Nie wieder Tränen beim Zwiebelschneiden: Mit diesen Tipps gelingt's

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

Wer wird denn da gleich weinen? Zwiebelschneiden geht auch ohne Tränenvergießen - mit diesen Tipps.

Schon beim Anblick tränen die Augen? Dann fix weiterlesen und beim Zwiebelschneiden nie wieder weinen müssen (Bild: Getty Images)

Schon clever, wie die Evolution die Zwiebel davor schützen will, verspeist zu werden. Als Schutzmechanismus setzt das Lauchgemüse zwei Stoffe frei - die schwefelhaltige Aminosäure Alliin und das Enzym Alliinase - um Fressfeinde wie Mäuse und Menschen fernzuhalten. Treffen die beiden Stoffe aufeinander, passiert es nämlich: Uns tränen bitterlich die Augen.

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Verschiedene Tipps und Hausmitte kursieren, damit das Zwiebelschneiden nicht mehr auf die Tränendrüse drückt. Von extra-scharfen Messern (reduziert die Dämpfe, lässt sie aber nicht verschwinden) über Nase zuhalten (nur mit welcher Hand?) bis Schluck Wasser im Mund (echt jetzt?) sind einige davon eher gut gemeint als gut geeignet. Was wirklich hilft, erfahrt ihr hier.

Dunstabzugshaube an

Am besten lässt man die reizenden Dämpfe gar nicht erst an die Augen gelangen. Wer eine gut ausgestattete Küche hat, kann die Zwiebel beispielsweise unter der angeschalteten Dunstabzugshaube schneiden. Alternativ kannst du am geöffneten Fenster bei Durchzug arbeiten, was jedoch den Geruch unter Umständen in der Wohnung verteilt.

Taucherbrille auf

Guten Schutz vor den Zwiebeldämpfen bietet außerdem eine Schutzbrille oder alternativ eine Taucherbrille. Das sieht zwar nicht sonderlich schick aus, verhindert jedoch garantiert, dass die Stoffe in die Augen gelangen.

(Warmes) Wasser marsch

Du hast weder eine Dunstabzugshaube in der Küche noch willst du beim Kochabend mit Freunden allzu bescheuert aussehen? Dann solltest du dich eher darauf konzentrieren, dass beim Schälen und Schneiden gar nicht erst zu viele Zwiebelsäfte freigegeben werden.

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Oft wird geraten, die Zwiebel im Wasserbad zu schälen. Doch die brennenden Stoffe werden vor allem dann freigesetzt, wenn die Zwiebel angeschnitten wird. Effektiver ist es also, die Zwiebel zu halbieren und dann unter warmes Wasser zu halten. Das entfernt einen erheblichen Teil der Säfte gleich vorweg, und wer flink schneidet, übersteht den Rest der Prozedur tränenfrei. Ein angenehmer Nebeneffekt: Die Zwiebelschale löst sich durch das warme Wasser viel leichter.

Brettchen nass

Viele schwören auch darauf, die halbierte Zwiebel vor dem Schneiden in kaltes Wasser einzulegen. Und tatsächlich kann das verhindern, dass das Enzym sich zu sehr entfalten kann. Ein wenig leidet darunter unter Umständen das Aroma, wer seine Zwiebel jedoch milder mag, fährt damit goldrichtig.

Wer sein Gemüse gar nicht übermäßig wässern will, kann stattdessen das Schneidebrett unter Wasser halten. Die Feuchtigkeit auf dem Brettchen bindet die freiwerdenden Stoffe der Zwiebel und verhindert, dass sich die stechenden Dämpfe bilden.

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