Was ist nervöser Hautausschlag und was kann man dagegen tun?

Die meisten Menschen erleben täglich Stress, was sich auf verschiedene Arten zeigen kann. [Foto: Getty]

Angststörungen zeigen sich auf unterschiedliche Weise – und entgegen der allgemeinen Ansicht sind die Symptome nicht immer nur psychisch.

Laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS können Kribbeln, Mundtrockenheit und starkes Schwitzen als körperliche Symptome auftreten.

Wenn du zu den Tausenden von Menschen gehörst, die wie ich sind, kann es außerdem sein, dass sich deine Nervosität in Form eines pickligen Ausschlages zeigt. Dieser kündigt dir an, dass Panik im Anmarsch ist. Als ob es dir nicht schon bewusst genug wäre.

Aber warum reagieren manche Körper auf diese Weise und was können wir dagegen tun?

Warum habe ich einen nervösen Ausschlag?

Nervöser Ausschlag wird oft auch als Stress-Ausschlag oder hektische Flecken bezeichnet. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Reaktion unseres Immunsystems, das gegen die Angst angeht, erklärt Fortunata Oleszkiewicz, Klinikleiterin der dermatologischen Klinik Koha.

„Wenn wir Stress ausgesetzt sind, produziert unser Körper Kortisol – das für Angriff oder Flucht zuständige Hormon. Als wir noch auf die Jagd gehen mussten, um satt zu werden, war das sehr nützlich, aber seitdem wir sicher in Supermärkten einkaufen können, hat es seinen Nutzen verloren.“

„Wenn man für einen längeren Zeitraum Stress ausgesetzt ist, kann es zu einer Kortisol-Überdosis im Körper kommen, was langfristig zu Angststörungen und Hautreizungen führen kann – zum Beispiel in Form von Ausschlägen oder Nesselsucht.“

Wenn der Körper spürt, dass das Kortisol im Körper ansteigt, reagiert er überwiegend physiologisch. Er schüttet Histamine aus, um gegen die Angst anzugehen.

Danke Körper, aber das wäre wirklich nicht nötig gewesen.

Wie unterscheidet man ihn von einem anderen Ausschlag?

Er sieht aus wie jeder andere Ausschlag. Allerdings geht der nervöse Ausschlag mit bekannten psychologischen Angstgefühlen einher, die ihn meist direkt verraten.

Bei mir sieht er fast genauso aus wie ein Hitzeausschlag. Bei anderen wiederum brechen juckende Pickel aus. Es kann auch nur einen Teil der Haut betreffen.

Es gibt keine Faustregel, wie ein Ausschlag aussehen oder nicht aussehen sollte. Wenn du dir unsicher bist oder neben deinem Ausschlag noch andere Symptome auftreten, solltest du deinem Hausarzt einen Besuch abstatten.

Was kann ich tun, um meinen Stress-Ausschlag zu lindern?

„Bei Hautproblemen, die durch chronischen Stress verursacht werden, ist es eine gute Methode, Antihistamine einzunehmen, die in jeder Apotheke erhältlich sind. Diese wirken verlässlich gegen Juckreiz und Schmerzen“, erklärt Dr. Rikin von ZO Skin Health UK.

Es macht Sinn, oder? Wenn dein Körper zu viele Histamine produziert, sollte man diese schnell wieder abbauen.

„Gegen Juckreiz können auch kalte Umschläge auf der Haut helfen. Bei starkem Schwitzen ist es am besten, lockere Kleidung zu tragen, damit die Haut nicht noch weiter gereizt wird.“

Hausmittel

Für die Behandlung von Hautproblemen erfreuen sich Hausmittel immer größerer Beliebtheit. Allerdings solltest du immer erst mit deinem Hausarzt Rücksprache halten, bevor du etwas Neues ausprobierst.

Es ist wichtig, die richtigen natürlichen Inhaltsstoffe zu wählen, da das Problem ansonsten noch schlimmer werden könnte.

Dr. Rikin rät zu Aloe Vera (was besonders für seine heilende Wirkung bekannt ist, wenn man zu lange in der Sonne war) oder zu einem Bad in Haferflocken.

Letztendlich ist die Reaktion der Haut Teil eines größeren Problems. Selbst wenn du es schaffst, die Hautkomponente deiner Angst unter Kontrolle zu halten, solltest du unbedingt nach Wegen suchen, wie du deine Nervosität im Allgemeinen lindern kannst.

Caroline Allen