Caro Cult macht Anti-Schmink-Tutorial: Trägt man das jetzt so?

Toni Roth
Freie Autorin

In den sozialen Netzwerken präsentieren die meisten Frauen und Mädchen noch immer überwiegend Tipps zu Beauty- und Datingthemen. Dass diese stereotypische Selbstdarstellung problematisch ist, zeigt Influencerin Caro Cult nun in einem ironischen Anti-Schmink-Tutorial.

Caro Cult bei der Fashion Week Berlin (Bild: Getty Images)

In einem aktuellen Schmink-Tutorial von Influencerin und Schauspielerin Caro Cult geht so einiges schief: Mit jedem Produkt sieht Cult noch schlimmer aus, die Utensilien kommen mit irritierenden Fakten daher, die einem den ganzen Spaß an der Sache verderben, und kaufen soll man zum Schluss auch nichts. Was war da los?

Natürlich steht hinter dem Video des fiktiven YouTube-Kanals “Betty’s Beauty Burg” eine ganz andere Message: “Überschminke nicht die Wahrheit” heißt es zu Hashtags wie “Gleichberechtigung ist schön”. Das Video macht auf Instagram derzeit große Runde.

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Warum sich Mädchen und Frauen lieber mit Gleichberechtigung als Make-up beschäftigen sollten, verdeutlicht der Clip mit kleinen, schwer verdaulichen Info-Happen zum aktuellen Stand der Gleichberechtigung, die Caro Cult immer wieder gespielt irritiert von den Produkten abliest: “Mit ‘Concealer Sorrow’ deckst du nicht nur deine Augenringe ab, sondern auch den Fakt, dass Frauen immer noch für den Großteil der Kinderbetreuung und Hausarbeit zuständig sind. Nämlich zu 79 Prozent.“

Puder “Stay Where You Are” und Lidschatten “Punchy Colours”

Caro findet das persönlich “gar nicht fair, aber ich würde sagen, das decken wir ganz schnell ab.” Das Puder heißt ‘Stay Where You Are’, was sie ironisch kommentiert mit: “Veränderungen machen mir auch immer Angst – lieber nicht!” Die Lidschatten-Palette ‘Punchy Colours’ präsentiert schließlich die Info: “Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland von ihrem Partner ermordet.” Caro schluckt: “Die Produkte passen gar nicht zu mir. Weder die Qualität noch der Preis, den ich zu zahlen habe.”

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Zum Schluss wird natürlich abgeschminkt und darauf hingewiesen, dass Gleichberechtigung noch immer eine Illusion ist.

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