Werbung

Wohnen im Flieger: 8 der coolsten Flugzeughäuser der Welt

Alte Flugzeuge, die zu spektakulären Bleiben umfunktioniert wurden

<p>privatejetvilla / Instagram</p>

privatejetvilla / Instagram

Während der Coronapandemie musterten viele Fluggesellschaften ihre Maschinen aus Kostengründen auf dem „Flugzeugfriedhof“ aus. Doch einige unternehmerische Tüftler erkannten das Potenzial der alten Flieger und verwandelten sie in einmalige Unterkünfte. Hier haben wir einige der coolsten Flugzeughäuser der Welt in Bildern zusammengestellt. Treten Sie ein... (Alle Fremdwährungen in Euro umgerechnet.)

Adaptiert von Barbara Geier und Sandra Schröpfer

Flugschule im alten Frachtflugzeug in Alaska, USA

<p>Jon Kotwicki</p>

Jon Kotwicki

Nach seinem Umzug von Florida nach Alaska hatte der Fluglehrer Jon Kotwicki die verrückte Idee, in einem umgebauten Frachtflugzeug eine Flugschule zu eröffnen. 2022 kaufte er dafür nach sechs Monaten Suche eine alte Douglas DC-6 aus dem Jahr 1956.

Sein ursprünglicher Plan sah vor, in dem umgebauten Flugzeug zu unterrichten und auf dem Gelände separate Unterkünfte zum Übernachten anzubieten: „Dann habe ich mir aber überlegt, dass es doch viel cooler wäre, wenn meine Schüler auch im Flugzeug schlafen könnten“, so der Fluglehrer in einem Interview mit der Nachrichten-Website „Business Insider“. Außerdem hatte er die clevere Idee, sein Wohnflugzeug außerhalb der Betriebszeiten der Flugschule als originelles Airbnb zu vermarkten.

Flugschule im alten Frachtflugzeug in Alaska, USA

<p>Jon Kotwicki / Airbnb</p>

Jon Kotwicki / Airbnb

Die Douglas DC-6 war ursprünglich für den Fracht- und Treibstofftransport in Alaska genutzt worden. Nach dem Kauf stand Kotwicki als frisch gebackener Flugzeugbesitzer zunächst vor der Herausforderung, seine Maschine zu sich nach Hause zu transportieren – bei Ausmaßen von 31 Meter Länge und 35 Meter Breite nicht ganz einfach.

Gemeinsam mit seiner Partnerin Stephanie Blanchard und einem Freund machte sich der Fluglehrer zum Standort der Maschine in Fairbanks auf, wo das Trio begann, das Flugzeug für den Transport auseinanderzunehmen und alle Flügel zu entfernen. Dafür benötigten sie insgesamt vier 16-Stunden-Tage.

Flugschule im alten Frachtflugzeug in Alaska, USA

<p>Jon Kotwicki / Airbnb</p>

Jon Kotwicki / Airbnb

Mithilfe von Kränen und Gabelstaplern wurden die Einzelteile auf separate Anhänger verladen und in ihre neue Heimat am Standort der Flugschule im 560 Kilometer entfernten Wasilla gebracht. Dort musste dann alles Stück für Stück wieder zusammengebaut werden. Kosten für den Kauf und Transport der Maschine: rund 91.000 Euro.

Als Nächstes stand der eigentliche Umbau der Maschine auf dem Programm, den sich der umtriebige Fluglehrer zunächst recht einfach vorgestellt hatte, da Flugzeuge – ähnlich wie Häuser – Wände haben und komplett luftdicht sind. Letztendlich wurde es komplizierter als gedacht und dauerte fünf Monate.

Flugschule im alten Frachtflugzeug in Alaska, USA

<p>Jon Kotwicki / Airbnb</p>

Jon Kotwicki / Airbnb

Der Aluminimumrahmen stellte beispielsweise eine Herausforderung dar. Kotiwicki und seine Partnerin mussten Wege finden, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten, die Feuchtigkeit und Kondensation im Flugzeuginneren zu kontrollieren und eine Heizung zu integrieren.

Mit dem Ergebnis der vielen Arbeit ist das Flugzeugumbauer-Team sehr zufrieden: „Unser Flugzeug ist besser geworden, als ich es mir je vorgestellt habe“, freut sich Kotwicki.

