Good News des Tages: Ein Jahr nach Diebstahl – Hund und Besitzer wieder vereint

Johannes Giesler
Freier Autor
„Wiedervereint und es fühlt sich großartig an!!! Vielen Dank an alle, die geholfen haben, das möglich zu machen. Jillian, YOU ROCK!“ Mit diesen Worten hat John Tomasulo das Bild auf Facebook gepostet. Foto: privat / John Tomasulo / Facebook RACC

Ein Hund wird aus einem Auto gestohlen. Fast ein Jahr lang lebt der Besitzer in Ungewissheit, ob er seinen Yorkshire Terrier je wiedersehen wird. Doch dann geschieht ein kleines Weihnachtswunder, weil viele Menschen Gutes tun.

Es ist fast ein Jahr her, im Januar, da will John Tomasulo umziehen. Vollgepackt verlässt er seine Heimat in Florida und bricht auf nach New Jersey. Auf dem Weg macht er kurz Halt, „um ein Sandwich zu kaufen“, so erzählt er es später dem amerikanischen Fernsehsender WCBS. In den wenigen Minuten passiert es: Ein Unbekannter zerschmettert ein Autofenster und stiehlt Tomasulos kleinen Yorkshire Terrier „Buddah“. Tomasulo ist entsetzt, als er die Raststätte verlässt und überall Scherben sieht. Doch obwohl er alles absucht, bleibt Buddah, mit dem er ein neues Leben beginnen wollte, verschwunden.

Bis vor wenigen Tagen – da erlebte Tomasulo sein ganz persönliches Weihnachtswunder. Denn kurz vor den Feiertagen wurde sein kleiner Yorkie als Streuner aufgelesen und im Tierheim von Richmond abgegeben. Nicht weit entfernt von der Raststätte, wo alles begann. Mithilfe eines Chips, den viele Hundebesitzer ihren Tieren bereits im Welpenalter implantieren lassen und mit Kontaktinformationen versehen, machten Mitarbeiter des Tierheims Tomasulo ausfindig. Zwar war die Telefonnummer nicht mehr aktuell, aber ein wenig Detektivarbeit später war Buddahs Besitzer über die sozialen Medien ausfindig gemacht.

Jeder Hundebesitzer kann das Gefühl nachempfinden

Und die Freude und Erleichterung bei Tomasulo war riesig, nach so langer Zeit Buddah wieder in Sicherheit zu wissen. Doch leider war es ihm unmöglich, den weiten Weg auf sich nehmen und seinen Hund abzuholen. Auch dafür hatte das Tierheim in Richmond eine Lösung: Jillian Phillips. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin meldete sich sofort freiwillig, verfrachtete Buddah in ihren Kofferraum und machte mit einer Kollegin zusammen den langen Roadtrip. Auch Phillips ist Hundebesitzerin und konnte sich deswegen nur zu gut in die verzweifelte Lage Tomasulos versetzen: „Wenn mir und meinem Hund so etwas passiert wäre, hätte ich auch die Hoffnung, dass jemand da draußen die Fahrt auf sich nehmen würde”, sagte sie WCBS.

Nach fast einem Jahr sind also Buddah und Tomasulo wieder vereint. Dank des großen Engagements der Mitarbeiter des Tierheims Richmond – die das kleine Weihnachtswunder auch gleich auf Facebook teilten. Und klar, der Post ging durch die Decke. Über 200 Mal wurde er geteilt und erreichte 1.700 Reaktionen, von denen die meisten klingen wie die von Helen Margaret Agnello: „Danke von einer Fremden aus New Jersey! Ich kenne zwar weder Hund noch Familie und bin nur durch Zufall auf die Geschichte gestoßen. Aber ich wollte diesen beiden jungen Damen, ihrer Organisation und auch dem Finder des Hundes meine allergrößte Anerkennung aussprechen.“

Das sehen auch die Mitarbeiter des Tierheims so, denn sie schließen ihren Post mit den Worten: „Wir alle brauchen manchmal eine kleine Erinnerung, dass diese Welt voller wunderbarer Menschen ist und dass Liebe und Güte immer gewinnen werden.“