Für mehr Authentizität: Dating-App verbannt Profilbilder mit Filtern

Angelika Zahn
Freie Journalistin

Die kanadische Dating-App Plenty of Fish kündigte jetzt an, stark veränderte Profilbilder zu löschen. Noch bis Jahresende haben die Benutzer Zeit, “Fotos hochzuladen, die besser darstellen, wer sie wirklich sind“.

Gerade auf Dating-Portalen wird viel mit Filtern gearbeitet (Symbolbil: Getty Images)

Hier ein Filter, da ein Filter – und schon wird aus der nackten Wahrheit eine getunte Schönheit. “Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt“, denken sich wohl viele Singles, die Dating-Apps nutzen. Und pimpen ihre Profilbilder mit Hilfsmittelchen aus sozialen Medien auf.

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Das ist nur legitim, schließlich macht das jeder? Nichts da, sagt jetzt Plenty of Fish, eine kanadische Dating-App, die vor allem auch in Großbritannien, Australien, Neuseeland, Brasilien und den USA beliebt ist. Dort hat man gerade ein Verbot von Profilfotos angekündigt, die beliebte Filter aus sozialen Medien verwenden. So veränderte Fotos sollen in Zukunft gesperrt werden, um die Authentizität beim Dating zu erhöhen, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Prüfung von 70 Millionen Fotos bis zum Jahresende

Bis zum Jahresende sollen von einem Kundenbetreuungsteam 70 Millionen Fotos, die sich bereits in der Datenbank der App befinden, überprüft und gegebenenfalls manuell entfernt werden. Allerdings wolle man sich auf Filter beschränken, die das Erscheinungsbild eines Benutzers stark verändern oder verzerren, so wie sie auf Snapchat und Instagram viel und gerne benutzt werden. Subtilere Optimierungen, wie zum Beispiel mit Lightroom, VSCO oder Facetune, sollen nicht betroffen sein.

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“Wir geben allen Benutzern die Möglichkeit, Fotos hochzuladen, die besser darstellen, wer sie wirklich sind!“, bestätigte ein Vertreter von Plenty of Fish gegenüber dem Online-Magazin “VICE”.

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