Neue Studie: Hunde können Emotionen von unseren Gesichtern ablesen

Samira, ein acht Wochen alter Dackelwelpe. (Bild: Elise Amendola/AP)

Eine neue Studie legt nahe, dass Hunde unsere Gesichtsausdrücke lesen können – als würden wir noch weitere Beweise benötigen, dass Hunde die großartigsten Wesen auf diesem Planeten sind.

Was bedeutet das? Bello weiß, wann Sie wütend, gestresst, glücklich oder aufgeregt sind und reagiert dementsprechend. Mal ehrlich, womit haben wir so tolle Hunde verdient?

Laut einer neuen Studie, die in der Zeitschrift Learning & Behavior publiziert wurde, lässt sich der beste Freund des Menschen wissenschaftlich erklären – und es hat viel damit zu tun, dass der Hund den Menschen instinktiv verstehen kann.

In der Studie zeigte man 26 Hunden während der Fütterung Bilder eines Mannes und einer Frau mit sechs verschiedenen Gesichtsausdrücken. Die gezeigten Emotionen waren Wut, Angst, Freude, Traurigkeit, Überraschung, Ekel und ein neutraler Gesichtsausdruck.

Wenn den Hunden „aufregende Gefühlszustände“ wie Wut, Freude oder Angst gezeigt wurden, beschleunigte sich ihr Herzschlag.

Laut dem Co-Autor der Studie, Marcello Siniscalchi, werden negative Emotionen in der rechten Gehirnhälfte des Hundes verarbeitet während positive Emotionen in der linken verarbeitet werden. Wie bei anderen Säugetieren auch regelt die rechte Gehirnhälfte des Hundes ihre „Kampf oder Flucht“-Reaktion.

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Man kam zu diesem Schluss, indem beobachtet wurde, in welche Richtung die Hunde den Kopf als Reaktion auf die Emotion neigten und wie schnell sie weiterfraßen. Wurde ihnen Wut, Angst oder Freude gezeigt, neigten sie den Kopf nach links und es dauerte länger, bis sie weiterfraßen. Bei einem überraschten Gesichtsausdruck neigten die Hunde den Kopf nach rechts – da er auf Welpen nicht einschüchternd wirkt.

Menschen und Hunde leben seit über 30.000 Jahren miteinander, es ergibt also Sinn, dass die beiden Spezies derart in Einklang sind. Studien fanden heraus, dass Hunde auch Signale aus der menschlichen Stimme, dem Körpergeruch und der Haltung aufgreifen können.

Diese enge Verbindung, die Sie zu Ihrem Hund fühlen – sie ist real!

Hope Schreiber