Im Homeoffice besser barfuß oder mit Schuhen?

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Während der vergangenen Monate sind und waren viele Menschen verstärkt im Homeoffice und haben auch in ihrer Freizeit mehr Zeit zuhause verbracht als üblich. Dass viele dabei barfuß sind, führt laut einem US-Podologen zu einer Verschiebung der Beschwerden, aufgrund derer Patienten Hilfe suchen.

Im Homeoffice sind die meisten Menschen oft barfuß – was nicht immer optimal ist. (Symbolbild: Getty Images)
Im Homeoffice sind die meisten Menschen oft barfuß – was nicht immer optimal ist. (Symbolbild: Getty Images)

In Beverly Hills ist Bobby Pourziaee als "High Heel Doc" bekannt, womit sein Arbeitsalltag schon ganz gut erklärt ist. Normalerweise wird der Podologe vor allem von Frauen aufgesucht, die ihre Füße regelmäßig in enge, hochhackige Schuhe zwängen und dementsprechende Beschwerden entwickelt haben.

Keine äußeren Zwänge, keine Schuhe

Da glamouröse Events aufgrund der Coronavirus-Pandemie seit Monaten aber nicht stattfinden und sich viele Menschen während der Arbeitszeit im Homeoffice befinden, verzichten sie oft ganz auf Schuhe. Doch auch das Barfußsein birgt laut des Podologen seine Tücken für die Füße, die von der vorübergehenden Freiheit nicht nur profitieren.

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Bei geschlossenen Fitnessstudios ist Barfuß-Workout angesagt

Gegenüber der Onlinezeitung Huffpost sagte Pourziaee, zu ihm kämen inzwischen deutlich weniger Patienten mit Nervenentzündungen und Ermüdungsbrüchen, dafür vermehrt solche mit Sehnenentzündungen und einer sogenannten Plantarfasziitis, die sich durch Schmerzen in der Ferse bemerkbar macht. Der Podologe führt das darauf zurück, dass diese Menschen auch zuhause viel auf den Beinen seien und dort aufgrund von geschlossenen Fitnessstudios auch ihre Workouts durchführen würden - ohne dabei Schuhe zu tragen, die dem Fuß den nötigen Halt verschaffen.

26 Knochen wollen gestützt werden

Menschen, die zuhause viel herumlaufen oder vor dem Computer stehen, sollten seiner Meinung nach Hausschuhe mit einem Fußbett tragen oder zum Beispiel Birkenstocks. Und wer Sport macht, sollte auch in den eigenen vier Wänden die passenden Schuhe anziehen. Nur so könne man die insgesamt 26 Knochen im Fuß ideal stützen.

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Fallen Wege weg, bewegt man sich automatisch weniger

Ein weiteres Problem, das die besonderen Umstände mit sich bringen, sieht der Podologe generell im Bewegungsmangel. Wer nicht mehr zur Arbeit oder zum Sport gehen muss, versumpft schnell daheim. Darum rät Pourziaee zu regelmäßigen Spaziergängen und auch dazu, Beine und Füße gezielt zu dehnen.

Zwei Mal am Tag Dehnen kann Schmerzen vorbeugen

Als einfache Übung empfiehlt er diese: Befestige das eine Ende eines Trainings- oder eines beliebigen anderen Bandes an deinem rechten Fußballen, nimm das andere Ende des Bandes in die rechte Hand, lasse das Bein gestreckt, ziehe es mithilfe des Bands zu dir und halte die Position für 30 Sekunden. Mache dasselbe auf der anderen Seite und wiederhole die Übung drei Mal pro Bein. Der Podologe rät dazu, diese Übung, bei der u.a. die Achillessehne gedehnt wird, nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen durchzuführen.

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