Alltagsfrage: Wofür ist der kleine Stofffetzen bei neuer Kleidung?

Sophie Winter
Freie Autorin

Dass neuen Kleidungsstücken oft ein extra Knopf beiliegt, ist schon auf den ersten Blick logisch. Was man aber mit dem kleinen extra Stückchen Stoff anfangen soll, das man bei hochwertiger Kleidung oft mit dazu bekommt, wissen viele gar nicht. Dabei ist es so einleuchtend.

Neuer Kleidung liegt oft ein kleiner Stofffetzen bei – aber warum eigentlich? (Symbolbild: Getty Images)

Gerade bei teuren neuen Klamotten ist es besonders ärgerlich, wenn sie auf einmal einen Fleck haben, der mit normalem Waschen nicht herauszubekommen ist. Denn wie soll man wissen, ob die Seidenbluse, der edle Cashmere-Pulli oder die Leinenhose nach dem Einsatz eines Fleckenmittels noch genauso gut aussieht wie zuvor?

Am Stoff kann man risikolos testen, was das Kleidungsstück aushält

Nicht allzu hilfreich wirkt auch der Rat, das Mittel erst einmal an einer kleinen Stelle zu testen. Ein schönes Stück soll auch schön bleiben – und das in seiner Gänze. Und genau da kommt der meist gezackte Stofffetzen ins Spiel. An ihm kann man ganz leicht ausprobieren, ob eine höhere Temperaturstufe oder ein Fleckenmittel die Sache verbessern, oder das schicke Teil ruinieren würde.

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Der Stoff ist auch eine Shopping-Hilfe

Das kleine Stückchen Stoff hat aber noch einen anderen Vorteil. Wer sich nicht sicher ist, ob die stylische Handtasche, die High Heels oder die neue Hose zum bereits gekauften Blazer passen würde, hat es viel leichter, wenn er statt des ganzen Kleidungsstücks einfach nur das Stoffteilchen mit ins Geschäft nehmen kann. So kann man leicht testen, ob das potenzielle neue Teil hinsichtlich Farbe und Materialbeschaffung auch wirklich zum anderen passt.

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