Fallobst: Liegen lassen oder entsorgen?

·Freie Autorin

Fallobst liegt überall bei dir im Garten herum? Wenn es stürmt, kann es schon mal vorkommen, dass Früchte vorzeitig von den Bäumen fallen. Ebenso werden überreife oder wurmstichige Äpfel oder Birnen bereits vor der Ernte abgeworfen. Doch muss Fallobst nicht gleich auf dem Kompost landen. Wir zeigen dir, wie du es aufsammeln und wofür du es noch verwenden kannst.

Was tun mit dem ganzen Fallobst im Garten? (Symbolbild: Getty Images)
Was tun mit dem ganzen Fallobst im Garten? (Symbolbild: Getty Images)
  • Was versteht man unter Fallobst?

  • Was passiert, wenn Fallobst liegen bleibt?

  • So solltest du Fallobst aufsammeln

  • Was tun, wenn du Fallobst aufgesammelt hast?

  • Kann man Fallobst essen?

  • Das kann man mit Fallobst noch machen

Was versteht man unter Fallobst?

Fallobst ist – wie der Name schon sagt – Obst, das vom Baum fällt – meist, weil es schon zu reif ist. Allerdings ist Fallobst nicht ebenso genießbar wie die Früchte, die geerntet werden, da der Baum oft auch Früchte abwirft, die befallen sind, um sich vor Schädlingen zu befreien. Doch auch Stürme können dafür sorgen, dass gesundes Obst frühzeitig zu Boden fällt. Was auch immer der Grund ist, für die Bio-Tonne ist gesundes Fallobst eigentlich viel zu schade.

Was passiert, wenn Fallobst liegen bleibt?

Fallobst macht vielen Gartenbesitzern zu schaffen, weil im Spätsommer Unmengen an Äpfeln oder Birnen zur gleichen Zeit reif werden, bevor man es überhaupt schafft, alles zu ernten. Fallobst lässt sich aufgrund der Falldellen aber leider nicht lange lagern, weil es Raupen und Schädlinge anzieht – und oft auch schon befallen ist. Auch Wespen lieben es, sich an dem matschigen Obst zu laben. Und auch Ratten und Maden genießen faules Fallobst. Vorsicht: Die Geruchsbelästigung von verfaultem Obst kann im schlimmsten Fall sogar für Ärger mit den Nachbarn sorgen.

Wann man Fallobst aufsammeln sollte

Damit du das Fallobst noch weiterverwerten kannst und keinen Ärger mit deinen Nachbarn bekommst, solltest du es schleunigst nach dem Fall einsammeln. Spätestens aber nach zwei Tagen. Bleibt es zu lange liegen, fängt es an zu gären. Zum Aufsammeln von Fallobst benötigst du einen Eimer, Arbeitshandschuhe, eine Harke oder einen Rechen und eventuell einen Spaten.

Was tun, wenn du Fallobst aufgesammelt hast?

Wenn du das Fallobst aufgesammelt hast, solltest du es auf Schädlinge und Pilze prüfen. Krankes Fallobst gehört nicht auf den Kompost, sondern sollte in der Biotonne landen oder an entsprechenden Sammelstellen der Gemeinden und Städte abgegeben werden. Sonst wird der Zyklus der Schädlinge nicht unterbrochen und das Obst wird im nächsten Jahr wieder befallen.

Kann man Fallobst essen?

Während das von Hand geerntete Obst frisch verzehrt werden kann, eignet sich Fallobst am besten zur Weiterverarbeitung. Daraus lassen sich vor allem leckere Chutneys, Marmeladen, Kompott oder Fruchtmus zaubern. Und auch zum Backen ist Fallobst bestens geeignet. Wer auf Rumtöpfe steht, kann es auch ausschneiden und in Alkohol einlegen. Das meiste Fallobst lässt sich auch sehr gut einfrieren. Voraussetzung ist allerdings, dass es rasch nach dem Herunterfallen aufgelesen wird.

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Das kann man mit Fallobst noch machen

Fallobst als Dünger nutzen

Alternativ kannst du größere Mengen Fallobst auch als natürlichen Dünger verwenden. Dafür solltest du die Früchte mit dem herabgefallenen Laub mischen und tief in die Erde vergraben, damit daraus schnell ein fruchtbarer Boden wird. Die Früchte sollten mindestens einen halben Meter tief unter der Erde liegen, sonst könnten sie schnell wieder von Tieren ausgegraben werden. Achte ebenfalls darauf, das Fallobst nicht neben Wurzeln von Bäumen zu vergraben.

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Fallobst als Tierfutter

Wenn du auf dem Land wohnst, kannst du Fallobst auch zum Bauern bringen. Die freuen sich meist über Gratis-Futter. Auch Tierparks oder viele Förster sind dankbare Abnehmer von unbehandeltem Fallobst.

Fallobst zum Entsaften bringen

Fallobst lässt sich natürlich auch entsaften. Bei größeren Mengen solltest du jedoch eine Mosterei aufsuchen. Die verarbeitet das Fallobst gerne und gibt dir einen Teil davon wieder als Saft zurück.

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