Flugschule im alten Frachtflugzeug in Alaska, USA

<p>Jon Kotwicki / Airbnb</p>

Jon Kotwicki / Airbnb

Im Flugzeuginneren entstanden auf rund 60 Quadratmetern eine voll ausgestattete Küche, zwei gemütliche Schlafzimmer und ein Bad. Eine Tragfläche wurde sogar zu einer Terrasse zum Grillen umfunktioniert!

Insgesamt bietet das Flugzeug Platz für sechs Personen, die in den zwei Schlafzimmern sowie auf einem Schlafsofa im Wohnzimmer übernachten können. Originalbestandteile wurden umfunktioniert, wie z. B. die kleine Kaffeeküche hinter dem Cockpit. Auch die nach oben schwingenden Notausstiegstüren des Flugzeugs gibt es noch und die Waschküche ziert ein alter Propeller. Für die Flugschüler, die aus ganz Amerika anreisen, ist die Unterkunft ein absolutes Highlight!

Auf diesem YouTube-Kanal können Sie sich das Ganze genauer anschauen. Kotwicki vermietet das umgebaute Flugzeug inzwischen auch als Airbnb für – je nach Saison – 180 Euro bis 640 Euro pro Nacht.

Jumbo Stay Hotel in Stockholm, Schweden

<p>Jumbo Stay</p>

Jumbo Stay

Dieses Hotel direkt am Stockholmer Flughafen Arlanda war einst ein Jumbojet vom Typ Boeing 747, der 1976 ausgemustert und zuletzt von der inzwischen nicht mehr existierenden schwedischen Fluggesellschaft Transjet betrieben wurde. Als der Hotelier Oscar Diös von dem Jumbo hörte, der ungenutzt und verlassen neben dem Rollfeld stand, hatte er eine Geschäftsidee ...

Jumbo Stay Hotel in Stockholm, Schweden

<p>Jumbo Stay</p>

Jumbo Stay

Diös trug sich zu dem Zeitpunkt mit Expansionsgedanken und kaufte den alten Flieger kurzerhand. Seine Idee: Den Jumbo in ein originelles Flughafenhotel für den Zwischenstopp zu verwandeln.

Jumbo Stay Hotel in Stockholm, Schweden

<p>Jumbo Stay</p>

Jumbo Stay

Die Umbauarbeiten für das ultracoole Hotel starteten Ende 2007. Dafür wurde zuerst die alte Innenausstattung, einschließlich der 450 Sitze, ausgebaut, um den Innenraum komplett zu desinfizieren. Anschließend gab es Platz für 33 Zimmer und – laut Hotel-Website – 76 Betten.

Jumbo Stay Hotel in Stockholm, Schweden

<p>Jumbo Stay</p>

Jumbo Stay

Im Sommer 2008 wurde das fertige Flugzeug-Hotel an seinem endgültigen Landeplatz in Arlanda auf Betonfundamente gestellt und das Fahrwerk mit Stahl gesichert. Neben den Zimmern bietet das Jumbo Stay Hotel einen Frühstücksraum, eine Küchenzeile und zahlreiche Badezimmer für die gemeinsame Gästenutzung – ganz zu schweigen von den vielen originellen und einzigartigen Designdetails, wie die Kabinenfenster und Notausstiegsluken.

Jumbo Stay Hotel in Stockholm, Schweden

<p>Jumbo Stay</p>

Jumbo Stay

Der coolste Ort ist aber sicher die Cockpit-Suite. In diesem sehr beliebten Zimmer schlafen die Gäste im Original-Flugdeck mit all seinen Originalschaltern, -tafeln und -bildschirmen. Wer träumt sich da nicht leicht über die Wolken?

Umgebautes Kleinflugzeug bei Nantes, Frankreich

<p>Guillaume / Airbnb</p>

Guillaume / Airbnb

Wenn Sie bei Ihrem nächsten Frankreichurlaub Lust auf eine unkonventionelle Unterkunft haben, ist dieses umgebaute Kleinflugzeug im Ort Saint-Michel-Chef-Chef am Atlantik genau das Richtige. In seinem sorgfältig designten Inneren finden vier Personen Platz.

