Diese 15 Orte hat sich die Tierwelt zurückerobert

Hier ist tierisch viel los

<p>Nejron Photo/Shutterstock</p>

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Der Mensch hat inzwischen fast jeden Winkel der Erde besiedelt – und doch gibt es noch einige Orte, an denen Tiere bis heute das Sagen haben. Zum Teil handelt es sich dabei um invasive Arten, die das Ökosystem zerstören, aber oftmals gehören die Tiere einfach seit Jahrhunderten zum Ort dazu.

Von Inseln, auf denen sich Schweine am Strand suhlen, über Städte, die von diebischen Pavianen bevölkert werden, bis hin zu Wäldern voller freilaufender Ponys: Hier sind 15 der unwahrscheinlichsten Orte weltweit, an denen große und kleine Kreaturen die Oberhand haben.

Adaptiert von Tascha Walker Dean

Katzen: Tashirojima, Japan

<p>Sido Kagawa/Shutterstock</p>

Sido Kagawa/Shutterstock

Auf der winzigen Fischerinsel Tashirojima sind Vierbeiner eindeutig in der Überzahl. Sie liegt vor der Küste der japanischen Stadt Ishinomaki in der Präfektur Miyagi und ist inoffiziell auch als Katzeninsel bekannt. Und das aus gutem Grund: Hier haben mehrere Hundert halbwilde Katzen das Sagen und lassen sich verwöhnen. Die rund hundert Einheimischen betrachten die Fellnasen als Glücksbringer und versorgen sie dementsprechend mit Futter, Wasser und Streicheleinheiten.

Katzen: Tashirojima, Japan

<p>Sido Kagawa/Shutterstock</p>

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Ursprünglich wurden die Katzen zur Schädlingsbekämpfung auf den Seidenraupenfarmen der Insel eingesetzt. Im Laufe der Zeit vervielfachte sich die Katzenpopulation jedoch, während die Anzahl der menschlichen Inselbewohner schrumpfte. Die kleinen Fellnasen stromern über die ganze Insel, sind aber vermehrt am Hafen von Nitoda im Südosten der Insel anzutreffen. Ein Besuch des Mini-Schreins auf der Straße zwischen Nitoda und dem Dorf Odomari ist ebenfalls ein absolutes Muss für Katzenfans. Dieser ist einem vierbeinigen Einheimischen gewidmet, der versehentlich von einem herabfallenden Stein erschlagen wurde.

Kaninchen: Ōkunoshima, Japan

<p>Jesse33/Shutterstock</p>

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Eine wunderschöne Insel, auf der Hunderte von flauschigen Kaninchen leben? Diesen Ort gibt es tatsächlich und er nennt sich Ōkunoshima. Die Insel gehört zum malerischen Setonaikai-Nationalpark vor der Küste der japanischen Präfektur Hiroshima und ist mit der Fähre in 20 Minuten von Tadanoumi aus zu erreichen. Sobald ein Boot anlegt, kommen die neugierigen Kaninchen angehoppelt, um ihre Besucher zu begrüßen.

Kaninchen: Ōkunoshima, Japan

<p>Megumi/Shutterstock</p>

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Wie die Kaninchen auf die Insel kamen, ist bis heute ein Rätsel. Eine der vielen Theorien besagt, dass sie von freigelassenen Versuchskaninchen abstammen, da die Insel zwischen 1929 und 1945 von der japanischen Armee als Testgelände für Gift genutzt wurde. Einige glauben wiederum, es handele sich um freigelassene Haustiere, die sich vermehrt haben. Ohne natürliche Feinde geht es den Karnickeln hier jedenfalls prächtig – heute leben mehrere Tausend auf der Insel. Sie sind ein großer Hit bei Besuchern, die extra anreisen, um mit den niedlichen Tierchen zu spielen.

Sikahirsche: Miyajima, Japan

<p>Jan K/Shutterstock</p>

Jan K/Shutterstock

Keine hundert Kilometer weiter westlich haben Sikahirsche die heilige japanische Insel Miyajima in Beschlag genommen. Das Eiland liegt nur eine kurze Bootsfahrt von der Stadt Hiroshima entfernt. Im Shintoismus gelten die anmutigen Vierbeiner als Boten Gottes und sie streifen schon seit Jahrtausenden über die bergige Insel. Sie sind unglaublich zutraulich, auch wenn das Füttern verboten ist.

