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Wie man die Zahnbürste keimfrei hält

Zwar befreit die Zahnbürste Mund und Rachen von Speiseresten und Bakterien, wird dabei aber häufig selbst zum wahren Magneten für Keime. Darauf solltest du bei der Reinigung und Lagerung achten!

Zahnbürsten können sich zur wahren Keimschleuder entwickeln (Symbolbild: Getty Images)
Zahnbürsten können sich zur wahren Keimschleuder entwickeln (Symbolbild: Getty Images)

Wer immer brav die Zähne putzt – dazu gehören natürlich auch der Rachenraum und die Zunge – sorgt dafür, dass Bakterien keine Chance haben. Doch manche Keime nutzen die Zahnbürste als Zwischenstation und landen auch gerne wieder im Mund.

Allein schon die Tatsache, dass die Zahnbürste nach dem Zähneputzen schön feucht wird, bietet Mikroorganismen einen ausgezeichneten Nährboden. Wie der SWR 2020 bei Laboruntersuchungen von Handzahnbürsten und Bürstenköpfen von elektrischen Zahnbürsten herausfand, befinden sich darauf jede Menge auf Keime und Bakterien.

Eine Million Keime auf einer Zahnbürste

Dabei entdeckte das Labor etwa eine Million Mikroorganismen pro Bürste, auf zwei Bürsten sogar über 100 Millionen. Zum Teil waren die Kontaminationen ausreichend, um beim Benutzer eine Infektion auszulösen. "Auf der Zahnbürste finden wir, über den Daumen gerechnet, etwa eine Million Keime. Das ist so viel wie auf einem feuchten Handtuch, auf einem Waschlappen oder vielleicht auf einem Spüllappen“, sagte Prof. Dr. Dirk Bockmühl, Mikrobiologe gegenüber dem Sender. Nicht besonders appetitlich: Auch Fäkalkeime konnten auf den Zahnbürsten nachgewiesen werden.

Speisereste, die in der Zahnbürste zurückbleiben, sind wiederum attraktiv für Schimmel, der über Sporen in der Luft auf die Bürste kommt. Dass die Zahnbürste immer wieder mit Wasser in Kontakt kommt, begünstigt die Pilze nur.

So bleibt die Zahnbürste möglichst keimfrei

Wer sicherstellen möchte, dass sich keine Keime beim nächsten Zähneputzen in den Mund verirren, sollten die Zahnbürste immer gründlich reinigen und sorgfältig trocknen lassen. Laut Oekotest.de solltest du dafür die Bürste am besten aufrecht hinstellen oder mit einem sauberen Tuch abtrocknen. Denn wo keine Grundlage für Mikroorganismen ist, können sie sich auch nicht ansiedeln.

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Um zu garantieren, dass die Zahnbürste genug Zeit zum Trocknen hat, bis du sie wieder benutzt, kannst du auch zwei Zahnbürsten im Wechsel benutzen – eine morgens, eine abends. Ganz wichtig: Du solltest deine Zahnbürste oder den Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste spätestens nach drei Monaten austauschen.

Wer krank ist, sollte noch mehr auf Hygiene achten

Du hattest gerade eine Erkältung oder einen Magen-Darm-Virus? Dann sorge am besten dafür, dass deine Zahnbürste im Anschluss an die Erkrankung in den Müll wandert. Denn die Gefahr ist groß, dass du dich mit den angesammelten Krankheitskeimen auf der Zahnbürste erneut anstecken könntest.

Doch wie steht es eigentlich mit heißem Wasser oder Mundspülungen? Die müssten Keimen doch den Garaus machen, oder nicht? Von wegen! Laut SWR sind sie nicht besonders effektiv. Und auch die Schutzkappe für die Borsten tut mehr schlecht als recht, weil sie dafür sorgt, dass die Zahnbürste langsamer trocknet und sich Bakterien schneller breitmachen können.

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Wenn Bambuszahnbürsten gut für die Umwelt sind, müssen sie es doch auch für die Zähne sein? Leider nein. Dem SWR zufolge sind sie wahre Keimschleudern und begünstigen Schimmel sogar, weil sie unterhalb der Borsten über mehr Hohlräume verfügen sollen als Kunststoffbürsten. Und was sagen die Hersteller dazu? Die wiesen die Vorwürfe gegenüber dem Sender zurück.

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