Styling-Irrtümer: Was optisch aufträgt und was nicht

Früher hieß es in Sachen Curvy Mode: kaschieren, kaschieren, kaschieren. Dunkle, weite Kleidung war also angesagt. Doch ist das wirklich immer vorteilhafter?

Was steht Curvy Frauen? Viele vermeintliche Styling-Regeln sind hierbei vollkommen überholt (Symbolbild: Getty Images)
Was steht Curvy Frauen? Viele vermeintliche Styling-Regeln sind hierbei vollkommen überholt (Symbolbild: Getty Images)

Bloß keine Querstreifen, überhaupt lieber keine Muster, und nach Möglichkeit kaschierendes Schwarz tragen: Die Liste der Styling-Regeln, die einst für Plus-Size-Figurtypen aufgestellt wurden, ist lang. Heute gilt die Devise: Jeder soll das tragen, worin er oder sie sich wohlfühlt!

Doch mit dem Wohlfühlen ist das so eine Sache. Man will aus seinem (Figur-)Typ schließlich das Beste herausholen - das gilt für Größe 36 ebenso wie für 46. Sieht eine Curvy-Frau mit schwarzen Hosen also wirklich besser aus als mit gemusterten? Wir räumen mit einigen Styling-Irrtümern auf.

Styling-Irrtum 1: Je weiter, desto besser

"Der häufigste Fehler ist, ausschließlich darauf zu setzen, zu kaschieren. Wenn der Fokus ist, möglichst schlanker auszusehen oder sich zu verstecken, sieht man das dem Outfit an und es kann weder modisch, trendy oder Ausdruck der Persönlichkeit sein", sagte Modeprofi Miyabi Kawai der "Brigitte". Der Versuch, Hüften und Bauch unter weiten Sack-Kleidern oder XXL-Pullovern unsichtbar machen zu wollen, geht also nicht selten nach hinten los.

Wer sagt, dass man seine Kurven nicht mit eng anliegender Kleidung perfekt in Szene setzen kann? Es kommt hier auf die richtige Passform, den richtigen Schnitt und vorteilhafte Details wie Raffungen oder Accessoires wie ein cooler Gürtel an. Mode-Bloggerin Jeanette demonstriert das auf ihrem Instagram-Account Curvywelt ideal.

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Styling-Irrtum 2: Auf bunte Farben lieber verzichten

Das heißt zwar nicht, dass Schwarz verboten ist. Doch die alte Mär, dass übergewichtige Frauen lieber keine hellen Farben tragen sollen, weil diese auftragen, ist längst überholt. "Das Gegenüber sieht einem All Black Look die Unsicherheit an", erklärte Kawai der "Brigitte" weiter.

Wer sich wirklich nur in Schwarz wohlfühlt, soll sich nicht beirren lassen und den Look selbstbewusst tragen. Doch nur wegen der Figur auf starke oder helle Farben zu verzichten, wäre schade. Bloggerin Jeanette zeigt, wie toll man mit Kurven die Pantone-Trendfarbe 2023, Magenta, stylen kann.

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Styling-Irrtum 3: Lieber einfarbig statt Muster

Ebenso sind Muster für alle Figurtypen erlaubt und können auch an Curvy Frauen schmeichelnd wirken. Entscheidend ist, wie man es stylt. Ein wilder Mustermix kann schnell überladen wirken - dies gilt für schlanke ebenso wie für Plus-Size-Frauen. Lieber also ein Statement-Teil mit schlichteren Basics kombinieren - und dann darf man auch die schwarzen Leggings gegen gemusterte eintauschen, wie Curvywelt demonstriert.

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Irrtum 4: Querstreifen tragen auf

Längsstreifen mögen ein wenig strecken, doch wie eine wandelnde optische Täuschung will man auch nicht herumlaufen. Zudem stimmt es nicht, dass Querstreifen einen automatisch dicker aussehen lassen, als man ist. Entscheidend ist hier die Beschaffenheit der Musterung und vor allem die Passform des Kleidungsstücks. Ein enger Pulli mit dichtem Horizontalmuster ist womöglich weniger vorteilhaft als ein locker fallendes Kleid mit gestreiften Farbakzenten.

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Irrtum 5: Keine kurzen Röcke

Eine Mode-Regel, mit der wir nicht aufräumen wollen, lautet: Setze deine Vorzüge in Szene! Curvy-Frauen mit toller Taille setzen gerne auf Gürtel oder enge Kleider. Wer sein Dekolleté betonen will, trägt auch mal einen tieferen Ausschnitt. Und wer seine Beine mag, soll sie ruhig zeigen - unabhängig vom Gewicht.

Model Loralyee zeigt sich auf ihrem Instagram-Account immer wieder mit kurzen Kleidern, Röcken und Hosen und sieht dabei immer toll aus.

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Video: Neuer Modetrend: Kleidung mieten statt kaufen