Sikahirsche: Miyajima, Japan

<p>Rainbowcash/Shutterstock</p>

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Einige der Hirsche leben bis heute zurückgezogen in den Bergen, aber viele schlendern durch die Straßen und Tempel an der Küste – auch am Strand machen sie es sich gern bequem. Es sind jedoch nicht nur die niedlichen Vierbeiner, die die Besucher in Scharen auf diese Insel locken. Es befinden sich zahlreiche buddhistische Tempel und Shintō-Schreine auf Miyajima, darunter auch der berühmte Itsukushima-Schrein aus dem 6. Jahrhundert, dessen Torríi (Tore) majestätisch aus dem Meer ragen.

Wildpferde: Assateague Island, USA

<p>Jason Donnelly/Shutterstock</p>

Jason Donnelly/Shutterstock

Auf der 60 Kilometer langen Düneninsel Assateague Island vor der Küste der US-Bundesstaaten Maryland und Virginia leben bereits seit Jahrhunderten wilde Pferde. Bei einer Kajak- oder Bootstour können Sie einen Blick auf die majestätischen Tiere erhaschen – meist sind sie am Strand, auf den Salzwiesen oder in den Kiefernwäldern anzutreffen.

Die Wildpferde sollen hier an Land geschwommen sein, nachdem eine spanische Galeone vor der Küste gesunken war, so zumindest der Volksglaube. Andere vermuten, sie könnten durch frühe Siedler aus der Kolonialzeit hergebracht worden sein. Sehr viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie von Pferden abstammen, die im späten 17. Jahrhundert auf die Insel gebracht wurden. So wollten ihre Besitzer auf dem Festland die Zaungesetze und Steuern umgehen.

Wildpferde: Assateague Island, USA

<p>Flickr/Travis Modisette/CC BY-NC 2.0</p>

Flickr/Travis Modisette/CC BY-NC 2.0

Die bewohnte Insel gehört zu beiden Bundesstaaten. Auf der Seite von Virginia werden die Ponys jedes Jahr, meist gegen Ende Juli, von Freiwilligen der örtlichen Feuerwehr zusammengetrieben. Sie schwimmen über den Kanal zur nahegelegen Chincoteague Island, wo die Fohlen und Jährlinge versteigert werden. Das Event findet seit 1925 statt und zieht mittlerweile Besucher aus dem ganzen Land an. Ziel der Veranstaltung ist es, die Anzahl der Wildpferde auf Assateague zu kontrollieren und das empfindliche Ökosystem der Düneninsel zu schützen.

Verwilderte Hühner: Hawaii, USA

<p>Dan Schreiber/Shutterstock</p>

Dan Schreiber/Shutterstock

Wilde Hühner und Hähne, die auf Parkplätzen, Stränden und Straßen herumstolzieren, sind auf der hawaiianischen Insel Kauai ein alltäglicher Anblick. Nachdem Hühnerställe durch starke Stürme zerstört wurden und die Haushühner in die Wildnis entfleuchten, paarten sie sich wohl mit den wilden Dschungelhühnern und die Population florierte. So zumindest die Vermutung. Da sie auf der Insel keine natürlichen Feinde haben, können sie hier selig vor sich hin glucken.

Verwilderte Hühner: Hawaii, USA

<p>Taylor and Ayumi/Flickr/CC BY 2.0</p>

Taylor and Ayumi/Flickr/CC BY 2.0

Für Touristen sind die freilaufenden Hühner eine Kuriosität, doch für Einheimische können sie zu einem echten Ärgernis werden. Sie wühlen in Mülleimern, graben Gärten um und halten den Verkehr auf – ganz zu schweigen von dem ständigen Krähen. Einige der gefiederten Tierchen sind sogar so dreist, in Restaurants oder Hotels zu spazieren.

