Krankenhaus statt Charity: Miss England kehrt als Ärztin an die Corona-Front zurück

Antonia Wallner
·Freie Autorin
·Lesedauer: 1 Min.

Sie ist nicht nur Schönheitskönigin, sondern auch Ärztin: Bhasha Mukherjee, amtierende Miss England, kehrt ihren Charity-Pflichten den Rücken, um in ihrer Heimat England an der Corona-Front zu kämpfen.

Die amtierende Miss England Bhasha Mukherjee. (Bild: Getty Images)
Die amtierende Miss England Bhasha Mukherjee. (Bild: Getty Images)

Bhasha Mukherjee hängte ihr Stethoskop an den Nagel, als sie im Jahr 2019 zur Miss England gekrönt wurde und sogar unter den Finalistinnen der “Miss World”-Wahl war. Seitdem reist die 24-Jährige in der Welt herum, um als Botschafterin für verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen zu arbeiten. Bis sich das Coronavirus auch in ihrem Heimatland ausbreitete.

Rückkehr nach England

Mukherjee, die noch im März in Indien war, bekam Mails von ehemaligen Kollegen, die ihr über die dramatische Lage auf der Insel berichteten. Sie entschied sich, sofort nach England zurückzukehren, um die Ärzte zu unterstützen, die in den Krankenhäusern am Limit arbeiten. Also kontaktierte sie das Management ihres alten Arbeitgebers, das Pilgrim Hospital im britischen Boston, und fragte, ob sie zurückkommen könne. Die Klinik sagte natürlich dankbar zu.

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Die Krone würde sich komisch anfühlen, erzählt die 24-Jährige dem Nachrichtenportal CNN. Selbst für wohltätige Zwecke fühle es sich falsch an, während auf der ganzen Welt Menschen an dem neuen Virus sterben würden.

“Ich wollte einfach nur nach Hause kommen und direkt wieder als Ärztin arbeiten“, sagt sie. “Es gibt für mich keine bessere Zeit, als jetzt eine wahre Miss England zu sein und meinem Land in der Not zu helfen.“

Bis die Schönheitskönigin aber an der Front stehen kann, muss sie sich für zwei Wochen selbst isolieren, um sicherzustellen, dass sie auch wirklich gesund ist.

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