Russen in die Flucht geschlagen? Schlangeninsel wieder von Ukraine kontrolliert

Die strategisch wichtige Schlangeninsel ist wieder unter ukrainischer Kontrolle.

Russland erklärte, die russischen Truppen hätten sich als "Geste des guten Willens" zurückgezogen. Nach ukrainischen Angaben sind die Russen aber von der seit Kriegsbeginn umkämpften Insel geflohen. Wer die Schlangeninsel kontrolliert, kontrolliert den Seezugang zu Odessa - und die Ausfuhr des Getreides.

Der Sprecher der russischen Verteidigungsministeriums in Moskau erklärte, die russische Föderation bemühe sich um einen Korridor für den Transport von landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine. Durch den Rückzug von der Schlangeninsel könne sich Kiew nicht mehr darauf berufen, dass Russland den nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres komplett kontrolliere.

Doch auf Satellitenaufnahmen des US-Unternehmens Maxar ist aufsteigender Rauch zu sehen.

Im Internet feierten ukrainische Politiker die Rückeroberung der Schlangeninsel, die seit dem Untergang des russischen Kriegsschiffs Moskwa hohe Symbolkraft hat.

Der britische Regierungschef Boris Johnson sagte auf dem Nato-Gipfel in Madrid:

"Wenn Sie einen Beweis für die erstaunliche Fähigkeit der Ukrainer suchen, sich zu wehren, Widrigkeiten zu überwinden und die Russen zurückzudrängen, dann sehen Sie sich an, was gerade auf der Schlangeninsel geschehen ist, wo Russland erneut Boden abgeben musste. Am Ende wird es sich für Putin als unmöglich erweisen, ein Land unter Kontrolle zu halten, das seine Herrschaft nicht akzeptieren will."

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