Frau findet ihre leibliche Mutter - und erfährt, dass die der Star ihrer Lieblingsserie ist

·Freie Autorin
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Lisa Wright wusste von klein auf, dass sie adoptiert ist. Was sie jedoch nicht ahnte: Sie hat ihre leibliche Mutter als Kind nahezu jede Woche gesehen - denn die war einer der Stars ihrer Lieblingsserie.

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Schauspielerin Lynne Moody hat schon Mütter gespielt - wie hier in der TV-Miniserie "Roots" - doch ihr eigenes Kind musste sie zur Adoption freigeben (Symbolbild: Walt Disney Television via Getty Images)

Lisa Wright hatte eine glückliche Kindheit mit ihrer adoptierten Familie, weswegen sie sich mehr als 50 Jahre lang nie auf die Suche nach ihrer leiblichen gemacht hat. Dem Nachrichtenmagazin "Today Show" erzählte sie: "Meine Mutter sagte mir: 'Deine Mami hat dich sehr geliebt, aber sie war sehr jung und wusste, dass sie sich nicht um dich kümmern können würde. Ich wünschte mir so sehr ein Baby, deswegen erlaubte sie mir, mich um dich zu kümmern. Du wurdest nicht aufgegeben. Es war einfach das Beste für dich.'" 

Trotz dieser Geschichte kannte auch Lisas leibliche Mutter die Identität ihrer biologischen Familie nicht. Die fand Wright erst vor Kurzem heraus, als sie nach einem Vorschlag ihres Sohnes einen DNA-Test machte, um mehr über ihre genetische Herkunft zu erfahren. Als sie die Ergebnisse erhielt, erfuhr sie auch, dass in der Datenbank ein Familienmitglied gefunden wurde. 

Lisas Lieblingsserie war "That's My Mama" - und ihre eigene Mutter spielte darin mit

Der Mann sei ihr Onkel, und obwohl Lisa fürchtete, dass er nichts mit ihr zu tun haben wollen würde, kontaktierte sie ihn. Am Telefon überraschte dieser sie mit den Worten: "Ja, ich bin dein Onkel. Wir haben nach dir gesucht. Wir haben alle nach dir gesucht." Wenig später sprach sie mit ihrer leiblichen Mutter. "Es war ein unbeschreibliches Gefühl", sagte Lisa Wright.

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Als sie den Namen und Beruf der Frau erfuhr, die sie zur Welt gebracht hatte, gab es die nächste Überraschung für Lisa Wright: Ihre biologische Mutter ist Lynne Moody, einer der Stars der Sitcom mit dem bezeichnenden Namen "That's My Mama" (deutsche Übersetzung: "Das ist meine Mama") - eine von Wrights Lieblingsserien als Kind. 

Unspecified - 1974: (L-R) Lynne Moody, Theresa Merritt appearing on the ABC tv series 'That's My Mama'. (Photo by Walt Disney Television via Getty Images)
Lynne Moody (links) in der ABC-Sitcom "That's My Mama" (Bild: Walt Disney Television via Getty Images)

"Ich bin damit aufgewachsen, meine Mutter im Fernsehen zu sehen und wusste es nicht mal", erzählte Lisa Wright in der "Today Show". "Das war Pflichtprogramm in unserem Haushalt. Jede Woche haben wir uns hingesetzt und 'That's My Mama' angeschaut. Und - wer hätte es gedacht - das war wirklich meine Mama!"

Lynne Moody hat immer davon geträumt, ihre leibliche Tochter wiederzusehen

Für Lynne Moody war es wie ein zweites Geburtserlebnis, ihre Tochter endlich kennenzulernen, wie sie in der TV-Show sagte. Unmittelbar nach der Entbindung habe man ihr die Augen zugehalten, damit sie ihr Kind nicht sehen müsse, aber sie habe sie schreien gehört. Während Wright gesund und glücklich aufwuchs, hatte sie selbst keine Ahnung, was mit ihrer Tochter passiert ist. "Ich wusste nicht, ob sie hungrig ist, ob sie noch am Leben ist, ob sie glücklich ist, ob sie je adoptiert wurde."

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Sie selbst habe nie weitere Kinder gehabt, aber immer davon geträumt, ihre leibliche Tochter eines Tages wiederzusehen. "Als Mutter vergisst man das nie im Leben. Alles, was ich in diesen 50 Jahren gelernt habe, ist, damit zu leben." 

Sie hofft, dass ihre Geschichte andere Frauen in ähnlichen Situationen dazu inspiriert, nie die Hoffnung aufzugeben. "Das Leben ist voller Überraschungen, also bleibt stark!"

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