Gesundheitsrisiko: Wann man seine Pfanne entsorgen sollte

Kratzer und Beschädigungen können die Gesundheit gefährden. (Bild: Getty Images

In vielen Küchen stapeln sich zahllose Bräter und Pfannen, die ihre beste Zeit schon hinter sich haben – und nur in wenigen von ihnen lassen sich tatsächlich noch gut Spiegeleier oder Steaks braten. Auch der Gesundheit zuliebe ist es ratsam, kaputte und beschädigte Pfannen zu entsorgen.

Wer erinnert sich schon noch an seinen letzten Pfannenkauf? Viele der Kochutensilien hat man beim Auszug aus dem Elternhaus geschenkt bekommen und benutzt sie seitdem mehr schlecht als recht. Während einige hochwertige Pfannen eine Patina entwickeln, die dem darin gebratenen Essen zusätzlich Geschmack verleihen kann, gehören andere schlichtweg in den Abfalleimer. Diese drei Anzeichen verraten, wann eine Pfanne entsorgt werden sollte:

Die Beschichtung ist beschädigt

Qualitativ hochwertige Pfannen sind noch lange nicht kaputt, nur weil sie ein paar feine Kratzer in der Oberfläche aufweisen. Echte Teflon-Oberflächen und anderen hochwertige Antihaft-Beschichtungen geben keine Stoffe ab, die für den Menschen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Fängt die Beschichtung allerdings an, sich in Teilen zu lösen, ist es Zeit für eine neue Pfanne.

Bei Teflon-Beschichtung etwa sind ein paar Kratzer nicht weiter besorgniserregend. (Bild. Getty Images)

Bei weniger hochwertigen Pfannen – etwa im Preissegment um 20 Euro – sollte man schon bei den ersten Kratzern und Anzeichen von sich lösender Beschichtung über einen Neukauf nachdenken. Überhitzen sich die günstigen Pfannen, können sie krebserregendes Benzol abgeben, das man mit der Nahrung zu sich nimmt. Benzol ist in vielen Kunststoffen und auch in Beschichtungen von Kochgeschirr zu finden.

Die Pfanne ist nicht mehr voll funktionstüchtig

Eine alte Pfanne, die ersetzt werden muss, kann die Qualität des Essens stark beeinflussen. Ist beispielsweise der Griff der Pfanne locker oder weist die Oberfläche durch Stoß oder Sturzeinwirkung Dellen auf, liegt die Pfanne oft nicht flach auf dem Herd und das Essen kann nicht gleichmäßig gegart werden. Dann kommt es immer häufiger vor, dass das Essen nicht durch ist oder aber verbrennt. Spätestens jetzt ist es Zeit für eine neue Pfanne.

Verfärbungen werden sichtbar

Zeigen sich auf Pfannen und Brätern bereits Rostflecken oder andere Verfärbungen, sollte man über Ersatz nachdenken. Denn wenn Rost oder andere Materialien in die Lebensmittel gelangen, kann dies ein Gesundheitsrisiko darstellen. Wenn sich die Verfärbungen trotz eines milden Salzbades oder einem Abwasch mit warmem Essig nicht abwischen lassen, ist es am besten, sich von der Pfanne zu verabschieden.

Auch falsches Öl kann der Langlebigkeit der Pfanne schaden. (Bild: Getty Images)

Der richtige Umgang – so hat man lange etwas von seiner Pfanne

Hat man sich von der alten Pfanne getrennt und eine neue angeschafft, sollte man sie gut pflegen. Hier gilt es grundsätzlich, Überhitzung zu vermeiden – das heißt, sie nach Möglichkeit nie über 300 Grad heiß werden zu lassen.

Auch die Verwendung falscher Fette führt dazu, dass eine Pfanne schneller kaputtgeht. Olivenöl soll beispielsweise nicht zu stark erhitzt werden und eignet sich wegen des vergleichsweise niedrigen Rauchpunkts von etwa 180 Grad nicht zum Braten. Verbrennt das Öl in der Pfanne, schadet das auch der Oberflächenstruktur und macht sie langfristig kaputt. Besser ist, man verwendet Rapsöl oder ausgewiesene Bratfette.

Um eine Beschädigung der Pfannenoberfläche langfristig zu vermeiden, sollte man beim Braten auf scharfes Geschirr wie Gabeln, Messer aber auch scharfkantige Hölzer verzichten. Bei der Reinigung ist es ebenfalls ratsam, weiche Materialen wie Schwämme oder Tücher zu verwenden, statt mit groben Putzschwämmen aus Metall auf der Oberfläche herumzukratzen.