New-Forest-Ponys: Hampshire, Großbritannien

<p>Pixel Memoirs/Shutterstock</p>

Pixel Memoirs/Shutterstock

Im südenglischen New Forest ist der Anblick eines Ponys, das gemütlich über die Straße schlendert, nichts Ungewöhnliches. Die halbwilden Tiere streifen in diesem malerischen Nationalpark seit 2.000 Jahren durch das Land. Theoretisch gehören die rund 3.000 Ponys den sogenannten „Commoners“. Der Begriff geht auf die Weiderechte und Gründung des New Forest im Jahr 1079 durch Wilhelm I. zurück. Die Vierbeiner können jedoch frei durch die Heidelandschaft und Wälder ziehen, bis sie jedes Jahr im Herbst beim traditionellen „Drift“ zusammengetrieben werden.

New-Forest-Ponys: Hampshire, Großbritannien

<p>HerryLawford/Flickr/CC BY 2.0</p>

HerryLawford/Flickr/CC BY 2.0

Die stattlichen Tiere traben überall im Nationalpark herum, wobei sie sich besonders gern um die Dörfer Beaulieu, Brockenhurst und Burley aufhalten. Die Rasse gibt es nur in diesem Gebiet und Falben, Braune, Füchse und Rappen kommen am häufigsten vor. Im Verkehr haben die Vierbeiner immer Vorrang und auf nicht eingezäunten Straßen herrscht ein Tempolimit von 40 Meilen die Stunde (64 km/h). Neben den halbwilden Ponys kann man hier auch freilaufende Kühe und Esel beobachten.

Paviane: Kapstadt, Südafrika

<p>MrLis/Shutterstock</p>

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Südafrika hat eine faszinierende Tierwelt, und das sogar in den städtischen Gebieten. Die sogenannten Bärenpaviane, auch Tschakma genannt, treiben hier überall ihr Unwesen – vom Tokai Park südlich von Kapstadt über Simon's Town bis hin zum Cape Point auf der Kap-Halbinsel. Einigen menschlichen Anwohnern ist dies nicht ganz geheuer: Immer wieder gibt es Berichte über Paviangruppen, die Mülltonnen durchwühlen, Einkäufe stehlen und Restaurants und Cafés plündern.

Paviane: Kapstadt, Südafrika

<p>Aqua Images/Shutterstock</p>

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Im Cape Point Naturreservat machen die geschützten Primaten es sich auf Autodächern bequem oder suchen den Strand nach Sandflöhen und Schalentieren ab. Aber Achtung: Sie stibitzen auch gern mal aus Picknickkörben.

Verwilderte Schweine: Big Major Cay, Bahamas

<p>Nejron Photo/Shutterstock</p>

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Mit Schildkröten, Delfinen und Mantarochen zu schwimmen ist ein einzigartiges Erlebnis. Aber sind sie schon einmal mit Schweinen paddeln gegangen? Auf der Insel Big Major Cay in den Bahamas ist genau das möglich. Eine Kolonie niedlicher Schweinchen hat sich auf dieser idyllischen, unbewohnten Insel nämlich einquartiert. Wie genau es dazu kam, ist bis heute unklar. Es gibt die Vermutung, dass die Tiere hier von Seefahrern zurückgelassen worden, die später zurückkehren wollten, um sie zu essen. Eine andere Theorie besagt, dass sie nach einem Schiffbruch an Land geschwommen sind.

Verwilderte Schweine: Big Major Cay, Bahamas

<p>Buckeye Sailboat/Shutterstock</p>

Buckeye Sailboat/Shutterstock

Auf der Insel leben rund 20 Schweine, die ein Riesenhit bei Touristen sind. Die Vierbeiner suhlen sich in der Aufmerksamkeit und begrüßen ihre Besucher im Wasser, sobald diese mit dem Boot anlegen – vermutlich auch in der Hoffnung, einen leckeren Snack abzustauben. Das Füttern ist jedoch nicht erwünscht.

