Minimalistisch, mystisch, aussagekräftig: Das sind die Tattoo-Trends 2018

Nina Baum
·Freie Autorin für Yahoo Style
War ihrer Zeit im letzten Jahr schon voraus: Sängerin Rihanna vereint fast alle aktuellen Tattoo-Trends auf ihrem begnadeten Körper: Underboob-Tattoo, Mandalas an Händen und Fingern sowie ein feiner Schriftzug auf den Schultern (Bild: Jon Kopaloff/Getty Images)
War ihrer Zeit im letzten Jahr schon voraus: Sängerin Rihanna vereint fast alle aktuellen Tattoo-Trends auf ihrem begnadeten Körper: Underboob-Tattoo, Mandalas an Händen und Fingern sowie ein feiner Schriftzug auf den Schultern (Bild: Jon Kopaloff/Getty Images)

Ein Tattoo unter der Haut ist Körperschmuck für immer – und darum sollte jeder Interessierte sich genauestens vom Profi beraten lassen und prüfen, was er sich da stechen lässt. An den neuesten Trends können sich Fans aber natürlich trotzdem orientieren. In diesem Jahr gibt es zahlreiche unterschiedliche Techniken, Motive und zu verschönernde Körperstellen, die bei den Fans der heißen Nadel gefragter sind als je zuvor.

Finger-Tattoos

Fangen wir gleich mit dem umstrittensten Trend an, denn Besucher eines Tattoo-Studios werden feststellen: Viele Tätowierer weigern sich, auf den Fingern zu stechen. Das hat mehrere Gründe: Die Tattoo-Farbe lässt sich eher schlecht unter die dünne Haut bringen und das Ergebnis nach der Heilung ist nur schwer absehbar. Die Gefahr von unschönen „Blow-outs“, also Tinte, die zu tief unter die Haut gestochen wurde und darunter verschwimmt, ist sehr hoch. Dieser Trend ist nichts für Anfänger, sagt auch Max Langendorf, Shop-Manager des Tattoostudios „Bläckfisk Tattoo Co.“ in Berlin-Kreuzberg: „Das machen wir nur bei Kunden, die auch schon stärker tätowiert sind. Das sieht frisch gestochen immer super aus, aber die Heilung ist eine ganz andere Geschichte.“

"More Life" by @tonyuntouchable

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„Mehr Leben“ von @tonyuntouchable”

„Wusstet Ihr, dass @petterydmarktattoo sehr gut mit feinen Nadeln sticht? Checkt seine Arbeiten aus oder kommt vorbei.“

Line Work

Geometrische Formen wie Kreise, Rechtecke oder auch Mandalas sind 2018 ebenfalls extrem trendy. „Line Work, also Motive ohne Schattierung und ohne Farbe, die halbfertig aussehen, sind in diesem Jahr überall“, bestätigt auch Max Langendorf. Mit diesen zarten Schwarz-Weiß-Tattoos lässt sich außerdem ein weiterer Trend kombinieren: Weltraummotive, egal ob Sternbilder, Planeten oder kleine Raketen. In diesem Jahr wird es kosmisch.

Eveything is connected, Love is everything. 💫✨🏔💌

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„Alles ist verbunden, Liebe ist alles.“

„Mehr (Welt-)Raum“

Eine Unterkategorie des Line Work sind die sogenannten Single-Line-Tattoos. Aus einer fortlaufenden Linie entstehen filigrane Bilder, besonders beliebt bei den Kunden sind Tiermotive oder Gesichter.

#moganji #singleline

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Underboob-Tattoos

Rihanna hat es vorgemacht, jetzt trauen sich mehr und mehr Frauen, es dem Star gleichzutun. Wie die Künstler von West 4 aus New York gegenüber der britischen Zeitung „The Independent“ bestätigten, werden Tattoos unterhalb der Brust in diesem Jahr so häufig angefragt wie nie.

Mandala Sternum tattoo🍀, bee 🐝 and 👩🏻 🐋 by @mjtattooing

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„Mandala Tattoo“

Schriftzüge

Die absoluten Dauerbrenner unter den Tattoos sind Schriftzüge. Das Besondere in diesem Jahr: Die Worte sind extrem filigran geschrieben.

“Life really is a journey and a gift.” By @tattoobyxxmj

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„Das Leben ist eine Reise und ein Geschenk.“

Full Sleeves

Im Gegensatz dazu stehen aber auch nach wie vor die sogenannten Full Sleeves, also der komplett zutätowierte Arm, der sich wie ein Ärmel aus Kunst über den Arm legt.

„Sleeve in Arbeit von Daniel“

„Dieser Sleeve geht noch weiter, je mehr feingliedrige Muster, desto besser.“

Blackout-Tattoos

Das Full-Sleeve-Tattoo wird noch getoppt! Bei einem Blackout-Tattoo wird eine Körperstelle großflächig tiefschwarz tätowiert. Diese Methode wird von vielen genutzt, um ungeliebte Fails komplett zu überstechen. Aber ein solches Tattoo sollte besonders gut durchdacht sein. Durch die Intensität der Farbe ist es nicht möglich, das Blackout-Tattoo weglasern zu lassen.

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„Hier entsteht ein Cover-up“