Kita rät Mutter, Baby „mädchenhafter“ zu kleiden – so kontert sie

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Anstatt ihre Tochter in ein Kleidchen zu stecken, pappten Jessica und Steve Rold ihr eine gemalte Schleife an den Kopf. (Bild: Reddit)

In Dänemark haben Kita-Mitarbeiter einer Mutter geraten, ihr kleines Baby mädchenhafter anzuziehen. Die Mutter kam der Empfehlung auf ziemlich humorvolle Weise nach.

Eigentlich wollte Jessica Rold nur ihren zweijährigen Sohn aus der Kita in Dänemark abholen, als sie von einigen Mitarbeitern auf ihre einmonatige Tochter angesprochen wurde. „Einige der älteren Pädagogen der Kita schlugen meiner Frau vor, dass wir darüber nachdenken sollten, unserem Mädchen mehr Kleider anzuziehen“, berichtet Familienvater Steve Rold der Eltern-Onlineplattform „Babble“. Sie könnten ihrer Tochter doch „Schleifen in ihr Haar binden, sodass die anderen Kinder erkennen könnten, dass sie ein Mädchen ist“, erzählt der Vater weiter.

Eher amüsiert als brüskiert postete Steve Rold daraufhin einen Schnappschuss seines besonders mädchenhaften Töchterchens auf der Plattform „Reddit“ und zeigt, wie er und seine Frau auf den Rat der Kita reagiert haben. Statt das Mädchen komplett in Pink und in ein Kleidchen zu hüllen, zogen die beiden es an wie immer, klebten ihm aber ein simples Post-it mit einer aufgemalten Schleife auf die Stirn. Damit sollte offenbar ausreichend zum Ausdruck gebracht werden, welchen Geschlechts das Mädchen ist.

Mit diesem Bild seiner Tochter brachte Steve Rold eine weitere Gender-Debatte ins Rollen. (Bild: Reddit)

In diesem Aufzug ging es am nächsten Tag erneut zum Abholen des Sohnemannes in die Kita. Wie die Mitarbeiter darauf reagierten, ist unbekannt. Fakt ist hingegen, dass in Folge dieses Posts eine Gender-Debatte im Netz entbrannt ist: um Babys, denen Geschlechter egal sind, Baby-Jungen, die auch Pink tragen dürfen, und Baby-Mädchen, die Jungsklamotten tragen – einfach weil sie, wie auch im Fall der Rolds, aus dem Kleiderschrank des älteren Bruders stammen.