Post mit 13 Jahren Verspätung: Briefe im Haus eines verstorbenen Briefträgers gefunden

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Die Einwohner eines Ortes haben mit 13 Jahren Verspätung eine Flut von Post erhalten. Die verlorengeglaubten Sendungen waren im Haus eines verstorbenen Mitarbeiters der britischen Royal Mail wiedergefunden worden.

In einem Ort in England wurde eine Flut von Post mit 13 Jahren Verspätung zugestellt. (Getty Images)
In einem Ort in England wurde eine Flut von Post mit 13 Jahren Verspätung zugestellt. (Getty Images)

Überraschende Post!!! Briefe und Päckchen, die teilweise bis ins Jahr 2008 zurückreichen, sind im britischen Wantage, Oxfordshire, in den Briefkästen der Menschen gelandet.

Laut Aussage der Royal Mail wurde die Post im Haus eines früheren Mitarbeiters gefunden, nachdem dieser verstorben war.

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Die Menschen in Wantage und im Nachbardorf Grove berichteten davon, dass sie in den letzten Wochen Post erhalten hatten, die ursprünglich vor Jahren versandt worden war.

Zu den Briefen gehörten Rechnungen, Erinnerungen an Abstriche und Steuerzahlungen, Geburtstagskarten mit Geld sowie Videospiele, DVDs und Kataloge.

Die Einwohner des Ortes Wantage, Oxfordshire haben jahrelange auf ihre Post warten müssen. (Bild: Getty Images)
Die Einwohner des Ortes Wantage, Oxfordshire haben jahrelange auf ihre Post warten müssen. (Bild: Getty Images)

Eine Frau sagte, sie habe einen Scheck über 151 Britische Pfund (umgerechnet rund 175,40 Euro) erhalten. Eine andere Frau, deren Mutter vor einigen Jahren verstorben war, erhielt von dieser eine selbstgebastelte Karte zum Hochzeitstag.

In einem Brief an die Anwohner, die jahrelang auf die Zustellung ihrer Post gewartet hatten, entschuldigte sich Paul Leishman, Royal Mail Betriebsleiter für Thames Valley Oxford, für die "deutliche" Verspätung. Er schrieb, man habe die Post im Haus eines ehemaligen Mitarbeiters gefunden.

Royal Mail entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten

"Für mögliche Unannehmlichkeiten oder Ärger aufgrund der Zustellung der Post zu diesem späten Zeitpunkt bitte ich aufrichtig um Verzeihung", schrieb er.

"Es tut mir sehr leid, dass wir Sie damals enttäuscht haben und ich hoffe, dass Sie meine Entschuldigung für all die Probleme, die dieser Vorfall verursacht hat, annehmen."

Leishman sagte, die Royal Mail habe die Verspätung "sehr ernst" genommen.

Hunderte von Einwohnern posteten in den sozialen Medien und berichteten davon Post erhalten zu haben, die Jahre zuvor abgeschickt worden war.

So schrieb jemand: "Tja, ich hatte sehr schöne Post. Meine Mutter ist vor zwei Jahren gestorben und in diesem Jahr ist mein 25. Hochzeitstag. Ich habe eine selbstgebastelte Karte zum Hochzeitstag von meiner Mutter bekommen."

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EIn weiterer Nutzer kommentierte: "Ich habe eine alte Kreditkartenabrechnung erhalten. Gott sei Dank ist die Rechnung bezahlt."

Ein Sprecher der Royal Mail sagte gegenüber Yahoo Nachrichten UK: "Bei diesem unglücklichen Einzelfall wurde eine Reihe von Postsendungen im Haus eines ehemaligen Mitarbeiters gefunden, nachdem dieser verstorben war. Wir versuchen derzeit herauszufinden, was damals passiert sein mag."

"Die Sicherheit der Post hat für jeden bei der Royal Mail die größte Priorität. Jede Postsendung ist uns wichtig", wurde nochmals versichert.

"Die Post wird schnellstmöglich an die Kunden zugestellt"

"Der Großteil unserer Briefträger und Briefträgerinnen setzt alles daran, die Post in Großbritannien sicher und effizient auszuliefern. Sie haben eine wichtige Rolle dabei gespielt, Großbritannien während der Pandemie in Verbindung zu halten."

"Die Post wird schnellstmöglich an die Kunden zugestellt, zusammen mit einem Begleitschreiben und einer Telefonnummer, die sie anrufen können, wenn sie weitere Informationen benötigen. Wir entschuldigen uns bei allen Kunden, deren Post von diesem Vorfall betroffen ist", so der Royal-Mail-Sprecher.

Ross McGuinness

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