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Meine Urgroßmutter war Super-Agerin und wurde 115 Jahre alt – das sind ihre Ratschläge für ein langes Leben

(Links) Yumi Yamamoto mit ihrer Urgroßmutter Shigeyo Nakachi, der zweitältesten lebenden Person in Japan zum Zeitpunkt ihres Todes im Jahr 2021. (rechts)Und mit Shitsui Hakoishi, dem ältesten aktiven Friseur der Welt. - Copyright: Yumi Yamamoto/ LongeviQuest
(Links) Yumi Yamamoto mit ihrer Urgroßmutter Shigeyo Nakachi, der zweitältesten lebenden Person in Japan zum Zeitpunkt ihres Todes im Jahr 2021. (rechts)Und mit Shitsui Hakoishi, dem ältesten aktiven Friseur der Welt. - Copyright: Yumi Yamamoto/ LongeviQuest

Yumi Yamamoto ist Forschungsleiterin bei "LongeviQuest". Die Organisation stellt das Alter der ältesten Menschen der Welt fest und sammelt ihre Geschichten. Yamamoto ist außerdem die Urenkelin von Shigeyo Nakachi, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Jahr 2021 der zweitälteste lebende Mensch in Japan war.

Yamamoto hat viele Ratschläge für ein langes, gesundes Leben von ihrer Urgroßmutter und aus dem täglichen Gespräch mit japanischen Super-Agern gesammelt. Einige ihrer besten Tipps hat sie mit Business Insider (BI) geteilt.

1. Bleibt bei euren Gewohnheiten

BI hat bereits über einige der gesunden Gewohnheiten der ältesten Menschen der Welt berichtet, darunter Bewegung ins tägliche Leben einbauen und die Gemeinschaft vor Arbeit priorisieren.

Yamamoto sagt, dass die meisten Hundertjährigen und Super-Ager, die sie getroffen hat, dazu neigen, dieselben Lebensgewohnheiten über längere Zeiträume hinweg beizubehalten.

Es sei die Beständigkeit der Gewohnheiten, die dazu beiträgt, die Lebenserwartung zu verlängern. "Ob das nun bedeutet, dass man nach dem 100. Lebensjahr in irgendeiner Form weiterarbeitet, jeden Tag ein Glas Sake trinkt oder drei- oder viermal am Tag die Treppe hinaufgeht."

2. Seid diszipliniert

Eine gute Selbstdisziplin hilft. Yamamoto sagt, dass dies ein wichtiger Teil des Lebens ihrer Urgroßmutter war. "Meine Urgroßmutter war sehr diszipliniert und sehr streng mit sich selbst. Ich denke, dass ihr sehr geordneter, sehr reglementierter Lebensstil zu ihrer Langlebigkeit beigetragen haben könnte."

Sie sagt auch, dass sich diese Disziplin auf die Ess- und Schlafgewohnheiten vieler Super-Agers auswirkt. "Was mir aufgefallen ist, ist, dass sie sehr diszipliniert und sogar streng zu sich selbst sind, was die Reglementierung ihres Lebensstils angeht. Sie übertreiben nichts, und das gilt nicht nur für Essen und Trinken, sondern auch dafür, nicht die ganze Nacht aufzubleiben", sagt sie.

3. Tut alles in Maßen

Obwohl sie sehr diszipliniert sind, gönnen sich die japanischen Super-Ager laut Yamamoto durchaus etwas. Nur eben auf kontrollierte Weise.

Während wir "Normalsterblichen" vielleicht nicht in der Lage sind, einem ganzen Schokoriegel zu widerstehen, würden Super-Ager niemals eine ganze Tafel essen. Dabei hilft die japanische Praxis des "hara hachi bu", ein Sprichwort, das die Menschen anweist, nur so viel zu essen, bis sie zu 80 Prozent satt sind.

Aber: Japanische Super-Ager zwingen sich zu nichts. "Es geht darum, beides zu haben: Gleichgewicht und Routine im Leben", so Yamamoto.

Ihre Urgroßmutter zum Beispiel war zwar in anderen Bereichen des Lebens sehr diszipliniert, weigerte sich aber, Lebensmittel zu essen, die sie nicht mochte. Sie hasste Fisch, Milch, Joghurt und Molkereiprodukte. Also aß sie diese Lebensmittel auch nicht, sagt Yamamoto.

4. Baut Stress ab

Der letzte Ratschlag, den Yamamoto gibt, ist etwas, das viele Super-Ager raten: Stresst euch nicht. Yamamoto sagt: "Erlaubt euch nicht, euch in einer Umgebung aufzuhalten, die zu stressig oder überwältigend ist."

Super-Ager versuchen, "einen ausgeglichenen Geisteszustand aufrechtzuerhalten und gelassen und würdevoll zu bleiben, manchmal trotz der Dinge, die um sie herum passieren."

Den Originalartikel lest ihr hier.