Insekten-Sticks: Darauf müsst ihr achten, wenn ihr Mückenstiche behandelt

Anna Rinderspacher
Freie Journalistin

Eigentlich wäre der Sommer die perfekte Jahreszeit – wenn da nicht diese lästigen kleinen Biester wären, die über uns herfallen und uns von Kopf bis Fuß mit Stichen übersehen. Immerhin: Sogenannte Stichheiler versprechen Abhilfe bei Schwellungen und Juckreiz. Wir verraten euch, wie das angebliche Wundermittel gegen Insektenstiche funktioniert und worauf ihr achten müsst.

Mückenstiche können richtig unangenehm sein (Symbolbild: Getty Images)

Was wäre der Sommer ohne seine lauen Nächte: Bei einem Picknick im Park, einem abendlichen Spaziergang am See oder einem Grillfest mit Freunden auf dem Balkon lässt sich das Leben so richtig genießen. Doch auch die schönsten Erlebnisse haben oft einen Haken: Was tun, wenn man am nächsten Tag von Mückenstichen übersäht ist?

Gels in Form von Kühlpacks aus dem Kühlschrank oder auch Lotionen wie Fenistil versprechen zwar eine Linderung des Juckreizes durch Kühlung, doch dauert diese oftmals nicht lang genug an und muss folglich mehrmals wiederholt werden. Das kann ein Problem sein, denn besonders Menschen mit einem hohen Juckempfinden neigen dazu, sich Stiche blutig zu kratzen und tragen manchmal sogar Narben davon.

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Vielversprechender sind deshalb sogenannte Stichheiler oder Insekten-Sticks, wie die der Marke Bite Away. Sie gehen mit gegensätzlichen Waffen gegen die feuerrote Hügellandschaft auf der Haut vor, nämlich mit Hitze.

Stichheiler wie die von Bite Away versprechen Abhilfe gegen Mückenstiche (Bild: Amazon)

Stichheiler: So funktioniert er

Der Stichheiler wird mit seiner Keramik-Kontaktfläche auf der Einstichstelle angesetzt. Durch das Drücken einer Taste erhitzt sich die Spitze elektrisch auf circa 50 Grad. Die Hitze unterbindet die Ausschüttung des Botenstoffs Histamin, der für allergische Reaktionen wie Schwellungen und eben auch den Juckreiz nach einem Insektenstich verantwortlich ist. Wer die Hitzebehandlung schnell genug nach dem Stich durchführt, kann sich die lästigen Beschwerden also womöglich ganz ersparen.

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Der Stichheiler bedient sich somit der Strategie eines alten Hausmittels, dem heißen Löffel, der auf einen Stich gedrückt wird. Anders als bei der Anwendung mit dem Löffel läuft man bei der Verwendung des Sticks jedoch nicht Gefahr, sich zu verbrennen, denn die Hitze wird kontrolliert abgegeben. Bei Kindern dauert die Anwendung drei Sekunden, bei Erwachsenen sechs.

Der Stichheiler soll nicht nur gegen sämtliche Insektenstiche sondern auch gegen Quallenverbrennungen oder Flohbisse helfen. Er wird mit Hilfe von wieder aufladbaren Akkus betrieben, eine Ladung reicht für etwa 300 Anwendungen.

Zwar kostet das handliche Gerät mehr als ein Kühlgel (rund 30 Euro), doch im Gegenzug zu anderen Medikamenten gegen Mückenstiche hat es kein Verfallsdatum und muss nicht immer wieder neu gekauft werden.