Obamas Basketball-Sneaker aus Verkauf von Sotheby's genommen

Johannes Giesler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Eigentlich sollten die Turnschuhe, die eigens für den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama designt wurden, vom Auktionshaus Sotheby‘s zum Festpreis von 25.000 US-Dollar angeboten werden. Doch nur wenige Stunden vor Verkaufsstart ist der Artikel nicht mehr vorhanden.

Barack Obama hat auf High School selbst erfolgreich Basketball gespielt. Foto: AP Photo / Alex Brandon
Barack Obama hat auf High School selbst erfolgreich Basketball gespielt. (Foto: AP Photo / Alex Brandon)

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama ist bekennender Sneakerhead, also ein Turnschuhliebhaber, und Basketball-Fan. Lange vor seiner politischen Karriere spielte er in der High School sogar selbst. Und das erfolgreich: Im Jahr 1979 gewann sein Team die Staatsmeisterschaft von Hawaii.

30 Jahre später, kurz nach seiner Amtseinführung 2009, hat der Sportartikelhersteller Nike deshalb ein einzigartiges Paar Basketballschuhe für Obama kreiert und ihm geschenkt.

Festpreis lag über 20.000 Euro

Das Paar war aber kein Unikat: Nike hatte noch ein zweites identisches Paar in Obamas US-Größe 12,5, das entspricht den EU-Maßen 46,5, hergestellt. Als Musterexemplar. Es wurde nie getragen, auch nicht von Obama, und befindet sich deshalb in makellosem Zustand. Dieses Musterexemplar hätte eigentlich diese Woche verkauft werden sollen – zum Preis von 25.000 US-Dollar (umgerechnet rund 20.500 Euro).

Das präsidiale Siegel auf der Zunge

Dafür angesetzt war Freitag, der 12. Februar. Sogar die Uhrzeit stand schon fest: 16.44 Uhr, Eastern Standard Time. Vermutlich war der Zeitpunkt eine Anspielung darauf, dass Obama der 44. Präsident in der Geschichte der USA war.

Beauftragt mit dem Verkauf war das traditionsreiche Auktionshaus Sotheby’s. Dabei sollten die Schuhe nicht versteigert, sondern zu dem genannten Festpreis auf der Online-Plattform von Sotheby’s angeboten werden.

Dort findet sich auch noch ein Foto der Schuhe. Das zeigt einige der maßangefertigten Merkmale des präsidialen Sondermodells, zunächst in der Farbgebung: Die ist in den US-Nationalfarben gehalten, weiße Schuhe, rote Akzente und ein blauer Nike-Swoosh. Auf der Zunge ist außerdem das präsidiale Siegel Obamas angebracht. Die Seite ziert, zu Ehren seiner Präsidentschaft, die Nummer 44.

Auf der Schuh-Innenseite werden die Details fortgeführt: Dort ist das US-Wappentier aufgebracht, ein Seeadler, und dazu die Jahreszahl des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs 1776.

Vom Verkauf zurückgezogen

Der Schuh wurde aber nicht von Grund auf neu designt. Als Basis diente das Hyperdunk-Model „United We Rise“, das Nike im Jahr 2008 anlässlich der Olympischen Spiele in Peking für das Basketballteam der USA entworfen hatte.

Doch das schmälerte den Hype um den Verkauft nicht. Zahlreiche Medien berichteten in den vergangenen Tagen, darunter Forbes. Seit Freitag allerdings ist auf der Angebotsseite von Sotheby’s kein Preis mehr zu finden und auch die anderen Informationen zu den Schuhen wurden entfernt, stattdessen ist da jetzt der Zusatz zu finden: „Der Artikel wurde vom Verkauf zurückgezogen.“

Vielleicht bald trotzdem auf dem Resale-Markt

Weder Sotheby’s noch Nike haben dazu bislang eine Erklärung herausgegeben. Vielleicht steht ein*e Käufer*in aber auch bereits fest, wenn auch inoffiziell. Dann würde sich nur noch die Frage stellen, ob die Schuhe eine private Sammlung ergänzen oder bald auf dem freien Resale-Markt auftauchen.

Um eine preisliche Größenordnung zu nennen für freie Auktionen von Sneaker-Unikaten: Vergangenes Jahr wurden die allerersten „Air Jordan’s“, getragen von Basketball-Legende Michael Jordan selbst, versteigert. Ergebnis: 615.000 US-Dollar, rund 520.000 Euro.

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