Landkrabben: Weihnachtsinsel

<p>Diane Masters/Christmas Island Tourism Association</p>

Diane Masters/Christmas Island Tourism Association

Diese winzige Insel im Indischen Ozean, die nahe der indonesischen Insel Java liegt und politisch zu Australien gehört, ist unter anderem für ihre Anzahl leuchtend roter Krabben bekannt, die es nur hier gibt. Die kleinen Schalentiere leben meist recht zurückgezogen, besuchen Sie die Insel aber zur jährlichen Wanderung, dürften Sie Millionen beobachten können. Zu Beginn der Regenzeit (normalerweise im Oktober oder November) pilgern die Landkrabben in Scharen vom Wald zur Küste, um sich dort zu paaren und ihre Eier im Meer abzulegen.

Landkrabben: Weihnachtsinsel

<p>Ingo Arndt/Christmas Island Tourism Association</p>

Ingo Arndt/Christmas Island Tourism Association

In dem australischen Außengebiet leben insgesamt 14 Landkrabbenarten, wobei die knallroten Krustentiere am bekanntesten sind. Sie leben an schattigen Stellen im Regenwald der Insel, ernähren sich von Blättern, Samen und Früchten und leben bis zu ihrer jährlichen Migration in Höhlen. Man hat spezielle Barrieren, Tunnel und Brücken errichtet, damit sie ihren Weg zur Küste sicher zurücklegen können. Das große Krabbeln ist zu einer beliebten Touristenattraktion geworden.

Seebären: Seal Island, Südafrika

<p>imageBROKER.com GmbH & Co. KG/Alamy Stock Photo</p>

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„Insel" ist zwar ein etwas großzügiger Begriff für diesen Felsvorsprung vor der Küste Kapstadts, aber der Ort hat durchaus eine lebhafte Bevölkerung: etwa 64.000 Seebären. Die Tiere teilen sich die Insel lediglich mit den Überresten einer Radaranlage aus dem Zweiten Weltkrieg.

Seebären: Seal Island, Südafrika

<p>Ulrich Doering/Alamy Stock Photo</p>

Ulrich Doering/Alamy Stock Photo

Wo es Seebären gibt, lassen Haie meist nicht lange auf sich warten. Jedes Jahr umkreisen tausende Weiße Haie die Insel in einem „Ring des Todes", der es den Seebären sehr schwer macht, auf Nahrungssuche zu gehen.

Giftschlangen: Queimada Grande, Brasilien

<p>Leo Francini/Alamy Stock Photo</p>

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Sie haben Angst vor Schlangen? Dann sollten Sie diese rund 0,4 Quadratkilometer große Insel vor der brasilianischen Küste unbedingt meiden. Die Queimada Grande ist nicht ohne Grund auch als „Schlangeninsel" bekannt und die endemische Insel-Lanzenotter zählt zu den tödlichsten Giftschlangen der Welt. Sie ernähren sich ausschließlich von Vögeln und sind trotz der großen Population auf der Insel vom Aussterben bedroht.

Giftschlangen: Queimada Grande, Brasilien

<p>Wirestock, Inc./Alamy Stock Photo</p>

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Angeblich leben auf jedem Quadratmeter bis zu fünf Schlangen – sobald Sie einen Fuß auf die Insel setzen, würden Sie also theoretisch nie mehr als einen Meter von einer Schlange entfernt sein. Für Touristen ist das Eiland daher tabu. Zum Schutz von Menschen und Tieren ist Queimada Grande für die Öffentlichkeit gesperrt, nur ausgewählten Forschungsexpeditionen wird der Zutritt gewährt.

Flusspferde: Puerto Triunfo, Kolumbien

<p>dpa picture alliance/Alamy Stock Photo</p>

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In der kolumbianischen Stadt Puerto Triunfo treiben etwas unerwartete Riesen ihr Unwesen: Flusspferde. Die Hippos stammen von vier Tieren ab, die der berühmt-berüchtigte Drogenbaron Pablo Escobar in seinem Privatzoo auf seinem Luxusanwesen, der Hacienda Nápoles, hielt. Nach seinem Tod wurden die meisten seiner exotischen Tiere umgesiedelt. Für die Flusspferde erwies sich der Transport aber als zu umständlich und teuer – daher wurden sie sich selbst überlassen.

