Keine "Inszenierung": Polizei weist Fake-Vorwürfe um Greta Thunberg zurück

Waren die Fotos aus Lützerath von Greta Thunberg in Polizeigewahrsam nur inszeniert? Nein, sagte nun ein Sprecher der Polizei Aachen - und erklärte, wie der Eindruck überhaupt entstehen konnte.

Greta Thunberg (Mitte) war vor wenigen Tagen nach Lützerath gereist, um dort mit anderen Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten zu demonstrieren. Eine Aufnahme der 20-Jährigen in Polizeigewahrsam sorgte im Netz jedoch für Spekulationen. (Bild: 2023 Getty Images/Sean Gallup)
Greta Thunberg (Mitte) war vor wenigen Tagen nach Lützerath gereist, um dort mit anderen Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten zu demonstrieren. (Bild: 2023 Getty Images/Sean Gallup)

Die Polizei Aachen hat dem Vorwurf einer "Inszenierung" mit Greta Thunberg entschieden zurückgewiesen. Zuvor hatten Aufnahmen in den sozialen Medien für Spekulationen gesorgt. Auf den Videoausschnitten war zu sehen, wie Polizisten die Aktivistin festhalten, während Fotografen Bilder von ihr machen.

Polizei: Beamte haben nicht mit Greta Thunberg posiert

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"Wir würden uns nie dafür hergeben, solche Aufnahmen zu stellen", sagte nun der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach gegenüber der "Welt". Die Polizeibeamten seien "nicht die Statisten für die Inszenierung einer Frau Thunberg", so Weinsprach weiter.

Bereits zuvor hatte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch den Anschuldigungen widersprochen. Die aufgenommene Szene sei entstanden, als Thunberg nach den Protesten am Tagebau Garzweiler II sich gemeinsam mit anderen Demonstranten nahe der Abbruchkante des rheinischen Braunkohlereviers positioniert hatte. Dies sei gefährlich und deshalb nicht erlaubt, weshalb die Gruppe kurzzeitig in Gewahrsam genommen worden sei. Um eine Festnahme habe es sich dabei jedoch nicht gehandelt.

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Da es die Pressefreiheit gebiete, anwesende Journalistinnen und Journalisten in einer derartigen Situation Fotos machen zu lassen, könne der Eindruck einer Inszenierung entstanden sein - man habe jedoch weder mit Thunberg posiert, noch sie anders behandelt als andere Aktivistinnen und Aktivisten.

Im Video: Lützerath - Greta Thunberg vorübergehend in Polizeigewahrsam