Umgebautes Kleinflugzeug bei Nantes, Frankreich

<p>Guillaume / Airbnb</p>

Guillaume / Airbnb

Über eine speziell angefertigte Rampe, die gleichzeitig als Terrasse fungiert, können die Gäste einfach an Bord gehen. Dort erwartet sie ein kompakter, aber gut ausgestatteter Innenraum. Im Hauptbereich des hell und freundlich eingerichteten Flugzeugs befindet sich ein gemütlicher Wohn- und Essbereich mit authentischen Elementen wie Flugzeugsitzen und Ausgangsschildern.

Umgebautes Kleinflugzeug bei Nantes, Frankreich

<p>Guillaume / Airbnb</p>

Guillaume / Airbnb

Bei der Gestaltung der Räumlichkeiten wurde der vorhandene Platz clever genutzt und Stauraum integriert. Besonders gut sieht man das im Schlafzimmer mit seinem Doppelbett und den Bullaugenfenstern. Zwei weitere Einzelbetten befinden sich im Wohnzimmer.

Umgebautes Kleinflugzeug bei Nantes, Frankreich

<p>Guillaume / Airbnb</p>

Guillaume / Airbnb

Die ursprüngliche Flugzeugtür führt nun zu einer kleinen, funktionalen Küchenzeile, in der sich die Gäste ihren Morgenkaffee zubereiten können. Schmecken lassen können sie sich diesen auf der Terrasse mit Blick auf die Landschaft.

Umgebautes Kleinflugzeug bei Nantes, Frankreich

<p>Guillaume / Airbnb</p>

Guillaume / Airbnb

Der größte Clou dieses umgebauten Flugzeugs ist jedoch das Badezimmer im ursprünglichen Cockpit. Einer der Pilotensitze wurde durch eine Toilette ersetzt – mit direktem Zugriff auf die Steuersäule …

Boeing-727-Haus in Oregon, USA

<p>AirplaneHome.com</p>

AirplaneHome.com

In diesem ausgemusterten Flugzeug wohnt der pensionierte Elektroingenieur Bruce Campbell, der die Maschine in ein ganz besonderes Zuhause verwandelt hat. Die meisten Flugzeuge werden verschrottet, sobald sie nicht mehr in Betrieb sind. Der Techniker Campbell hatte für die knapp 100 Quadratmeter Fläche der Boeing 727 allerdings ganz andere Pläne. Er erkannte das Wohnpotenzial darin und teilte sein außergewöhnliches Umbauprojekt mit der Öffentlichkeit.

Boeing-727-Haus in Oregon, USA

<p>AirplaneHome.com</p>

AirplaneHome.com

Der Elektroingenieur erwarb die Maschine 1999 für rund 91.000 Euro von einem Flugzeugfriedhof in der Nähe des Flughafens Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon. Der Transport an ihren neuen Standort bei Portland, der größten Stadt der Region, kostete weitere 110.000 Euro. Da die Gegend anfällig für Erdbeben ist, steht das Flugzeug auf Betonsockeln, die so konstruiert sind, dass es sich im Erstfall frei bewegen kann.

Boeing-727-Haus in Oregon, USA

<p>AirplaneHome.com</p>

AirplaneHome.com

Im Flugzeuginneren musste nur relativ wenig angepasst werden, da die Maschine bereits über Wasser- und Abwasseranschlüsse verfügte. Campbell integrierte dazu Wasserleitungen und Sanitärkomponenten aus Polyethylen, damit er seine Kleidung waschen und heiß duschen kann. In der Maschine gibt es zudem einen Elektronikschacht, einen Wassertank sowie ein Klimatisierungssystem.

Boeing-727-Haus in Oregon, USA

<p>Sekda Photography / AirplaneHome.com</p>

Sekda Photography / AirplaneHome.com

Der Zugang zum „Haus“ erfolgt über die einziehbare Originaltreppe, die sich unter dem Flugzeug befindet und bei Bedarf hoch- oder heruntergefahren werden kann. Im Innenraum hat Campbell das authentische Flugzeugambiente weitgehend intakt gelassen. Im Badezimmer, in der Küche und im Wohnbereich, der nachts als Schlafzimmer dient, finden sich die Originalfenster, -sitze und -leuchten. Der Boden wurde durch transparente Acrylplatten ersetzt, um in den darunterliegenden hinteren Laderaum sehen zu können.

