Meghan Markle war in den sozialen Netzwerken sehr präsent – hätte Sie das für sich verwenden sollen?

Die ehemalige Schauspielerin war früher eine aktive Instagram-Nutzerin mit mehr als 1,9 Millionen Abonnenten, sowie 350.000 Followern auf Twitter.

Von Essensschnappschüssen bis hin zu Spiegel-Selfies und Yoga-Posen am Strand – die ehemalige ‚Suits‘-Schauspielerin verwendete ihre Konten, um ihre Fans an ihrem Leben teilhaben zu lassen.

Meghan war früher in den sozialen Netzwerken aktiv (Getty)

Meghan betrieb außerdem ihre eigene Lifestyle-Website namens The Tig, auf der sie ihre Lieblingsspeisen, Reiseziele, sowie Mode- und Schönheitstipps veröffentlichte. Die Seite wurde im April 2017 außer Betrieb genommen und die in L.A. geborene Meghan, 37, hinterließ ihren Fans eine letzte Abschiedsbotschaft, in der unter anderem stand: „Vor allem darfst du nie deinen eigenen Wert vergessen – wie ich immer wieder gesagt habe: du, meine liebste Freundin, du bist gut genug.“

Mit der Ausnahme von Prinzessin Eugenie (und Beatrice, deren Insta-Konto aber privat zu sein scheint) haben keine der älteren Royals ihre eigenen sozialen Netzwerkkonten.

Fotos und Informationen zu ihren Tätigkeiten werden stattdessen über die verschiedenen Kanäle des Palasts veröffentlicht. Kensington Palace (@kensingtonroyal) ist die Abteilung, die Meghan und Harry vertritt, sowie den Herzog und die Herzogin von Cambridge.



Aber viele Leute denken, dass Meghan ihre persönlichen Konten auf den sozialen Netzwerken hätte behalten sollen.

„Ich wollte nicht, dass Meghan die sozialen Netzwerke aufgibt. Ich sagte ihr: ‚Du hast da ein tolles Publikum, warum behältst du [die Konten] nicht einfach?‘“ sagt PR-Experte Dean Piper gegenüber The Royal Box von Yahoo UK.

Seiner Meinung nach haben die Royals heutzutage mehr Freiheiten und mehr Recht auf ein Privatleben.

Er fügt hinzu: „Es wäre ziemlich fortschrittlich gewesen, wenn sie die Konten behalten hätte.“

Während ihrer königlichen Australienreise erzählte die Herzogin von Sussex ihren Fans auf Sydneys Bondi Beach, dass sie es „befreiend“ fände, nicht mehr in den sozialen Netzwerken zu sein.

Es ist in Promi-Kreisen zwar gang und gäbe, jeden Schritt zu dokumentieren, aber laut Anstandsexperten Jo Bryant schaffen die Royals ein gutes Gleichgewicht zwischen öffentlicher Präsenz und der Wahrung des Mythos.

Die Abschiedsbotschaft auf Meghan Markles alter Webseite The Tig (thetig.com).

Harry wurde während eines Interviews letztes Jahr von Newsweek gefragt, ob er sich Sorgen mache, dass zu viel „normal“ die königliche Familie zu vertraut scheinen ließe und das Geheimnis verloren ginge. Er antwortete: „Es ist ein schwieriger Balanceakt.

“Wir wollen den Zauber nicht wegnehmen….die britische Öffentlichkeit und die ganze Welt braucht Institutionen wie uns.“

Die auf das Königshaus spezialisierte Journalistin Camilla Tominey fügt hinzu, dass es sich für die Royals nicht ziemen würde, in ihre eigene Privatsphäre einzubrechen.

Und vergessen wir auch nicht, dass die Royals sich mit dem Einfluss der sozialen Netzwerke auf die psychische Gesundheit befasst haben und dass William Druck auf Unternehmen ausübt, härter gegen Internet-Mobbing vorzugehen. In Anbetracht dieser Tatsachen ist es unwahrscheinlich, dass die Mitglieder des Königshauses bald ihre eigenen persönlichen Konten haben werden.

Danielle Stacey