Wie man mit Marie Kondo auch sein Privatleben aufräumen kann

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Einen kleinen Messie trägt ja irgendwie jeder in sich und wer dann nicht weiß, ob er das längst zu knappe Sommerkleid oder die Flasche voller Sand aus dem letzten Urlaub wirklich noch braucht, findet Rat bei ihr: Marie Kondo, die als Aufräum-Expertin längst Berühmtheit erlangt hat. Dabei lässt sich mit ihrem Leitsatz viel mehr Klarheit schaffen, als ein gut sortierter Kleiderschrank je bieten könnte.

Mit ihren Tipps rund um das Aufräumen und Aussortieren hat Marie Kondo Berühmtheit erlangt. (Bild: Getty Images)

Wer Marie Kondo aus ihrem Buch „Magic Cleaning“ oder der Netflix-Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“ kennt, hat ihr Hauptmantra längst verinnerlicht. Demnach sollte man sich von allem trennen, was man erstens nicht wirklich braucht und von dem man zweitens nicht sagen würde, dass es einen glücklich macht.

Das Prinzip Kondo funktioniert auch bei Menschen

Horter und Sammler stellt das schon bei vergleichsweise wenig emotionalen Dingen wie Haushaltsgeräten, Klamotten oder Souvenirs auf eine harte Probe, und doch steckt in Marie Kondos Leitsatz viel mehr, als man zwischen Küche und Keller auf den ersten Blick ahnen würde: Was bei Gegenständen funktioniert, kann durchaus auch bei Menschen ratsam sein.

Ordnung hat seinen Preis: So teuer ist Aufräumen mit Marie Kondo wirklich

Die Online-Dating-Plattform Plenty of Fish ist als erste auf den Trichter gekommen, die Weisheiten der Japanerin auch auf zwischenmenschliche Kontakte anzuwenden. Konkret bedeutet das: Alle Menschen, die einen nicht happy machen, sondern eher herunterziehen, sollte man aus seinem Leben streichen. Anders als bei langjährigen Freunden oder innerhalb der Familie geht das gerade beim Daten zumindest theoretisch relativ einfach. Man ist zu nichts verpflichtet und kann tun, was immer man tun will.

Ein klarer Schlussstrich eröffnet neue Perspektiven

In der Praxis gestaltet sich das dann oft trotzdem schwieriger, weil man auch nach tage- oder wochenlanger Funkstille nach dem letzten Date die Hoffnung noch nicht aufgeben mag oder denkt, man könnte seinen Schwarm doch noch so hinbiegen, dass es passt.

Marie Kondo: Diesen Fehler machen die meisten beim Einräumen

Doch gerade das ist es, was manche Menschen emotional gefangenhält, für die es besser wäre, sie würden einen Schlussstrich ziehen und sich bereit für etwas Neues machen.

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