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Better Life: Warum Katzenbisse immer ein medizinischer Notfall sind

Katzenbisse sind nicht nur schmerzhaft, sie bergen auch ein hohes gesundheitliches Risiko. Im schlimmsten Fall kommt es zu Amputationen der betroffenen Gliedmaßen oder einer lebensbedrohlichen Sepsis. Wie man sich richtig verhält und warum man damit immer zum Arzt sollte.

Ein Katzenbiss kann gefährliche Krankheiten auslösen und im schlimmsten Falle tödlich enden. (Bild: Getty Images)
Ein Katzenbiss kann gefährliche Krankheiten auslösen und im schlimmsten Falle tödlich enden. (Bild: Getty Images)

Ihr Wesen ist faszinierend, ihre Bewegungen sind elegant, sie haben ein kuschelweiches Fell und ihr leises Schnurren wirkt beruhigend auf viele Menschen. Kein Wunder also, dass Katzen hierzulande die beliebtesten Haustiere sind. Mehr als 15 Millionen leben laut Statista in deutschen Haushalten.

Doch wehe, wenn sich die sanften Stubentiger bedroht fühlen. Etwa dann, wenn der Gang zum Tierarzt ansteht oder die Vierbeiner ein wichtiges Medikament einnehmen sollen. Dann werden oft die scharfen Krallen ausgefahren. Beißt eine Katze in solchen Angstsituationen sogar zu, kann das für den Halter sogar lebensgefährlich werden.

Warum Katzenbisse so gefährlich sind

Katzenbisse können zwar sehr schmerzhaft sein, aber die Wunden sind meist klein, wirken harmlos und werden dadurch häufig unterschätzt. Doch bei einem Katzenbiss handelt es sich nie um eine Bagatellverletzung. Grund: Im Speichel und an den Zähnen einer Katze befinden sich hochinfektiöse Bakterien wie etwa Streptokokken, Staphylokokken und andere gefährliche Erreger. Auch Pasteurella multocida findet sich in fast jedem Katzenspeichel, dieser Keim kann längere Zeit ohne Sauerstoff überleben.

Beißt eine Katze zu, bohren sich ihre spitzen Zähne in die Haut und drücken die gefährlichen Bakterien tief ins Gewebe. Die meist kleine Bisswunde schließt sich schnell, aber darunter vermehren sich die Keime weiter.

Das passiert bei einer Infektion eines Katzenbisses

Gelangen die Bakterien ins Gewebe, entzündet sich die Wunde oft innerhalb weniger Stunden. Das sollten Betroffene niemals unterschätzen, denn es können sich gefährliche Infektionskrankheiten wie Tetanus (Wundstarkrampf) oder Tollwut entwickeln.

Tetanus-Impfung ist kein ausreichender Schutz

Wer eine gültige Tetanus-Impfung hat, ist im Vorteil, aber damit nicht auf der sicheren Seite. Bleibt die Entzündung unbehandelt, können die Bakterien Knochen, Gelenke und Sehnenscheiden angreifen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es notwendig sein, betroffene Gliedmaßen zu amputieren, um eine weitere Ausbreitung der Erreger im Körper zu verhindern. Gelangen die Keime in die Blutbahn, kann es zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) kommen.

Erste Hilfe bei Katzenbissen

Wer von einer Katze gebissen wurde, sollte zunächst abwarten, bis die Wunde aufgehört hat zu bluten, sie dann vorsichtig mit etwas Seife sowie fließendem Wasser reinigen, anschließend desinfizieren und steril verbinden.

Zudem ist es empfehlenswert, das entsprechende Körperteil ruhig zu stellen. Netdoktor erklärt warum: "Erreger können sich bei tiefen Bissen stärker vermehren, wenn man sich körperlich belastet. Die verletzte Körperregion sollte also möglichst wenig bewegt werden. Bei einem Katzenbiss an der Hand können Sie etwa mittels eines Dreieckstuchs eine Armschlinge anlegen."

Ein Katzenbiss kann ziemlich gefährlich werden (Symbolbild: Getty)
Ein Katzenbiss kann ziemlich gefährlich werden (Symbolbild: Getty)

So werden Katzenbisse vom Arzt behandelt

Grundsätzlich sollte jeder Katzenbiss von einem Arzt angeschaut werden. Im Falle von Rötungen, Schwellungen und Bewegungsstörungen sollte das möglichst schnell geschehen. Gegebenenfalls wird verschmutztes Gewebe chirurgisch entfernt, die Wunde gespült und anschließend Antibiotika verschrieben.

"Manchmal werden bei einem Katzenbiss Antibiotika auch vorsorglich verschrieben, also wenn (noch) keine Anzeichen einer Infektion erkennbar sind. Das gilt etwa bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, weil sie ein erhöhtes Infektionsrisiko haben", so Netdoktor.

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