Boeing-727-Haus in Oregon, USA

<p>AirplaneHome.com</p>

AirplaneHome.com

Auch das Cockpit wurde mit Liebe zum Detail instandgesetzt. Die Paneele und Bedienelemente des Flugzeugs waren zuvor abmontiert worden und wurden mit Ersatzteilen möglichst genau nachgebaut. Für den Elektroingenieur Campbell ist das Flugzeug vor allem auch ein großes Spielzeug, mit Luken hier und Verschlüssen dort, das den Technikfreak ständig auf Trab hält.

Flugzeug-Hotelsuite in Quepos, Costa Rica

<p>Hotel Costa Verde</p>

Hotel Costa Verde

Die „727 Fuselage Suite“ gehört zum Costa Verde Hotel in Costa Rica. Das luxuriöse Gästezimmer versteckt sich im Rumpf (engl. „Fuselage“) einer Boeing 727 aus dem Jahr 1965, der sich auf einem 15 hohen Meter hohen Steinsockel über den Regenwald erhebt.

Flugzeug-Hotelsuite in Quepos, Costa Rica

<p>Hotel Costa Verde</p>

Hotel Costa Verde

Für dieses Hotelzimmer der ganz besonderen Art wurde der Rumpf eines ehemaligen Flugzeugs der kolumbianischen Fluggesellschaft Avianca umgebaut. Die alte Boeing 727 wurde dafür vom Flughafen der Hauptstadt San José zum Rand des Nationalparks Manuel Antonio an der Pazifikküste transportiert und vor Ort sorgfältig ausgestattet.

 

Flugzeug-Hotelsuite in Quepos, Costa Rica

<p>Hotel Costa Verde</p>

Hotel Costa Verde

Das exklusive Gästerefugium verfügt über seine eigene Aussichtsplattform aus Holz, die auf dem rechten Flügel des Flugzeugs errichtet wurde – perfekt, um bei einem abendlichen Drink die Affen, exotischen Vögel und Faultiere im dichten Dschungel zu beobachten.

Flugzeug-Hotelsuite in Quepos, Costa Rica

<p>Hotel Costa Verde</p>

Hotel Costa Verde

Die Suite ist mit traditionell geschnitzten Vertäfelungen aus tropischen Harthölzern ausgekleidet und bietet zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, einen Wohnbereich, eine Küchenzeile, einen Essbereich und eine 360-Grad-Terrasse mit unschlagbar schönem Meerblick.

Flugzeug-Hotelsuite in Quepos, Costa Rica

<p>Hotel Costa Verde</p>

Hotel Costa Verde

Im Hauptschlafzimmer mit seinen Original-Flugzeugkabinenfenstern und einer runden Decke verbringen Gäste eine gemütliche Nacht zwischen warmen Holztönen. Die Suite bietet außerdem Zugang zu den drei Swimmingpools, der Frühstücksbar und den Restaurants des Hotels, darunter ein umgebauter antiker Eisenbahnwaggon. Wenn Ihnen die Suite gefällt, finden Sie hier weitere Informationen.

Umgerüstete Boeing 737 in Hampshire, Großbritannien

<p>Steven Northam</p>

Steven Northam

Als der britische Unternehmer Steven Northam bei eBay auf die Frontpartie einer alten Boeing 737 stieß, griff er sofort zu. Der Brite beschreibt sich selbst als „großes Kind“ mit einer Vorliebe für skurrile Projekte und Upcycling. Das Flugzeug bot ihm also die ultimative Möglichweit, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Umgerüstete Boeing 737 in Hampshire, Großbritannien

<p>Channel 4</p>

Channel 4

Nachdem Northam das Flugzeugsegment aus den 1960er-Jahren für bescheidene 5.700 Euro erstanden hatte, verbrachte er drei Monate damit, es in ein Mini-Zuhause zu verwandeln. Die Aktion wurde sogar in einem Fernsehprogramm des britischen Kanals Channel 4 dokumentiert.

Umgerüstete Boeing 737 in Hampshire, Großbritannien

<p>Steven Northam</p>

Steven Northam

Der 8,8 Meter lange Vorderbereich des Flugzeugs war zuvor mit einem eingebauten Flugsimulator in einer Ausbildungseinrichtung für Flugpersonal im Einsatz gewesen. Sein Umbau kostete 17.000 Euro, einschließlich 3.400 Euro für den Transport der fünf Tonnen schweren Struktur zu ihrem neuen Zuhause in der südenglischen Region Hampshire.

