Schädlicher Käse: Diese Sorten sind nicht zu empfehlen

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Nicht jeder Käse ist gesund: Worauf man beim Einkauf achten sollte (Bild: Getty Images/Philippe Desnerck)

Käse ist nicht automatisch gesund oder ungesund. Tatsächlich gilt es, ein paar Dinge über Käse zu wissen, um zu den gesunden Sorten zu greifen und die chemischen zu vermeiden. Die folgenden Käsesorten bleiben besser im Regal. 

Scheiblettenkäse

Scheiblettenkäse ist eigentlich kein richtiger Käse und sollte sich auf keinem gesunden Speiseplan befinden. Wer ihn bislang aufgrund seiner langen Haltbarkeit als Notfallsnack in Toast geschätzt hat, sollte umdenken: Die darin enthaltenen künstlichen Phosphate, die dem Scheiblettenkäse seine weiche Konsistenz geben, sind nicht gut für die Gesundheit.

Natürliches Phosphat bildet die mineralische Basis für viele Stoffwechselvorgänge sowie für Zähne und Knochen und kommt vor allem in Fleisch, Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Es ist natürlich und gesund und wird vom Körper in der Menge behalten, die für ihn nützlich ist. Künstliches Phosphat kann sogar gegenteilige und damit gesundheitsschädigende Auswirkungen haben. Denn anders als natürliche Phosphate, die der Körper etwa zur Hälfte ausscheidet, sind künstliche Phosphate frei löslich, weshalb sie der Körper vollständig aufnimmt. Dadurch gelangen sie zu den Innenwänden der menschlichen Blutgefäße, die sie verändern und so das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöhen.

Es erhöht zum Beispiel das Osteoporose-Risiko, durch das die Knochen brüchig werden. Wer an einer Nierenkrankheit leidet, sollte sich von Phosphat ebenfalls fernhalten, da es dann nicht mehr über den Urin ausgeschieden werden kann. In Lebensmitteln sind künstliche Phosphate oft als Schmelzsalze, Stabilisatoren oder Konservierungsstoffe gekennzeichnet. Weil das für den Konsumenten sehr unübersichtlich ist, fordern Mediziner regelmäßig, dass Phosphate besser gekennzeichnet werden sollen. Im Alltag könnte sich Scheiblettenkäse etwa auf Burgern in Fast-Food-Lokalen verstecken, sowie auf Toast und häufig auch als Schmelzkäse auf Ofengerichten.

Fettreduzierter Käse

Fettreduzierter Käse konnte lange davon profitieren, dass Käse mit hohem Fettgehalt als ungesund galt, weil er den Cholesterinspiegel erhöht, was wiederum zu Herzerkrankungen und Schlaganfällen führen kann. Dementsprechend groß war die Nachfrage nach vermeintlich gesünderen Alternativen. Aber auch fettarmer Käse stellt sich als gesundheitsschädigend heraus. Forscher der Universität Dublin fanden in einer Studie an 1.500 Personen heraus, dass das Essen von fettreduzierten Milchprodukten zu einem höheren Kohlenhydratekonsum und einem höheren Cholesterinspiegel führt.

Viele vermeintlich leichte Alternativen zu fetten Produkten ersetzen den Fettanteil schlicht mit Ersatzstoffen oder Zucker. Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger, weswegen Light-Produkte viel an Geschmack verlieren, deshalb werden Zucker oder Süßstoffe eingesetzt, die nicht gesünder sind für den Körper.

Natriumreduzierter Käse

Natriumreduzierter Käse ist vor allem in den USA weit verbreitet. Natriumarme Ernährung wird manchmal angewandt, um hohen Blutdruck zu senken oder das Entstehen von Ödemen im Vorhinein zu verhindern. Natrium ist an sich gesund und wird vom Körper auch benötigt, kann bei bestimmten Krankheiten aber zu einer Verschlimmerung führen. Bei natriumarmer Ernährung wird auf den Konsum von möglichst wenig Salz geachtet. Auch hier gilt aber: Bei industriell gefertigter Nahrung wird eine weggelassene Zutat für gewöhnlich mit Zusatzstoffen ersetzt. Auf natriumarmen Käse trifft daher dasselbe zu wie auf fett- oder zuckerreduzierte Lebensmittel insgesamt: Besser zum Original greifen und weniger davon essen.

Frischkäse

Frischkäse gilt als gesund, wird aber auch in unzähligen Geschmacksrichtungen zum Verkauf angeboten, die ihn de facto zu einer Süßspeise machen. Gerade dann, wenn der Fettanteil des Produkts als gering beworben wird, sind oft Unmengen an Zucker oder Süßstoffen enthalten. Um eine cremige Konsistenz zu erlangen, werden außerdem oft Zusatzstoffe gebraucht, von denen viele als gesundheitsschädigend gelten.