Eigentümerverband: Löhne schneller gestiegen als Mieten

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BERLIN (dpa-AFX) - In den meisten deutschen Städten und Landkreisen sind die Angebotsmieten laut einer Untersuchung des Eigentümerverbands Haus & Grund deutlich langsamer gestiegen als die Bruttoeinkommen - Wohnraum sei somit in vielen Regionen bezahlbarer geworden. Bundesweit seien die Löhne und Gehälter zwischen 2015 und 2020 im Schnitt um 11,3 Prozent auf 3435 Euro brutto pro Monat gestiegen, teilte Haus & Grund am Dienstag mit. Die Bestands-Kaltmieten legten im selben Zeitraum aber demnach im Schnitt nur um 6 Prozent auf 7,23 Euro pro Quadratmeter zu. Bei Neuvertragsmieten lag die Steigerung mit 6,6 Prozent etwas höher. Hier kostete der Quadratmeter laut der Angaben 7,94 Euro kalt.

Dieser Trend lasse sich auch in den häufig diskutierten Metropolen feststellen. "Wohnen in den deutschen Großstädten ist zwischen 2015 und 2020 für alle mit Einkommen bezahlbarer geworden", sagte Verbandspräsident Kai Warnecke. "Der Bezahlbarkeitsmeister in Deutschland ist Berlin." Dort haben sich insbesondere die Neuvertragsmieten in dem Zeitraum am schwächsten entwickelt. "Die Lohnentwicklung war hingegen am besten, die Bezahlbarkeit hat sich dort also am allermeisten gesteigert."

Aber: Trotz dieser Entwicklungen übersteige die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt nach wie vor das Angebot. "Und natürlich gibt es auch Menschen, die trotz dieser Einkommensentwicklung nicht haben mitmachen können", betonte Warnecke. Dazu zählten insbesondere Single-Haushalte und Alleinerziehende. Der politische Fokus müsse sich deshalb ändern. Diese Personengruppen müssten stärker unterstützt werden.

Haus & Grund beruft sich beim durchschnittlichen Bruttoeinkommen auf Daten der Bundesagentur für Arbeit. Bei den durchschnittlichen Mieten stützt sich der Verband auf den Mietspiegelindex des Beratungsunternehmens F+B. Die Mietpreise des Indexes beruhen auf Berechnungen auf Basis von Angebotsmieten.

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