Studie zeigt: Auch zu viel Schlaf kann zu gesundheitlichen Problemen führen

Forscher haben beobachtet, dass auch zu viel Schlaf zu Übergewicht und anderen gesundheitlichen Problemen führen könnte. (Bild: Getty Images)

Vor allem am Wochenende streben viele danach, sich einmal richtig auszuschlafen. Zehn Stunden Schlaf können dem Körper allerdings unter Umständen mehr schaden als nützen – genau wie zu wenig Schlaf.

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche oder einer durchfeierten Nacht sehnen wir uns nach einer guten Portion Schlaf, um wieder fit zu werden und Kraft zu tanken. Forscher des Korea University College of Medicine in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul konnten in einer groß angelegten Studie allerdings beobachten, dass zu viel und auch zu wenig Schlaf sich ähnlich negativ auf unseren Körper auswirken könnten.

Das Forscherteam hat Daten von insgesamt 133.608 Männern und Frauen zwischen 40 und 69 Jahren analysiert. Die Teilnehmer wurden dabei anhand ihrer Schlafgewohnheiten in vier Kategorien eingeteilt: weniger als sechs Stunden, zwischen sechs und acht Stunden, zwischen acht und zehn Stunden und mehr als zehn Stunden Schlaf.

Die Analyse der Informationen, die im Rahmen einer neunjährigen Gesundheitsstudie in Südkorea gesammelt wurden, ergab: Gerade Frauen, die dazu tendieren, durchschnittlich mehr als zehn Stunden zu schlafen, neigten zu zusätzlichen Fettanlagerungen an den Hüften. Zudem waren männliche und weibliche Teilnehmer dieser Kategorie deutlich anfälliger für das sogenannte „metabolische Syndrom“, bei dem Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Insulinresistenz zu den Risikofaktoren gehören.

Ähnlich verhält es sich bei zu wenig Schlaf: Frauen sowie Männer neigen dazu, mehr Fett an Bauch und Hüften anzulagern, wenn sie regelmäßig weniger als sechs Stunden schlafen. Männer entwickeln bei zu wenig Schlaf vermehrt die typischen Symptome des metabolischen Syndroms.

Ideal scheint der Studie zufolge ein täglicher Schlaf von etwa acht Stunden – verglichen mit den übrigen drei Schlafkategorien zeigten sich die jeweiligen Teilnehmer dieser Gruppe als gesünder.

Die Autoren der Studie, die im „BMC Public Health“-Journal veröffentlicht worden ist, legten allerdings Wert darauf, zu betonen, dass die Studie alleine keinen Schluss auf einen Kausalzusammenhang zulässt. Die Ergebnisse können aber einen Anstoß für weitere Studien in diese Richtung geben.