Deshalb sollte man Zwiebeln und Kartoffeln nie gemeinsam lagern

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Kartoffeln und Zwiebeln sind aus der Küche einfach nicht wegzudenken. Bei den Lagerungswünschen sind beide zwar identisch, dennoch sollte man sie nicht zusammen lagern – aus zwei guten Gründen.

Kartoffeln und Zwiebeln sollte man besser nicht zusammen lagern. (Bild: Getty Images)
Kartoffeln und Zwiebeln sollte man besser nicht zusammen lagern. (Bild: Getty Images)

Kartoffeln und Zwiebeln gehören – zutatenmäßig gesehen - zur Grundausstattung jeder Küche. In zahlreichen leckeren Gerichten und Beilagen gehören die beiden Gemüsesorten quasi zu den absoluten Basics, sei es ein köstlicher Auflauf, Bratkartoffeln oder, wer es gerne spanisch mag, eine Tortilla de Patatas.

Was die Lagerung angeht, so sind Kartoffeln und Zwiebeln äußerst anspruchslos: Dunkeln und kühl wollen sie gelagert werden. Es würde also nichts dagegensprechen, beide gemeinsam aufzubewahren, oder? Oh doch! Allelopathie heißt das Zauberwort, also die Wechselwirkung zwischen zwei oder mehreren Pflanzen bzw. deren Produkte.

Aus diesen Gründen sollte man Kartoffeln und Zwiebeln nicht gemeinsam lagern

Bezogen auf Zwiebeln und Kartoffeln gibt es daher zwei gute Gründe, weswegen man sie nicht zusammen lagern sollte.

  1. Zusammen gelagert, nehmen die Zwiebel die Feuchtigkeit der Kartoffeln auf und beginnen daher schneller zu faulen.

  2. Zwiebeln strömen das Reifegas Ethylen aus. Dadurch beginnen die Kartoffeln schneller an zu keimen und zu schrumpfen. Zum Kochen sind die Erdknollen dann nicht mehr wirklich geeignet. Diesen Ethylen-Effekt kennt man auch sehr gut von Bananen.

Will man also möglichst lange etwas von seinen Kartoffeln und Zwiebel haben, sollte es tunlichst vermieden werden, diese beiden Sorten zusammen aufzubewahren (schon gar nicht in derselben Schale oder Kiste).

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Wie eingangs schon erwähnt, mögen es Zwiebeln und Kartoffeln trocken, dunkel und kühl. So um die zehn Grad wäre die perfekte Temperatur, aber von der Aufbewahrung im Kühlschrank sollte abgesehen werden. Der perfekte Ort wäre ein Keller. Sollte der nicht vorhanden sein, wäre eine Lagerung in Vorratsdosen mit Deckel die optimale Lösung.

Die beste Idee wäre es aber, einfach immer nur soviel Zwiebeln und Kartoffeln zu kaufen, wie man dann anschließend auch gleich verbraucht. 

Wie wäre es zum Beispiel mit einer traditionellen spanischen Tortilla de Patatas?

Für zwei Portionen benötigt man:

  • 500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)

  • 150 g Zwiebeln

  • 4 Eier

  • 250 ml Olivenöl

  • Salz

Eine Tortilla de Patatas ist schnell gemacht und schmeckt warm oder kalt sehr lecker. (Bild: Getty Images)
Eine Tortilla de Patatas ist schnell gemacht und schmeckt warm oder kalt sehr lecker. (Bild: Getty Images)

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln schälen, in kleine, etwa 0,5 - 1 cm große, Würfel schneiden und anschließend mit einem gestrichenen Teelöffel Salz bestreuen.

  • Die Zwiebeln fein hacken.

  • Etwa 200 ml Olivenöl in einer Pfanne (Durchmesser 24 cm) erhitzen und die Kartoffelwürfel zugeben. Die Kartoffeln sollten mit Öl gerade so bedeckt sein. Die Temperatur auf mittlere Hitze zurückstellen und die Kartoffelwürfel für etwa 12 - 15 Minuten im Öl garen.

  • Die gehackten Zwiebeln in einer weiteren Pfanne mit etwas Olivenöl 10 - 15 Minuten glasig und goldbraun anschwitzen.

  • Die Eier in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen oder einer Gabel kräftig schlagen und salzen.

  • Die Kartoffelwürfel mit einem Sieb vom Olivenöl trennen. Kartoffeln und Zwiebeln zu den Eiern in die Schüssel geben und 3 - 5 Minuten ziehen lassen.

  • Ca. 2 - 3 EL Olivenöl stark erhitzen, die Tortilla-Masse in die Pfanne geben und zwei Minuten braten. Wenn die Masse anfängt zu bräunen (die Eier nicht stocken lassen), die Tortilla mithilfe eines flachen Tellers umdrehen. Dafür einfach den Teller (am besten ohne erhöhten Rand) auf die Tortilla legen und die Pfanne umdrehen, sodass die Tortilla auf dem Teller liegt. 

Mit Hilfe eines flachen Tellers lässt sich die Tortilla leicht wenden. (Bild: Getty Images)
Mit Hilfe eines flachen Tellers lässt sich die Tortilla leicht wenden. (Bild: Getty Images)
  • Nun die Tortilla mit der noch nicht angebratenen Seite zurück in die Pfanne gleiten lassen. Von der Rückseite eine Minute braten. Die Tortilla soll innen noch leicht flüssig sein.

Als Beilagen passen hervorragend Brot und/oder ein frischer Salat.

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