Unser Bild zeigt das Flugzeug vor der Renovierung. In deren Verlauf stellte sich anhand alter Passagierflugscheine, die hinter den Sitzen gefunden wurden, heraus, dass die Boeing einst Teil der tunesischen Tunisair-Flotte war.

Umgerüstete Boeing 737 in Hampshire, Großbritannien

<p>Steven Northam</p>

Steven Northam

Der neue Besitzer achtete darauf, beim Umbau die Originalausstattung mit Passagiersitzen, der klassischen Flugzeugbeschilderung, den Ablagefächern und der Flugzeugtoilette mit Waschbecken so weit wie möglich intakt zu halten. Er entfernte daher nur einige Sitze, um Platz für Betten zu schaffen. Zudem wurden WLAN, eine Heizung, eine Dusche sowie ein Entertainmentbereich installiert bzw. integriert, damit Gäste – genau wie beim Fliegen – Filme schauen können.

Umgerüstete Boeing 737 in Hampshire, Großbritannien

<p>Steven Northam</p>

Steven Northam

Ein weiteres Highlight für Gäste ist der Flugsimulator im Cockpit, an dem man sich als Pilot oder Pilotin versuchen kann. In dem umgebauten Flugzeug, zu dem auch ein gemütliches Schlafzimmer im Frachtraum gehört, finden vier Personen Platz. Im Außenbereich gibt es einen Grill mit Sitzbereich sowie einen speziell angefertigten Whirlpool in einer alten Triebwerksverkleidung. Schon cool, oder?

„Project Freedom“ in Texas, USA

<p>PlaneHome / Facebook</p>

PlaneHome / Facebook

Der Pilot und Flugzeugfan Joe Axline erfüllte sich 2011 einen Lebenstraum, als er zwei separate Flugzeugrümpfe in ein mehr als ungewöhnliches Haus verwandelte. Für sein „Project Freedom“ („Projekt Freiheit“) ließ er sich von einer amerikanischen Fernsehserie aus den 1970er-Jahren inspirieren, in der die Hauptfigur, ein professioneller Zauberer, in einem umgebauten Jumbo-Jet lebt. Auf unserem Bild sehen Sie jeweils die Nase und den Rumpf einer MD-80 (links) bzw. einer DC-9 (rechts).

„Project Freedom“ in Texas, USA

<p>Alan Wilson / Wikimedia [CC BY-SA 2.0]</p>

Alan Wilson / Wikimedia [CC BY-SA 2.0]

Das Verkehrsflugzeug MD-80 wurde in den 1970er-Jahren vom Flugzeughersteller McDonnell Douglas entwickelt und machte sich aufgrund seiner wendigen Konstruktion, starken Triebwerke und hohen Leistung als sogenannter „Mad Dog“ einen Namen. Das zweistrahlige Mittelstreckenflugzeug konnte bis zu 172 Passagiere befördern und wurde von Fluggesellschaften auf der ganzen Welt als eine effiziente, vielseitige und zuverlässige Maschine eingesetzt. Laut dem Luftfahrt-Onlinemagazin „aeroTelegraph“ waren 2021 sogar noch rund 150 davon weltweit im Einsatz.

„Project Freedom“ in Texas, USA

<p>Weird Homes Tour</p>

Weird Homes Tour

Nachdem Axline die beiden flügellosen ausgemusterten Flugzeuge innerhalb von vier Monaten aufgestöbert und gekauft hatte, transportierte er sie für die umfassenden Renovierungsarbeiten von Arkansas zu einem Flugplatz in Texas. Die MD-80 war zuerst fertig und wurde auf den Namen „Freedom“ getauft. Im Innern der Maschine befindet sich der Hauptwohnbereich mit drei Schlafzimmern, einem Bad, einer Küche und einem Wohnzimmer. Danach nahm er sich das zweite Flugzeug vor.

Die DC-9-41, die einst für die amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines unterwegs war, beherbergt nun ein Kino und einen Handwerksraum. Beide Flugzeuge haben viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt, einschließlich der abgerundeten Decken und Gepäckablagen oberhalb der Sitzplätze, die jetzt als Stauraum dienen.

