Rotlichtlampen helfen nicht nur bei Erkältung – dafür kannst du sie noch einsetzen

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Infrarotes Licht regt die Durchblutung an und hilft, Schmerzen zu lindern. (Bild: Getty Images)

Rotlichtlampen können bei verschiedenen Beschwerden helfen. Lies hier, wann Rotlicht nützlich ist und wie du es richtig anwendest.

Oft kündigt ein Kribbeln im Hals eine Erkältung an. Bald wird der Kopf schwer und die Glieder beginnen zu schmerzen. Hustenreiz und Schnupfnase komplementieren die Reihe lästiger Symptome, die statistisch gesehen jeder Erwachsener zweimal im Jahr durchleidet. Ein beliebtes Hausmittel ist die Rotlichtlampe. Ihre wärmenden Strahlen sollen die Beschwerden lindern.

Die Wirkung des Rotlichts rührt von dessen besonderem Frequenzspektrum her. Die IR-A-Strahlung, die den heilungsfördernden Effekt hat, ist dabei gar nicht sichtbar. Ihre Strahlen durchdringen die oberste Hautschicht und erwärmen die betreffende Körperstelle. Die Wärme sorgt für eine bessere Durchblutung, was auch den Abtransport von schadhaften Stoffen begünstigt. Der bessere Blutfluss hilft auch bei Kopfschmerzen, die Wärme kann schleimlösend wirken. Somit ist die Rotlichtlampe eine gute Ergänzung zu Erkältungsmitteln. Auch bei Bronchitis und Entzündung der Nasennebenhöhlen hilft die Wärmebehandlung mit Infrarotlicht.

IR-A-Strahlung kann bei vielen Beschwerden helfen

Prinzipiell wirken die wärmenden Strahlen einer Rotlichtlampe entspannend und schmerzlindernd. So hilft die Bestrahlung bei Muskel- und Gelenkschmerzen und dabei, Verspannungen zu lösen. Als Vorbereitung für Massagen kann die Rotlichtlampe die entsprechenden Muskelpartien entspannen und zu einem besseren Ergebnis führen. Auch bei Verstauchungen und chronischen Rückenschmerzen ist der lindernde Effekt des Rotlichts bewiesen.

Die durchblutungsfördernde Strahlung des Rotlichts wird auch im Kosmetikbereich eingesetzt. (Bild: Getty Images)

Sogar Allergien und verschiedene Hautkrankheiten werden mit IR-A-Strahlung behandelt. Außerdem kommt Rotlicht bei bestimmten neurologischen Beschwerden und Schwächen des Immunsystems zur Anwendung. Für solch fortgeschrittene Behandlungen ist es allerdings besser, sich an einen Arzt zu wenden, da für derartige Therapien andere Geräte zum Einsatz kommen als die handelsüblichen Rotlichtlampen, deren Strahlung weniger intensiv ist.

Welche Nebenwirkungen kann Rotlicht haben?

Bei Anwendungen mit handelsüblichen Rotlichtlampen ist nicht mit schwerwiegenden Nebenwirkungen zu rechnen. Jedoch sollte eine Anwendung nicht länger als 30 Minuten am Tag erfolgen und zum Schutz der Augen wird eine Schutzbrille empfohlen. Außerdem ist zu beachten, dass die Glühbirne sehr heiß wird; der in der Packungsbeilage angegebene Mindestabstand zur Lampe ist daher unbedingt zu beachten. Ferner sollten Kinder niemals mit den Lampen alleingelassen werden!