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Franziska van Almsick: Spitzenposition und Familie - das muss möglich sein

Chefin sein geht, dazu braucht es aber auch einen allgemeinen Willen: So sieht es jedenfalls Franziska van Almsick (44), die ihren Beitrag dazu leisten will.

Das große Ziel braucht Zeit

Allerdings weiß die ehemalige Schwimm-Weltmeisterin, dass es nicht heute auf morgen geht, die Chefetagen mit Frauen zu füllen. "Was mir fehlt, sind Spitzenpositionen, die mit der Familie vereinbar sind", erzählte die Berlinerin in der 'Gala'. "Das ist das große Ziel, für das man nicht den Bulldozer rausholen, sondern dem man Zeit geben muss." Da müsse man sich nur anschauen, wie lange es gedauert hat, bis Frauen und ihre Rechte in der Gesellschaft akzeptiert wurden. Für die zweifache Mutter sind Vorreiterinnen wie Alice Schwarzer absolut notwendig: "Als Frauen wären wir ohne sie heute nicht an diesem Punkt." Auch im Sport gibt es nach wie vor Projekte, bei denen ihre Geschlechtsgenossinnen im Nachteil wären. Aber das soll sich ändern.

Franziska van Almsick investiert in Frauenfußball

Franziska van Almsick sitzt jetzt nämlich im Aufsichtsrat von Viktoria Berlin, dessen Frauen-Fußballteam zurzeit noch in der Regionalliga kickt, aber in fünf Jahren die Bundesliga erreichen soll. "Es ist an der Zeit, dass Frauen sich mehr engagieren und einbringen", erklärte die zweifache Mutter gegenüber dpa. "Wir brauchen dafür keine Quote. Wir schaffen das bei Viktoria Berlin mit Zusammenhalt, Empathie und Netzwerk." Franzi ist nicht allein, andere prominente Frauen wie Carolin Kebekus und Dunja Hayali investierten ebenfalls in den Verein, der nun dank der Unterstützung über eine Million Euro verfügt und den Kickerinnen einen Lohn und die Absicherung in einer Berufsgenossenschaft garantiert. Für die neue Aufsichtsrätin könnte der Verein zum Symbol werden: "Wir können Vorreiterinnen und Vorreiter für so viele Dinge sein. Nicht nur im Fußball, sondern auch gesellschaftlich können wir ein Statement setzen." Da wünscht man Franziska van Almsick und ihrem Viktoria Berlin den baldigen Aufstieg und dass ihr Beispiel Schule macht.

Bild: Mandoga Media/picture-alliance/Cover Images