Kopenhagen-Profi MIchael Santos rennt bei Torjubel Polizisten um

Ben Barthmann
Sports Editor

Der FC Kopenhagen hat sich am Donnerstagabend mit einem 3:1-Sieg bei Celtic den Einzug ins Achtelfinale der Europa League gesichert. Bei einem Torjubel kurz vor Ende des Spiels kam es zu einem kuriosen Zwischenfall.

Die Polizisten versuchten, Profis und Fans getrennt zu halten. (Bild: Getty Images)

Pep Biel war in der 85. Minute der Partie der zweite Auswärtstreffer gelungen. Die Dänen lagen damit über zwei Spiele mit 3:2-Toren in Führung und standen mit nur noch wenigen zu spielenden Minuten vor der Qualifikation für das Achtelfinale.

Der Celtic Park war dabei das große Schreckgespenst Kopenhagens gewesen. Die Schotten gelten vor heimischem Publikum als nahezu unbesiegbar und waren in der Vergangenheit unter anderem auch schon zum Stolperstein für Top-Klubs wie den FC Barcelona geworden.

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Santos rennt Polizisten um

Mit einem Auswärtssieg in Glasgow also war nur bedingt zu rechnen. Umso größer die Freude bei Biel und seinem Team, als die Führung gelang. Der Torschütze sprintete hinter das Tor und auf die Tribüne zu. Dabei lief er mitten durch eine Gruppe von Polizisten, die ihn von eben jener Tribüne fernhalten wollten.

Mitspieler Michael Santos hatte es derweil so eilig, in den Jubel einzusteigen, dass er just einen der Polizisten über den Haufen rannte. Dieser hatte Biel kurz zuvor noch etwas signalisiert, ehe die TV-Kamera einfing, wie er vom ankommenden Santos zu Boden gerammt wurde.

Wortgefechte zwischen Spielern und Polizisten

Der Vorfall sorgt noch für einige Wortgefechte zwischen Kopenhagen-Spielern und den Polizisten am Spielfeldrand, die Partie konnte aber ohne große Probleme fortgesetzt werden. Biel und Santos wurden in den Minuten danach vom Platz geholt, um sich für ihre Tore feiern zu lassen.

Offenbar war die Polizei dazu angehalten worden, die Kopenhagen-Profis nicht zu den Fans laufen zu lassen. Das sorgte für Unmut bei den Dänen. Der Schiedsrichter griff nicht in die Situation ein.

Dänischen Medienberichten zufolge hatten sich auch dänische Ordner in den Tumult eingemischt. Einer der Sicherheitsbeauftragten sei deshalb nach der Partie für eine Stunde von schottischen Polizisten festgehalten worden.