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10 Fakten: Was du über Flatulenzen vielleicht noch nicht wusstest

Jeder von uns furzt täglich mehrmals, dennoch ist es uns peinlich, darüber zu reden. Dabei sind Flatulenzen etwas ganz Natürliches, nicht nur beim Menschen. Aber was ist ein Furz eigentlich? Warum sind manche lauter als andere? Und können Pupse wirklich das Klima schädigen?

Furzen ist all zu menschlich, auch wenn es nicht immer angenehm ist. (Symbolbild: Getty Images)
Furzen ist all zu menschlich, auch wenn es nicht immer angenehm ist. (Symbolbild: Getty Images)

Hier sind zehn interessante Fakten über Blähungen und Flatulenzen, die euch vielleicht noch nicht bekannt waren.

Was ist eigentlich ein Furz?

Ein Furz ist ein Gas-Gemisch bestehend aus Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan. Den übelriechenden Teil davon macht gerade ein Prozent aus. Dies ist zum einen Schwefelwasserstoff, der nach faulen Eiern riecht. Dazu gesellen sich noch Dimethylsulfid (welches stark an den Geruch von gekochtem Kohl erinnert) und Methylmercaptan, welches wie faules Gemüse müffelt. Das Wort Furz leitet sich übrigens vom altenglischen "feortan" ab, was so viel wie "Den Wind brechen" bedeutet.

Warum sind Fürze unterschiedlich laut?

Jeder von uns kennt es. Es gibt die leisen Schleicher, die man kaum hört und dann Fürze, die ertönen wie Donnerhall. Doch woran liegt es, dass Fürze unterschiedlich laut sind? Entgegen einer verbreiteten Meinung hat dies nichts mit den Pobacken zu tun. Vielmehr macht hier die Geschwindigkeit die Musik und auch die Enge des Schließmuskels spielt bei der Lautstärke eine Rolle.

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Wie oft furzt man am Tag?

Auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag, aber im Durchschnitt setzt jeder gesunde Mensch 14 Mal am Tag einen Furz ab und setzt dabei ein Volumen von 705 Milliliter Gas frei, was ungefähr drei Tassen entspricht. Die kräftigsten Flatulenzen hauen wir übrigens am Morgen raus.

Fürze unterdrücken: Ist das gesundheitsschädlich?

Es gibt Situationen (z.B. in einem vollbesetzten Fahrstuhl) da versuchen wir alles, um einen Furz zu unterdrücken und unsere Umgebung nicht mit unserer "Duftmarke" zu belästigen. Aber ist das gesundheitlich unbedenklich? Zwar gibt es Behauptungen, man bekäme von unterdrückten Flatulenzen Hämorrhoiden oder einen ausgedehnten Darm, aber in Wirklichkeit hat ein unterdrückter Schleicher keine schlimmen Auswirkungen. Das Einzige, was passieren könnte, sind unangenehme Krämpfe, die man aber schnell wieder loswird, wenn man dann doch mal Dampf ablässt.

Einen Furz zu unterdrücken ist nicht gesundheitsschädlich, kann aber zu Krämpfen im Magen-Darm-Trakt führen. (Bild: Getty Images)
Einen Furz zu unterdrücken ist nicht gesundheitsschädlich, kann aber zu Krämpfen im Magen-Darm-Trakt führen. (Bild: Getty Images)

Welche Lebensmittel fördern Blähungen?

Es gibt ja den Spruch "Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen" und dahinter steckt jede Menge Wahrheit. Doch neben Bohnen können auch Linsen, Brokkoli, Blumenkohl, Mais, Kartoffeln, Aprikosen, Trauben, Birnen, Bier und Eier zu verstärkten Flatulenzen führen. Wer seine Umwelt also nicht mit seinen Darmgasen "betören" möchte, sollte auf den übermäßigen Verzehr dieser Lebensmittel verzichten.

Wie schnell ist ein Furz?

So ein Darmwind kann uns mit bis zu drei Metern pro Sekunde entfleuchen, das sind immerhin satte 10,8 km/h.

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Wie im Film: Kann man Fürze wirklich anzünden?

Das ist keine Hollywood-Erfindung, Fürze können sich wirklich entzünden, denn Flatulenzen können die brennbaren Gase Wasserstoff und Methan enthalten. Allerdings kann nicht jeder Mensch methanhaltige Fürze produzieren. Und wer es doch kann, sollte dennoch davon Abstand nehmen seine Darmwinde zu entzünden, denn das könnte sonst böse in die Hose gehen.

Sind Kuh-Fürze wirklich für die globale Erwärmung verantwortlich?

Ein Gerücht, welches sich hartnäckig hält, aber nicht der Wahrheit entspricht. Denn 90 bis 95 Prozent des Methans, welches Kühe ausstoßen, entstehen beim Ausatmen oder beim Rülpsen. Im Gegensatz zu Kühen tragen aber die Fürze von Termiten eine Mitschuld an der globalen Erwärmung. Die hauen zwar alleine gesehen wenig Methan in die Atmosphäre, aber da es Milliarden von den kleinen Insekten gibt, kommt da zusammengerechnet doch jede Menge schädliches Gas zusammen.

Auch Kühe belasten das Klima, aber weniger durch furzen, sondern vielmehr durch ihre methanhaltigen Rülpser. (Bild: Getty Images)
Auch Kühe belasten das Klima, aber weniger durch furzen, sondern vielmehr durch ihre methanhaltigen Rülpser. (Bild: Getty Images)

Kommunizieren Heringe wirklich über Fürze?

Ja, das klingt komisch, ist aber so. Forscher der University of British Columbia in Kanada haben herausgefunden, dass Heringe tatsächlich über Fürze miteinander "sprechen". Die Fische pressen dabei Luft aus ihrer Schwimmblase in den Analtrakt. Dadurch erzeugen sie Töne, die bis zu 7,6 Sekunden dauern und ein Tonspektrum von 1,7 bis 22 Kilohertz (also fast drei Oktaven) erreichen können. So ganz nebenbei kam auch heraus, dass der pazifische Hering viel klangbegabter ist als sein atlantisches Pendant.

Kann man mit dem Erschnüffeln von Fürzen Geld verdienen?

Es mag etwas anrüchig klingen, aber mit dem Einatmen fremder Flatulenzen kann man wirklich gut Kasse machen. So sind zum Beispiel in China Furzriecher-Jobs äußerst beliebt. Offenbar kann man über den Duft und das Volumen von Flatulenzen einiges über Krankheiten sagen und damit Ärzten bei der Erstellung von Diagnosen helfen. Aber dafür braucht man schon ein feines Näschen.

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