, dabei ist es so wichtig.

  • Plastik reduzieren: Unsere Welt erstickt in Plastik. Am Tag der Erde könntest du dir vornehmen, Plastik künftig zu reduzieren.. Das ist gar nicht so schwierig und mittlerweile findest du viele Tipps und Ratgeber zum Thema - in immer mehr Städten gibt es außerdem Unverpackt-Läden. Auch mit wiederverwendbaren Wasserflaschen und Einkaufstaschen trägst du nicht länger zu diesem Problem bei.

Energie sparen: Das passiert, wenn du zwei Minuten kürzer duschst

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.