Alltagsfrage: Was hilft wirklich gegen Schluckauf?

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Luft anhalten gilt als eines der bewährtesten Mittel gegen Schluckauf. (Symbolbild: Getty Images)
Luft anhalten gilt als eines der bewährtesten Mittel gegen Schluckauf. (Symbolbild: Getty Images)

Schluckauf ist vor allem eines: lästig. Meist vergeht das nervige Hicksen nach einiger Zeit von selbst wieder, man soll jedoch mit zahlreichen Tricks nachhelfen können. Einige funktionieren wirklich.

Luft anhalten, sich erschrecken lassen, einen Kopfstand machen: Die vermeintlichen Tricks gegen Schluckauf sind so vielseitig wie abenteuerlich. Das Überraschende ist jedoch, dass viele von ihnen tatsächlich wirken. Das lässt sich ganz einfach medizinisch erklären.

Ursache von Schluckauf: Verkrampftes Zwerchfell

Schluckauf entsteht, wenn das Zwerchfell – ein großer, flacher Muskel, der Brust- und Bauchhöhle voneinander trennt – sich krampfhaft und unkontrolliert zusammenzieht. Das kann durch die verschiedensten Reize ausgelöst werden. Wenn das passiert, verschließt sich reflexartig die Stimmritze zwischen den Stimmbändern. Die eingeatmete Luft prallt nun gegen die verschlossene Stimmritze und der entstehende Druck entlädt sich in Form des typischen Hicksens.

Diese Tricks sollen gegen Schluckauf helfen

Um den Schluckauf zu beseitigen, muss man also seine Atmung beruhigen und so für eine Entspannung des verkrampften Muskels sorgen. Und hier kommen nun die altbewährten Tricks ins Spiel: Methoden wie Luft anhalten, ein Glas Wasser in kleinen Schlucken trinken oder im Kopfstand schlucken beruhen alle darauf, durch Atemregulation die Atmungsmuskulatur zu beruhigen. Ebenso kann Lachen, Erschrecken oder Niesen helfen.

Tricks unterschiedlich effektiv

Auch Ablenkung kann bei Schluckauf wahre Wunder wirken, da sich die Atmung leichter entspannt, wenn man sich nicht konstant darauf konzentriert. Auch hier können Erschrecken oder Lachen das Mittel zum Erfolg sein, genauso gut kann man aber angestrengt über etwas nachdenken oder auf einem Bein im Kreis springen.

Da das Hicksen in seiner Intensität stark variiert und die meisten dieser Tricks einer wissenschaftlichen Grundlage entbehren, funktionieren sie bei jedem anders gut oder schlecht. Letztendlich muss man also etwas herumprobieren, um die beste Maßnahme für sich selbst zu finden.
In diesem Fall sollte bei Schluckauf ein Arzt aufgesucht werden

Aufmerksam sollte man jedoch werden, wenn der Schluckauf häufiger auftritt und länger als einen Tag anhält. Dann kann das lästige Phänomen nämlich ernstzunehmende krankheitsbedingte Ursachen, etwa eine Magen-Darm-Entzündung oder Stoffwechselprobleme, haben und sollte unbedingt vom Arzt überprüft werden.

Und wer sich schon immer gefragt hat, weshalb man eigentlich Gänsehaut bekommt – hier kommt die Antwort:


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