Flusspferde: Puerto Triunfo, Kolumbien

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Außerhalb Afrikas gibt es nirgendwo sonst so viele Flusspferde wie in dieser kolumbianischen Gemeinde. Experten schätzen, dass es sich mittlerweile um 130 bis 160 Tiere handelt, Tendenz steigend. Schließlich haben die Vierbeiner hier keine natürlichen Feinde. Die sogenannten „Kokain-Hippos“ ziehen zwar Touristen aus aller Welt an, wurden vom kolumbianischen Umweltministerium aber kürzlich zu einer invasiven Art erklärt, die das Ökosystem vor Ort gefährden. Die Regierung will die Flusspferdpopulation nun vor allem durch Sterilisierung unter Kontrolle bringen, doch auch die Tötung wird in Betracht gezogen.

Berberaffen: Gibraltar

<p>B.A.E. Inc./Alamy Stock Photo</p>

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Der riesige Kalksteinfelsen von Gibraltar ist wohl das bekannteste Wahrzeichen des britischen Überseegebiets im Süden Spaniens, doch die unzähligen Berberaffen dort sind mindestens genauso berühmt. Bis heute weiß niemand so recht, wie die Makaken an die Südspitze Europas gelangt sind. Eine der ausgefalleneren Theorien besagt, dass die eigentlich in Nordafrika beheimateten Tiere durch einen unterirdischen Tunnel unter der Straße von Gibraltar gereist sind.

Berberaffen: Gibraltar

<p>Rocklights/Alamy Stock Photo</p>

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Mittlerweile sind die Affen jedenfalls ein fester Bestandteil der modernen Kultur in Gibraltar. Besonders bei den Touristen sind die flauschigen Makaken beliebt, das Füttern und Streicheln ist jedoch untersagt. Einheimische warnen davor, dass die Primaten aggressiv werden können. Sie sind bekannt dafür, Accessoires mitgehen zu lassen und Taschen ahnungsloser Passanten auf der Suche nach einem Leckerbissen zu plündern.

Seevögel: Runde, Norwegen

<p>Marek Slusarczyk/Alamy Stock Photo</p>

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Auf der umgangssprachlich auch als „Vogelinsel" bezeichneten Insel Runde in Norwegen leben zur Brutzeit zwischen 500.000 und 700.000 Seevögel, darunter 100.000 Papageientaucherpaare und große Schwärme von Krähenscharben, Basstölpeln und Raubmöwen. Die Insel bietet die größte Vielfalt an Seevögeln in ganz Norwegen: Mehr als 230 registrierte Arten, von denen 80 hier brüten.

Seevögel: Runde, Norwegen

<p>Alf Jacob Nilsen/Alamy Stock Photo</p>

Alf Jacob Nilsen/Alamy Stock Photo

Die Vögel teilen sich die Insel im Westen Norwegens mit 113 Menschen, die sich an die herumfliegenden Federn überall wohl gewöhnt haben dürften. Vor allem zur Nistzeit locken die Vögel Besucher aus aller Welt. Sie auf den Klippen und Felsen zu beobachten, ist für viele Vogelenthusiasten ein absolutes Highlight.

Schafe: Neuseeland

<p>Heather Drake/Alamy Stock Photo</p>

Heather Drake/Alamy Stock Photo

Zu behaupten, ein ganzes Land werde von einer einzigen Tierart belagert, mag extrem klingen. Laut Statistiken aus dem Jahr 2022 gibt es in Neuseeland jedoch fünfmal so viele Schafe wie menschliche Einwohner. Das Verhältnis war früher sogar noch höher: 1982 erreichte es mit erstaunlichen 22 Schafen pro Person den Höchststand.

Schafe: Neuseeland

<p>Armin Puschmann/Alamy Stock Photo</p>

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Die florierende Schafpopulation ist auf die Schafzucht zurückzuführen, die lange Zeit das Rückgrat der neuseeländischen Wirtschaft war. Heute ist der Schafbestand tatsächlich so niedrig wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Trotzdem läuft man den flauschigen Einwohnern fast überall über den Weg. Sie schlendern durch Dörfer und halten auch gern mal den Verkehr auf.