Hollywoodstar Margot Robbie ist wütend über Fragen nach ihrer Babyplanung

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Margot Robbie findet Fragen über Babypläne unangemessen. (Bild: AP Photo)

Bei Margot Robbie könnte es beruflich nicht besser laufen. Ab dem 17. Januar ist sie als Königin Elisabeth I. im Kinofilm “Maria Stuart, Königin von Schottland” zu sehen, außerdem ergatterte sie gerade die Hauptrolle in der ersten Barbie-Realverfilmung. Es gäbe also genug, worüber Reporter mit der Schauspieler sprechen könnten. Dass sie aber statt auf ihre Karriere immer wieder auf ihre Familienplanung angesprochen wird, bringt Robbie zur Weißglut.

Die Schauspielerin, die 2016 Filmemacher Tom Ackerley das Jawort gab, hat es endgültig satt: Vor allem seit ihrer Hochzeit sei die Frage nach Nachwuchs stets eine der ersten in Interviews. “Es macht mich so wütend, dass es einen sozialen Vertrag gibt”, offenbarte sie nun gegenüber “Radio Times”. “Du bist verheiratet, jetzt bekommst du ein Kind. Setze das nicht voraus. Ich werde machen, was ich machen werde.”


Die 28-Jährige kam auf das Thema zu sprechen, weil sie Parallelen zu ihrer Filmfigur Elisabeth I. zog. Diese ging als “Die jungfräuliche Königin” in die Geschichte ein, weil sie nie heiratete und auch keine Nachfahren gebar. Das stieß zur damaligen Zeit nicht nur auf Zuspruch. Robbie selbst verärgert das: “Wie kann mir ein alter Mann vorschreiben, was ich machen kann und was nicht, wenn es um Mutterschaft oder meinen Körper geht”, sagte sie im Interview. “Leider ist das eine Konversation, die wir auch heute noch führen.”

Außerdem äußerte sich Robbie über fehlende weibliche Rollen in Hollywood, was sie dazu brachte, ihre eigene Produktionsfirma zu gründen. “Ich habe nicht viele Skripte bekommen, in denen ich die weibliche Rolle spielen wollte – ich wollte immer die männliche Rolle spielen”, so die Australierin. Also habe sie die Sache selbst in die Hand genommen: “Ich dachte: Wir machen jetzt unsere eigenen Filme, weil wir nicht für immer herumsitzen und darauf warten können, dass sie auf uns zukommen.”