Rezo in Rage: YouTuber kritisiert deutsche Corona-Politik

teleschau
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"Rezo zerstört Corona-Politik": Der YouTuber Rezo übt erneut harsche Kritik an vielen Politikern. (Bild: Screenshot YouTube / Renzo)
"Rezo zerstört Corona-Politik": Der YouTuber Rezo übt erneut harsche Kritik an vielen Politikern. (Bild: Screenshot YouTube / Renzo)

"Nicht handeln ist das Schlimmste": In seinem neusten Video schießt YouTuber Rezo gegen die deutsche Corona-Politik. Viele Unionspolitiker bekommen angesichts der jüngsten Maskenaffäre ihr Fett weg. 

Der Titel ist eindeutig: "Rezo zerstört Corona-Politik" heißt das jüngste Video des YouTube-Stars, das der 28-Jährige am Ostermontag auf seinem Kanal veröffentlichte. In rund 13 Minuten kritisiert Rezo darin unter anderem das Krisenmanagement der Bundesregierung in der Corona-Pandemie und erhebt Korruptionsvorwürfe gegen einige Unionspolitiker. Bereits am Dienstagmorgen hatte das Video knapp 150.000 Aufrufe.

"Die Leute haben verstanden: Das ist eine wichtige Sache", stellt Rezo zu Beginn seines Videos klar. Er fährt fort: "Das ist die größte Krise in diesem Land, da muss es Einschränkungen geben." "Nicht so geil" sei dann gewesen, dass "es von Anfang nicht passiert ist, dass ein konkretes mittel- bis langfristiges Ziel aus der Politik mal wirklich gesetzt wurde". Die Maskenpflicht, so der gebürtige Wuppertaler, sei etwa viel zu spät eingeführt worden, denn unzählige Wissenschaftler wie auch Prominente hätten bereits Wochen vor der Einführung dazu aufgerufen, Masken zu tragen.

"Wie krass wir alle deren Job besser machen könnten"

Das "Krasseste" seien in Rezos Augen jedoch die vielen Korruptionsfälle - wie die jüngste Maskenaffäre der Union: Die betroffenen Politiker, beklagt der YouTuber, hätten das politische System ausgenutzt, um "Geld in die eigene Tasche zu tun". Das sei kein Lobbyismus, sondern Korruption.

Auch Innenminister Horst Seehofer wird in dem Video harsch kritisiert: Seine Aussage, warum er sich nicht mit Astrazeneca impfen lassen wolle, sei "mehr als kindisch". so Rezo. Der 71-Jährige hatte diese Haltung damit begründet, dass er sich nicht "bevormunden" lassen wolle. Dieses Verhalten, urteilte Rezo nun, sei in einer Pandemie "menschenfeindlich".

Ohnehin redete sich Rezo im Hinblick auf die Union heftig in Rage: "Wie krass wir alle deren Job besser machen könnten als die", holte er aus. Besonders schlimm sei auch die Ausnutzung der schwierigen wirtschaftliche Lage vieler Menschen: Anhand des Beispiels des Autobauers Daimler, der im vergangenen Jahr dank Kurzarbeitergeldes 700 Millionen Euro eingespart, dann aber 50 Prozent mehr Dividenden ausgeschüttet hatte, erklärte Rezo: "Die Superreichen werden noch reicher. Wovon? Direkt von den Steuergeldern."

"Nicht handeln ist das Schlimmste"

Zuletzt kritisierte Rezo die Wissenschaftsfeindlichkeit vieler Politiker: Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer etwa hätten das Virus unterschätzt. Doch auch CDU-Chef Armin Laschet verhalte sich falsch, wenn er behaupte, es habe Hoffnung gegeben, dass die Ansteckungszahlen bei wärmerem Wetter im Frühling sinken würden: "Und wir erleben im Moment genau das Gegenteil", erklärt Rezo. "Die Modellierungen waren eindeutig. Niemand hatte die Hoffnung, dass im Frühling, wenn es ein bisschen wärmer wird, das plötzlich dann weggeht."

Die Politik, so resümiert er, gehe mit den Erkenntnissen der Wissenschaft "respektlos" um, denn: "Nicht handeln ist das Schlimmste", so Rezo. Dies gelte nicht nur für die derzeitige Pandemie, sondern auch für jede andere Krise: "Und da kommen einige auf uns zu in den nächsten Jahrzehnten." Deshalb wendet sich Rezo am Ende des Videos direkt an die Politiker, indem er betont: "Kindergarten ist vorbei". Die Politiker sollten endlich erwachsen werden oder sich aus der Politik zurückziehen.

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