„Project Freedom“ in Texas, USA

<p>Joe / Airbnb</p>

Joe / Airbnb

Die DC-9 war früher mit 125 Passagieren unterwegs und wurde ursprünglich speziell für die Bedürfnisse von Spirit Airlines konzipiert. In beiden Flugzeugen finden sich viele Details aus ihrem „vorherigen Leben“, darunter die Ruftasten für die Flugbegleiterinnen und -begleiter und sogar ein renoviertes Cockpit aus dem Jahr 1979.

„Project Freedom“ in Texas, USA

<p>Joe / Airbnb</p>

Joe / Airbnb

Auch im „Project Freedom“-Außenbereich gibt es einiges zu sehen, wie eine Terrasse mit einem riesigen Schachbrett. Das außergewöhnliche Flugzeuganwesen steht Besuchern für Touren offen, die über Airbnb gebucht werden können und zu denen ein interaktives Flugerlebnis gehört. Geplant ist außerdem der Bau eines Miniatur-Kontrollturms und eines Terminals, damit das Ganze noch authentischer wirkt.

Privatjet-Villa auf Bali, Indonesien

<p>privatejetvilla / Instagram</p>

privatejetvilla / Instagram

Auf einer Klippe direkt am Meer steht auf der indonesischen Insel Bali eine Boeing 737, die aussieht, als sei sie gerade erst gelandet, um ein paar Passagiere abzusetzen. Die ausgemusterte Maschine wurde allerdings speziell an diesen Ort transportiert, um dort in eine luxuriöse „Privatjet-Villa“ umgewandelt zu werden. Nach einem langwierigen Umbauprozess empfängt der Flieger Gäste für stolze 4.600 Euro pro Nacht.

Privatjet-Villa auf Bali, Indonesien

<p>privatejetvilla / Instagram</p>

privatejetvilla / Instagram

Die Klippenresidenz gehörte einst zur Flotte der indonesischen Mandala Airlines, die 2014 ihren Betrieb einstellte. Als der russische Bauunternehmer Felix Demin hörte, dass die Maschine zum Verkauf stand, griff er zu und nutzte die Maschine für ein ganz besonderes Hotelprojekt. In einem Interview mit „Business Insider“ beschrieb der Unternehmer, wie das Fahrzeug dafür in seine Einzelteile zerlegt und dann nach Bali transportiert wurde, um dort von Grund auf wieder zusammengebaut zu werden.

Privatjet-Villa auf Bali, Indonesien

<p>privatejetvilla / Instagram</p>

privatejetvilla / Instagram

Das beeindruckende Ergebnis dieses Projekts findet sich auf einer Klippe auf der Bukit-Halbinsel in der Nähe des berühmten Uluwatu-Tempels. Schon während der Umbauarbeiten zog die Privatjet-Villa weltweit Aufmerksamkeit auf sich, da Denim die Fortschritte der Renovierung auf Instagram dokumentierte und Bildsimulationen veröffentlichte, wie das ehemalige Flugzeug nach der Umwandlung aussehen würde.

Privatjet-Villa auf Bali, Indonesien

<p>privatejetvilla / Instagram</p>

privatejetvilla / Instagram

Die moderne und stilvoll-luxuriös eingerichtete Flugzeugvilla verfügt über zwei Schlafzimmer, eine Küche und einen Wohnbereich mit Zugang zu einer herrlichen Terrasse, die direkt auf einem der Flugzeugflügel positioniert ist. Eines der Schlafzimmer hat nicht nur eine Badewanne im Zimmer, sondern liegt auch an einer Flugzeugtür. Diese öffnet sich zu einem Aussichtsnetz, in dem Gäste direkt über dem Wasser „abhängen“ können. Zur Ausstattung gehören zudem exquisite Möbel und Details aus Perlmutt, die durch die restaurierten Kabinenfenster das Licht einfangen.

Privatjet-Villa auf Bali, Indonesien

<p>privatejetvilla / Instagram</p>

privatejetvilla / Instagram

Die Luxusunterkunft bietet zudem einen Infinity-Pool mit wunderbarem Meerblick, einen Hubschrauberlandeplatz und einen Außenwohnbereich mit Feuerstelle, wo die Gäste entspannen und die Umgebung genießen können. Nicht zu vergessen: Von den Tragflächen aus lässt sich prima der Sonnenuntergang beobachten – und sicherlich auch das ein oder andere sehr instagramtaugliche Selfie.