Nach 17 Jahren: Beste Freundinnen finden heraus, dass sie Schwestern sind

Sie lernen sich in der sechsten Klasse kennen, werden beste Freundinnen, sind bis heute unzertrennlich. Ihre Partner sind Brüder, ihre Kinder kommen zeitgleich zur Welt, sie machen sich beide selbstständig. Jetzt wissen sie, sie haben noch viel mehr gemein.

Die beiden Frauen sind beste Freundinnen, seit der sechsten Klasse - das war vor 17 Jahren. Jetzt haben sie erfahren: Sie sind noch viel mehr. Foto: Symbolbild / gettyimages / Klaus Vedfelt

“Ihr beide könntet Schwester sein!” Wie oft haben die beiden Frauen Ashley Thomas, sie ist heute 31 Jahre alt, und Toya Wimberly, 29 Jahre, diesen Satz gehört. Kennengelernt haben sich vor 17 Jahren. Sie gingen damals auf die gleiche Schule. Seither sind sie unzertrennlich und beste Freundinnen. Jetzt haben sie laut dem Regionalsender WPVI-TV aus Philadelphia, im US-Bundesstaat Pennsylvania gelegen, herausgefunden: Sie sind tatsächlich viel mehr als das. Sie sind Halb-Schwestern.

Ein Foto auf Facebook löst eine Kettenreaktion aus

Ashley wusste seit 15 Jahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher ist. Jetzt weiß sie: Sie kannte ihren leiblichen Vater genauso lange und ist auch mit ihm befreundet: Toyas Vater, Kenneth Wimberly. Der sagte im Interview mit dem Online-Medium Newsweek diese Woche, die Neuigkeiten hätten “gemischte Gefühle” bei ihm ausgelöst: „Einerseits fühle ich mich verletzt, andererseits bin ich glücklich, dass diese hübsche und erfolgreiche junge Frau meine Tochter ist.“

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So kam die Verwandtschaft ans Licht: Es begann mit der Verlobung Toyas und einem Foto ihres Vaters Kenneth, das nach der Feier auf Facebook landete. Darauf erkannte ihn eine Freundin von Ashleys Mutter wieder und erinnerte sich, dass sie vor Jahrzehnte viel Zeit gemeinsam verbracht hätten.  Ashleys Mutter und ihre Freundin, die nicht namentlich in dem Artikel von Newsweek erwähnt wird, kontaktierten daraufhin Kenneth. Zusammen verbanden sie die Anhaltspunkte zu einem Bild und entschlossen sich zu einem DNS-Test. Der brachte nun Gewissheit: Kenneth Wimberly ist nicht nur der Vater von Toya, sondern auch von Ashley.

Die Neuigkeiten bringen große Emotionen mit sich

Kenneth sagt über Ashley: “Sie war ebenfalls immer wie eine Tochter für mich.” Und auch Toya spürte schon immer eine tiefe Verbindung zu ihrer besten Freundin. Sie sagt zum Familienzuwachs: “Mein Vater schrieb mir: ‚Ashley ist deine Schwester.‘ Da habe ich sofort angefangen zu weinen.”

Ashley, die das Wissen um ihre Vergangenheit jetzt wohl erstmal neu ordnen muss: „Er war mein ganzes Leben so nah, ich habe aber nicht gedacht, er könnte mein Vater sein.“

Die Ähnlichkeit – sie war immer da

Obwohl die beiden Frauen lange nichts von ihrer Verwandtschaft wussten, wuchsen sie gemeinsam auf und achteten aufeinander, wie es Geschwister zu tun pflegen. Auf Facebook schreibt Toya über diese Jahre: “In all der Zeit haben wir so oft gehört, dass wir wie Schwestern aussehen würden. Und jedes Mal haben wir geantwortet, dass wir nur beste Freundinnen seien. Jetzt aber kommt die Wahrheit ans Licht: Wir sind tatsächlich blutsverwandt.” Deshalb seien sie sich auch so ähnlich, ähnelten sich zudem äußerlich und seien unzertrennlich seit der sechsten Klasse.

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Gemeinsamkeiten haben die beiden Frauen viele: Laut WPVI-TV sind beide Frauen selbstständige Unternehmerinnen. Ashley eröffnet bald hat ihr eigenes Haarstudio, Toya führt ein Transport-Unternehmen für Kinder und Jugendliche. Dazu sehen sie sich sehr ähnlich, sie wurden außerdem gleichzeitig schwanger und die Väter ihrer Kinder sind auch noch Brüder.

“Das ist so unglaublich!”

All diese Parallelen fasst auch Ashley in einem Beitrag auf Facebook zusammen. Sie schreibt: “Das ist alles so unglaublich. Unsere Kinder wachsen gemeinsam auf, unsere Unternehmen ebenfalls. Ich hätte nicht in einer Million Jahre damit gerechnet, dass meine kleine Schwester die ganze Zeit an meiner Seite war.”

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