Proteste gegen gestiegene Preise: Bulgarien entlastet Verbraucher

SOFIA (dpa-AFX) - Bulgariens Regierung hat angesichts von Protesten ein Paket zur Entlastung von Verbrauchern wegen der gestiegenen Preise infolge des Ukraine-Kriegs beschlossen. Damit sollen Unternehmer, sozial Schwache, junge Familien mit Kindern und Rentner unterstützt werden, wie Regierungschef Kiril Petkow am Mittwoch vor der Presse erläuterte. Das Paket des ärmsten EU-Landes soll sich auf umgerechnet etwa zwei Milliarden Lewa (rund 1 Mrd. Euro) belaufen.

Ungeachtet der angekündigten Maßnahmen protestierten Spediteure und andere Branchen mit Blockaden in und um Sofia sowie an anderen Orten gegen die schnell gestiegenen Preise. Die Spediteure fordern unter anderem, dass der verpflichtende Zusatz von Biodiesel abgeschafft und die Verbrauchssteuer halbiert werden soll. Die Inflation in Bulgarien stieg im April amtlichen Angaben zufolge auf 14,4 Prozent im Vergleich zu April 2021.

Ab 1. Juli soll nach den Plänen der Regierung etwa die Mehrwertsteuer auf Brot entfallen, zudem sollen das Kindergeld und die Renten erhöht werden. Die günstigsten Sorten Benzin und Diesel sollen um umgerechnet 0,13 Euro pro Liter billiger werden - wie das praktisch gehen soll, war vorerst unklar. Zudem soll die Mehrwertsteuer bei zentralem Heizen und Warmwasserbezug von jetzt 20 auf 9 Prozent fallen.

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