Warum stehen Eier im Supermarkt nicht im Kühlregal?

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Eier verfügen über eine natürliche Schutzschicht, die 12 Tage lang erhalten bleibt. (Bild: Getty Images)

In den meisten Haushalten findet man rohe Eier wohl vor allem an einem Ort: im Kühlschrank. Dabei werden sie im Supermarkt stets ohne Kühlung gelagert. Und wer genau auf das Etikett schaut, stellt fest, dass dort eine Kühlung erst ab einem bestimmten Datum gefordert wird.

Eier verfügen über eine natürliche Schutzschicht, die noch zwölf Tage nach dem Legen für Haltbarkeit sorgt. In diesem Zeitraum können Eier dementsprechend problemlos ohne Kühlung aufbewahrt werden. Lysozym hält Erreger von der Schale fern. Durch die sogenannte Cuticula können Bakterien zudem nicht in das Innere gelangen. Die Schutzschicht auf der Schale kann allerdings durch Waschen oder kleine Beschädigungen zerstört werden – deshalb sollten Eier besonders dann im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn nicht klar ist, wo sie bisher lagerten.

Eier sind wertvolle Nährstofflieferanten. (Bild: Getty Images)

Salmonellen können sich auf der Schale befinden

Zur Lagerung bewahrt man Eier am besten mit dem spitzen Ende nach unten auf. Im Inneren befindet sich eine Luftkammer, die durch diese Lagerungsform nach oben wandert und dort zu einer längeren Haltbarkeit beiträgt. Wird das Ei andersherum aufbewahrt, kann die Luftblase aufsteigen und die Eihaut beschädigen, was das Eindringen von Keimen ermöglicht.

Feinschmecker sollten zudem aufpassen, neben welchen Lebensmitteln sie die Eier aufbewahren: Weil Eier fremde Gerüche annehmen können, sollten stark riechende Nahrungsmittel nur gut verpackt im Kühlschrank landen. Direkter Kontakt von Eiern und anderen Lebensmitteln ist ohnehin tabu: Auf der Schale können sich Salmonellen befinden. Deshalb ist auch ein gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit der Eierschale unentbehrlich.

Für pochierte Eier sollte zu frischen Eiern gegriffen werden. (Bild: Getty Images)

Frischetest nach MHD-Ablauf

Nach dem Legen sind Eier mindestens 28 Tage lang haltbar, dürfen aber nur in den ersten 21 Tagen verkauft werden. Viele Menschen verzehren Eier aber auch noch nach den vier Wochen: Wie Focus.de schreibt, kann die Frische eines Eis ermittelt werden, indem man es in ein mit Wasser gefülltes Gefäß gibt. Das Ei ist noch gut, wenn es zu Boden sinkt. Richtet es sich auf, sollte es gut erhitzt werden. Schwimmt es an der Wasseroberfläche, landet das Ei am besten im Müll.

Eier sind auf dem Speiseplan nicht zu unterschätzen: Sie bringen wertvolle Nährstoffe mit sich. Neben einer Portion hochwertigem Eiweiß stecken Vitamin A, B und K, gut verdauliche Energie sowie Cholin und Lecithin im Ei. Letztere Stoffe sind wichtig für den Aufbau von Zellwänden. Je länger die Eier nach dem Kauf gelagert werden, desto mehr Vitamine gehen verloren.