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Better Life: Warum man dem Herzen zuliebe so wenig wie möglich sitzen sollte

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nicht nur in Deutschland die häufigste Todesursache, auf die mehr als ein Drittel aller Todesfälle zurückgehen. Wer sich etwas Gutes tun will, sollte daher vor allem sein Herz unterstützen. Und das geht laut einer aktuellen Studie leichter, als man denken könnte.

Junge Frau sitzt an ihrem Arbeitsplatz mit Computer
Wer bei der Arbeit viel sitzt, sollte sich ab und zu ein paar Minuten Bewegung gönnen.

Wer in Deutschland lebt, verbringt laut eines Reports der Deutschen Sporthochschule Köln und der Deutschen Krankenversicherung (DKV) an einem normalen Werktag 9,2 Stunden im Sitzen. Die Tendenz ist dabei steigend, wie Vergleiche mit der jüngeren Vergangenheit zeigen: 2017 hatte der Durchschnitt noch bei 7,5 Stunden pro Tag gelegen. Dabei warnt unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon lange davor, dass langes Sitzen die Entstehung von Krankheiten wie Krebs, Diabetes Typ 2 und vor allem Herzbeschwerden begünstigt.

Statistik: Verteilung der häufigsten Todesursachen in Deutschland im Jahr 2021 | Statista
Statistik: Verteilung der häufigsten Todesursachen in Deutschland im Jahr 2021 | Statista

Genau diesem Problem haben sich jüngst auch Wissenschaftler*innen des University College London und der University of Sydney in einer Studie angenommen. Als Basis dienten ihnen die Gesundheitsdaten von insgesamt 15.000 Menschen, die in sechs unterschiedlichen Untersuchungen gesammelt worden waren. Alle Studienteilnehmer*innen waren in ihren 50ern und mit sogenannten Wearables ausgestattet, die neben ihrer Bewegungsaktivität auch die Herzfrequenz aufzeichneten.

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Alles ist besser als Sitzen

Anhand dieser Daten erstellten die Forscher*innen eine Rangliste, um deutlich sichtbar zu machen, welche Aktivitäten sich am positivsten auf das Herz auswirkten. Auf Platz 1 stuften sie moderate bis intensive körperliche Bewegung ein, bei der der Herzschlag erhöht wird, etwa Joggen oder strammes Gehen. Danach folgen leichte körperliche Bewegung wie gemütlicheres Spazierengehen, Stehen und sogar Schlafen. Die einzige Tätigkeit, die sich sogar negativ auf die Herzgesundheit auswirkte, war Sitzen.

Die vorteilhafteste Veränderung, die wir beobachtet haben, war das Ersetzen des Sitzens durch moderate bis kräftige Aktivitäten.Dr. Jo Blodgett

Die positive Nachricht: Schon fünf Minuten Sitzen durch Bewegung zu ersetzen, erzielt einen positiven Effekt. Fox News zitiert Dr. Jo Blodgett, die Erstautorin der Studie, folgendermaßen: "Die vorteilhafteste Veränderung, die wir beobachtet haben, war das Ersetzen des Sitzens durch moderate bis kräftige Aktivitäten. Das kann Laufen, ein zügiger Spaziergang oder Treppensteigen sein – im Grunde jede Aktivität, die Ihre Herzfrequenz erhöht und Sie schneller atmen lässt, auch nur für eine oder zwei Minuten."

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Je weniger intensiv die Bewegung ausfällt, desto länger sollte man sie ausüben, um ein möglichst ähnliches Ergebnis zu bekommen. Letztendlich sollen die Erkenntnisse dazu dienen, Patient*innen maßgeschneiderte Empfehlungen zu geben, mit denen sie ihren Alltag auf unkomplizierte Weise aktiver gestalten könnten. Ein Beispiel: Stets die Treppe anstelle des Aufzugs nehmen.

Kurz und knackig ist am effektivsten

Im Sinne eines gesunden Lebensstils raten die Autor*innen der Studie in jedem Fall zu sogenannten "Aktivitätssnacks" wie Spazierengehen während des Telefonierens oder das regelmäßige Durchführen leichter und überall ausführbarer Übungen wie zum Beispiel Sternensprünge.

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