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Better Life: Überraschende Folgen für Gesundheit durch Käse?

Gesund und fit bis ins hohe Alter – das wünscht sich mancher. Eine neue Studie liefert Hinweise, dass dabei auch der Verzehr von Käse eine entscheidende Rolle spielen kann.

Führt der Konsum von Käse zu geistiger Gesundheit? (Bild: Getty Images)
Führt der Konsum von Käse zu geistiger Gesundheit? (Bild: Getty Images)

Zu einem gesunden Körper gehören auch gute kognitive Fähigkeiten. Im Alter nehmen die bei vielen Menschen ab. Oft kommt es dann zu Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz.

Ein japanisches Forscherteam fand nun im Rahmen einer Studie heraus, dass die Ernährungsweise von Menschen entscheidend dazu beitragen kann, geistige Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Merk- sowie Denkfähigkeit gesund zu halten. Die Ergebnisse dazu wurden kürzlich beim Multidisciplinary Digital Publishing Institute (MDPI) veröffentlicht.

Ernährung kann kognitiven Verfall verzögern

Bereits in der Vergangenheit habe es zahlreiche Studien gegeben, die Aufschluss über wirksame Demenzprävention und somit den größtmöglichen Erhalt der kognitiven Fähigkeiten gaben, heißt es in dem Artikel. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse früherer Studien habe gezeigt, dass körperliche Aktivität, der Verzehr einer mediterranen Ernährung, der Verzehr von Milchprodukten in der Lebensmitte und ein mäßiger Weinkonsum Demenz und kognitiven Verfall wirksam verzögern oder verhindern können.

Bei der neuesten Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie sich der Verzehr von Käse auf die kognitiven Fähigkeiten älterer Menschen auswirkt.

Studienteilnehmer waren 65 Jahre und älter

An der Querschnittsstudie nahmen 1503 japanische Erwachsene zwischen 65 und 99 Jahren teil, die in Gemeinschaften leben. Bei den Teilnehmern wurden einmal pro Jahr oder alle zwei Jahre eine umfassende geriatrische Umfrage durchgeführt.

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Dabei ging es um Faktoren, die im Zusammenhang mit altersbedingten Syndromen wie kognitive Beeinträchtigungen, Stürze, Harninkontinenz, Gebrechlichkeit und körperliche Einschränkungen stehen. Außerdem wurde die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme in Bezug auf Käse, Milch, Fisch, Fleisch, Eier, Sojaprodukte, Kartoffeln, Obst, Algen, grünes und gelbes Gemüse, und Fette und Öle abgefragt.

Pro-Kopf-Konsum von Käse in Deutschland in den Jahren 1950 bis 2022 in Kilogramm. (Quellen: Statistisches Bundesamt; BMF; BMEL; BLE)
Pro-Kopf-Konsum von Käse in Deutschland in den Jahren 1950 bis 2022 in Kilogramm. (Quellen: Statistisches Bundesamt; BMF; BMEL; BLE)

Geprüft wurden körperliche und kognitive Fähigkeiten

Da der Fokus auf Käse liegen sollte, unterteilten die Wissenschaftler die Teilnehmer in zwei Gruppen, eine die Käse zu sich nahm und eine bei der kein Käse auf dem Speiseplan stand.

Neben körperlichen Messungen wie etwa Größe, Gewicht, Muskelmasse, Körperfettanteil, Blutdruck oder Griffstärke der Hand wurden auch die kognitiven Fähigkeiten mithilfe des psychometrischen Testverfahrens Mini-Mental-Status-Examination (MMSE) ermittelt. Ein MMSE-Wert von 23 Punkten oder weniger gilt als Hinweis auf geringe kognitive Fähigkeiten.

Eindeutige Zusammenhänge müssen noch geklärt werden

Ergebnis: Teilnehmer die regelmäßig Käse aßen, hatten beim MMSE-Test seltener 23 oder weniger Punkte zu verzeichnen. "Obwohl es sich bei der vorliegenden Studie um eine Analyse von Querschnittsdaten japanischer, in Wohngemeinschaften lebender älterer Erwachsener handelte, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass der Käsekonsum umgekehrt mit einer geringeren kognitiven Funktion verbunden ist, selbst nach Berücksichtigung mehrerer Störfaktoren", heißt es im Bericht der Forscher. Um die Zusammenhänge vollständig aufzuklären, seien künftig groß angelegte Längsschnittanalysen erforderlich.

Was im Käse steckt und warum es auf die Sorte ankommt

In Käse stecken viele gute Nährstoffe, wie Eiweiß, die Vitamine B2, B12 und A. Vor allem liefert Käse auch Kalzium, das unter anderem wichtig für Knochen und Zähne ist, die Zellwände stabil hält und zur Gesundheit der Muskulatur und des Nervensystems beiträgt.

Dennoch sollte man es mit dem Käse-Konsum nicht übertreiben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich 50 bis 60 Gramm Käse, was in etwa zwei Scheiben entspricht.

Wer Kalorien sparen möchte, sollte eher zu den fettärmeren Varianten greifen.

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Auch den Verzehr sehr salzhaltiger Varianten, wie etwa Feta und Blauschimmelkäse sollte man nicht übertreiben, da hoher Konsum von Salz ein erheblicher Risikofaktor für Bluthochdruck und Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Schlaganfall, ist.

Wenig Salz steckt in Sorten wie Mozzarella, Hüttenkäse, Ricotta oder Emmentaler. Wer ganz auf Käse und tierische Milchprodukte verzichten will, sollte darauf achten, den Calcium-Bedarf mit anderen Nahrungsmitteln zu decken. Gute Lieferanten sind etwa Mandeln, Sesam oder Gemüse wie Blattspinat, Grünkohl, Broccoli, Bohnen oder auch Kartoffeln.

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