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Rolf Zuckowski: Das Leben inspiriert zu Liedern

Rolf Zuckowski ( 75) gehört zu den erfolgreichsten Liedermachern Deutschlands und das liegt daran, dass er nicht nur für Kinder Songs geschrieben hat, die mitten aus dem Leben gegriffen wurden. Der Anstoß kam hier von seiner ältesten Tochter Anuschka, die 1971 geboren wurde.

Nicht lebensecht

Der Hamburger hörte sich nämlich die Songs an, die seine Kleine da trällerte. "Anuschka hatte so eine kleine Lieder­fibel", erzählte der Musiker im Gespräch mit der 'Apotheken-Umschau'. “Dieses Buch hat sie irgendwann komplett durchgesungen. Aber mir ist eines Tages aufgefallen, dass diese Lieder, so schön sie auch waren, ­eigentlich gar nichts mit ihrem Leben zu tun hatten." Da traf es sich doch gut, dass ihr Papa ein Komponist war und ihr gleich mal andere Songs präsentieren konnte. Lieder wie 'Und ganz doll mich' gefielen nicht nur seiner Tochter und der Grundstein als erfolgreichster Kinderliedermacher war gelegt.

Rolf Zuckowski erzählt von seinen Erfahrungen als Vater

Anuschka hat noch zwei jüngere Brüder, aber ihr Vater gibt schon zu, dass sie es war, die hinter seinen damaligen Songs steckte. "Anuschka war als Älteste immer diejenige, die als Erste eine neue Tür aufgestoßen hat. In ganz vielen Liedern geht es um kleine Erfahrungen und große Gedanken, die ich als Vater hatte." Die hat er nicht allein und der Norddeutsche bekommt nach eigenen Angaben bei Konzerten immer wieder gesagt, wie lebensecht seine Songs sind und wie viel sie den Menschen bedeuten.

Der Produzent geht auch weiterhin mit offenen Augen durch die Welt und Einiges, was er heute sieht, gefällt ihm nicht. Da seien aber besonders die Eltern gefragt, die als Vorbild dienen. "Problematisch finde ich oft das Überangebot an Unterhaltung, die raffinierten Handyspiele, die ganzen Möglichkeiten, sich abzulenken", monierte er Star gegenüber der 'Augsburger Allgemeinen'. "Aber gerade in diesem Bereich denke ich, dass wir Erwachsenen selbst in den Spiegel schauen sollten. Wir leben den Kindern vieles vor, und gerade unsere Rastlosigkeit und Zappeligkeit ist nichts, wo wir mit gutem Beispiel vorangehen", befand Rolf Zuckowski.

Bild: Axel Heimken/picture-alliance/Cover Images