Räume kühlen ohne Klimaanlage: So geht's

·Freie Autorin

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Der Sommer ist da und verwandelt jedes Zimmer langsam aber sicher in eine Sauna. Wie kann man seine Räume auch ohne Klimaanlage kühlen? Die besten Tipps.

Im Sommer kann es in der Wohnung ganz schön heiß werden - doch man kann die Räume auch ohne Klimaanlage kühlen (Symbolbild: Getty Images)
Im Sommer kann es in der Wohnung ganz schön heiß werden - doch man kann die Räume auch ohne Klimaanlage kühlen (Symbolbild: Getty Images)

Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Diese berühmten Zeilen von Rudi Carell hat die österreichische Sängerin Resi Reiner in ihrem Lied "Richtig Sommer" neu interpretiert - sie wünscht sich nämlich keine durchgehende Sonne von Juni bis September, ohne Nässe und kühle Unterbrechung, sondern einen Sommer, in dem es mal nicht so "subsaharisch heiß ist" und man nicht in einer überhitzten Wohnung zerfließt.

Am Wetter draußen können wir - zumindest kurzfristig - nichts ändern, wohl aber an den Temperaturen in der Wohnung. Und damit sich das Klima nicht immer weiter erwärmt und für noch extremere Sommer sorgt, sollte das am besten ohne stromfressende Klimaanlage geschehen. Wie das geht? Hier die besten Tipps für eine kühle Wohnung - ganz ohne Klimaanlage.

Räume kühlen: Fenster auf oder Fenster zu?

Wichtig ist zunächst richtiges Lüften, weswegen manche Leute den ganzen Tag das Fenster offen oder zumindest gekippt lassen, um für kühle Räume zu sorgen - zur Not bei geschlossenem Rollladen. Doch wer bei Hitze das Fenster öffnet, und das bei noch so viel Durchzug, lässt heiße Luft herein.

Die Wohnung mit einer Wasserflasche kühlen - funktioniert das?

Als Grundregel kannst du dir merken: Sobald die Sonne durch die Fenster scheint, sollten sie geschlossen bleiben. Stattdessen solltest du frühmorgens oder spätabends durchlüften und lässt tagsüber Rollos und Vorhänge zu, bei ebenso geschlossenem Fenster. Idealerweise machst du die Fenster erst dann auf, wenn es draußen spürbar kühler ist und sorgst gegebenenfalls nachts für Durchzug.

Verdunstungskälte nutzen durch feuchte Handtücher

Das ist spätestens dann nicht mehr möglich, wenn die von Resi Reiner besungene "subsaharische Hitze" auch nachts nicht mehr nachlässt. So mancher stellt nun gerne einen Ventilator auf. Hat ein Raum sich erst ordentlich erhitzt nützen die alleine jedoch nichts mehr, denn sie kühlen die Luft nicht ab, sondern pusten die heiße Luft nur durch den Raum.

Tatsächlich abkühlen kannst du die Wohnung mit einem altbewährten Trick: Indem du feuchte Handtücher oder Laken vor den Fenstern - oder eben einem Ventilator - aufhängst, machst du dir die Verdunstungskälte zunutze. Denn beim Trockenvorgang wird der Umgebungsluft Wärme entzogen.

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Achtung: Zugleich erhöht sich immer auch die Luftfeuchtigkeit im Raum. Bei Wohnungen, in denen Schimmelgefahr besteht, sollte der Handtuch-Trick nur sporadisch eingesetzt werden. Und gründliches Lüften - wenn es draußen wieder kühler ist! - ist hierbei ebenfalls Pflicht.

Dunkelheit zu schaffen und die Verdunstungskälte eines feuchten Handtuchs nutzen kann helfen, Räume abzukühlen (Symbolbild: Getty Images)
Dunkelheit zu schaffen und die Verdunstungskälte eines feuchten Handtuchs nutzen kann helfen, Räume abzukühlen (Symbolbild: Getty Images)

Räume kühlen, indem man sie verdunkelt

Sonderlich freundlich ist ein dunkles Zimmer vielleicht nicht - aber deutlich kühler. Zumindest wenn du gerade nicht zuhause bist, solltest du nach Möglichkeit alle Rollos und Vorhänge schließen und auf diese Weise die Sonne aussperren. Wenn du aus dem Homeoffice arbeitest, ist es ratsam, zumindest die Sonnenseiten abzudunkeln.

Ideal sind spezielle Rollos mit Sonnen- oder Wärmebeschichtung, doch jeder Lichtschutz hilft - und wenn es nur ein aus Gardinenstange und Handtuch improvisierter Vorhang ist. Denn je ungebremster die Sonne durchs Fenster scheinen kann, desto schneller und mehr erhitzt sich der Raum.

Zimmer kühlen: Elektrogeräte abschalten

Wer im Homeoffice arbeitet, kann freilich seinen Computer oder Laptop nicht einfach ausschalten. Doch jedes Elektrogerät ist eine potentielle Wärmequelle - auch im Standby-Modus. Nach der Nutzung solltest du Computer, Fernseher und Co. also immer komplett abschalten. Ladegeräte solltest du aus der Steckdose ziehen - dabei wirst du merken, wie sehr sich der Adapter erhitzt hat und wie viel Hitze er also auch an das Zimmer abgibt.

Übrigens: Solltest du bei besonders großer Hitze versucht sein, dich minutenlang vor dem geöffneten Kühlschrank abzukühlen - lass es lieber: Der Motor läuft danach auf Hochtouren, um die Kühle im Innenraum wieder herzustellen und gibt dabei wiederum Wärme an den Raum ab.

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